Microsoft Surface: die Tablet-Reihe aus Redmond

6. August 2020

Inhaltsverzeichnis

  1. Microsoft Surface Pro
  2. Das Tablet Microsoft Surface Go
  3. Surface Book und Surface Book 2
  4. Das Microsoft Surface Studio
  5. Surface Laptop
  6. Surface Duo und Surface Neo

 

Als Microsoft im Jahr 2012 den ersten Tablet-PC der Reihe Microsoft Surface vorstellte, wurde das einerseits als ernsthafter Versuch gewertet, auf dem damals noch recht jungen Tablet-Markt Fuß zu fassen.

Doch es gab auch boshafte Stimmen, die anmerkten, dass dieser Versuch reichlich spät kam und nur dem Umstand geschuldet war, dass Apple mit dem iPad, das im Jahr 2010 auf den Markt kam, einen großen Vorsprung hatte und Microsoft extrem unter Druck stand, in diesem Segment Hardware zu liefern.

Unumstritten ist, dass das iPad von Apple ein Kassenschlager wurde, was auch für die Nachfolgemodelle galt. Ebenfalls als gesichert gilt, dass Apple mit dem Gerät eine Revolution auf dem Markt der tragbaren Computer anzettelte. Nach dem Erscheinen des iPad legten unzählige andere Hersteller nach und brachten scharenweise Tablets heraus – unter anderem eben auch Microsoft mit Surface. Es dauerte nicht lange, und der Absatz anderer tragbarer Rechner wie Netbooks oder Notebooks ging merklich zurück, und zwar zugunsten der Tablets. In dieser Übersicht stellen wir die wichtigsten Modelle der Microsoft Surface-Reihe von 2012 bis 2020 vor, chronologisch nicht geordnet.

1. Microsoft Surface Pro

Das Ausgangsmodell für die Surface-Serie war das Surface RT, das ausgestattet war mit Windows RT und der Software Microsoft Office 2013 Home & Student RT. Die 2 GB RAM waren schon damals recht knapp bemessen, und viele User störten sich daran, dass sie die vorinstallierte Mail-App benutzen mussten – Thunderbird konnte nicht aufgespielt werden. Mit 680 Gramm und einer Stärke von nur 9,3 Millimetern war das Tablet allerdings sehr leicht und handlich.

Die erweiterte Version, die zeitgleich auf den Markt kam, war das Microsoft Surface Pro, mit 903 Gramm und einer Stärke von 13,5 Millimetern nicht so kompakt wie die Standardversion. Der Bildschirm war 10,6 Zoll groß und hatte eine Auflösung von 1920 auf 1080 Pixel. Bedienen konnte man das Tablet sowohl über einen Eingabestift als auch über den Touchscreen, also mit den Fingern. Als Betriebssystem war Windows 8 Pro aufgelegt.

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Das Microsoft Surface Pro, die etwas leistungsfähigere Version aus dem Jahr 2012. Bildquelle: Wikimedia (Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Nach nur einem Jahr nahm Microsoft das Surface Pro ohne nähere Angaben vom Markt.

2. Das Tablet Microsoft Surface Go

Zeitsprung ins Jahr 2018: das Microsoft Surface Go erblickt das Licht der Welt. Bei einer Auflösung von 1800 x 1200 Pixeln ist das Display mit exakt zehn Zoll relativ klein, besticht allerdings mit einer tollen Schärfe (die Pixeldichte liegt bei 217 PPI). Die vier bis acht GB RAM machen das Tablet zu einem guten Arbeitsgerät, und das bei einer Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden.

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Das Surface Go wurde für den Bildungsbereich konzipiert, also für Lehrer und Dozenten, aber auch für Schüler und Studenten. Bildquelle: Wikipedia (Lizenz: Wikimedia Commons)

Windows 10 ist im S-Modus installiert, das eine weitere Optimierung der Leistung bezwecken soll; dadurch ist es Nutzern jedoch nicht gestattet, Apps bzw. Tools zu installieren, die nicht im Microsoft Store zu finden sind. Der Wechsel auf Windows 10 funktioniert in der Regel aber recht einfach.

3. Surface Book und Surface Book 2

Weil das Tablet in der Computerwelt für viele Nutzer zu einem Device wurde, das – wie eingangs bereits erwähnt – Laptop und Netbook ersetzte, brachte Microsoft im Jahr 2015 ein Tablet mit einer Bildschirmdiagonale von 13,5 Zoll und einer Auflösung von 3000 x 2000 Pixeln heraus: das Surface Book. Bis zu 16 GB RAM, zwei Kameras, ein Multitouch-Display und viele Extras wie etwa eine abnehmbare Tastatur machten das Gerät für eine große Zahl an Nutzern interessant.

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Das Surface Book aus dem Jahr 2015. Bildquelle: Pixabay (Lizenz: freie Nutzung)

2017 legte Microsoft mit dem Surface Book 2 nach, das technisch noch ein wenig ausgereifter und außerdem nicht nur mit 13,5 Zoll, sondern auch mit 15 Zoll zu bekommen war. Die beiden Microsoft-Tablets wandten sich an User, denen die damals aktuellen Geräte von Apple (iPad Pro I und II) hinsichtlich der Bildschirmdiagonale zu klein waren.

4. Das Microsoft Surface Studio

Ein Jahr nach dem ersten Surface Book stellte Microsoft das Surface Studio vor, ab 2017 war der Rechner dann käuflich zu erwerben. Mit einem Tablet im herkömmlichen Sinn hat dieser Computer nicht mehr viel zu tun, man sieht indes ganz klar die Anlehnung an Apple-Produkte aus den Jahren zuvor:

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Das Surface Studio hat mit einem klassischen Tablet nichts mehr gemein. Bildquelle: thailivetile.com, Lizenz: CC BY 3.0 TH

Dieser Rechner gilt als erster All-in-One-PC aus dem Hause Microsoft. In der Grundausstattung verfügt das Surface Studio über 8 GB RAM, 1 TB Festplattenspeicher und 128 GB SSD, vorinstalliert ist Windows 10. Der Monitor kann so stark geneigt werden, dass man ihn als Zeichenbrett nutzen kann – entweder mit der Tastatur bzw. der Mouse oder über den Surface Pen. Das ist im Prinzip die letzte verbliebene Verbindung zum Tablet-Rechner. Das Surface Studio von Microsoft richtet sich eindeutig an User, die beruflich im Umfeld Design und Gestaltung zuhause sind.

5. Surface Laptop

Diese seit 2017 zu kaufende Version ist im Prinzip ein Zwilling des Surface Go, das als Endgerät in der Bildung konzipiert worden ist – es richtet sich explizit an Studenten und Schüler.

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Das Surface Laptop ist für Schüler und Studenten gedacht. Bildquelle: Wikipedia, Lizenz: Wikimedia Commons

Vier, acht oder 16 GB RAM, 201 PPI bei einer Auflösung von 2256 mal 1504 Pixel und Windows 10 S als Betriebssystem, so lauten die Rahmendaten dieser Version. Aufgrund der erhöhten Speicherkapazität im Vergleich mit dem Surface Go ist der Kaufpreis des Surface Laptop jedoch deutlich höher.

6. Surface Duo und Surface Neo

Diese beiden Modelle waren zum Zeitpunkt, als dieser Beitrag entstanden ist, noch nicht erhältlich – obwohl das Surface Neo ursprünglich bereits für Sommer 2020 angekündigt worden ist (das Modell soll aufgrund der COVID-19-Pandemie nun wohl erst 2021 erscheinen).

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So soll das Surface Neo aussehen. Bildquelle: Windowsteca, Lizenz: Open Domain

Die Besonderheit dieses Tablets ist auf den ersten Blick erkennbar: es besitzt zwei Monitore und man kann es zusammenfalten. An Bord sein soll Windows 10X, eine schnelle, leichte Version von Windows 10, die aktuell – im Sommer 2020 – aber noch an Rechnern mit einem einzigen Bildschirm optimiert wird.

Das Surface Duo hingegen soll neuesten Informationen zufolge noch im August 2020 erscheinen, zunächst in den USA, in Kanada und in Japan. Der Launch in Deutschland bzw. Europa dürfte schon bald danach erfolgen.

Auch dieses Modell wird zwei Displays erhalten, die man zusammenklappen kann – mittels eines Scharniers. Das nimmt diesem Tablet ein wenig von dem futuristischen Eindruck, den das Surface Neo vermittelt.

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Das Surface Duo soll ebenfalls zwei Monitore besitzen, die über ein Scharnier zusammengeklappt werden können. Bildquelle: Clipset, Lizenz: Creative Commons

Jedes Display soll eine Bildschirmdiagonale von 5,6 Zoll erhalten. Außerdem wird es nach Angaben von Microsoft möglich sein, auch Android-Apps auf diesem Gerät zu installieren.



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