Erleuchtet statt zappenduster – 5 helle Tipps für Ihr Lichtkonzept im Büro



Lichtdurchflutete Räume sind angesagt bei innovativen Architekten. Die neue Firmenzentrale Apple Campus im kalifornischen Cupertino ist so ein gläsernes Meisterwerk. Allerdings verletzten sich regelmäßig Mitarbeiter, weil sie gegen die transparenten Glasscheiben laufen. Manchmal ist weniger eben mehr. Das perfekte Lichtkonzept geht auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter ein und fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden. Die folgenden Tipps zeigen Ihnen, wie Sie mit der richtigen Beleuchtung einen effizienten Arbeitsplatz einrichten.

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Ein gut ausgeleuchteter Arbeitsplatz fördert die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter.

Was ist das Problem

Die Arbeit mit dem Computer ist sehr anstrengend für die Augen. Wenn jetzt die Beleuchtung nicht stimmt, nimmt die Belastung noch weiter zu. Dabei kann zu wenig Licht genauso belasten wie eine grelle Ausleuchtung. Die Augen brennen oder tränen, der Kopf schmerzt und die Konzentration lässt rapide nach. Das richtige Lichtkonzept für Ihr Büro fördert das Wohlbefinden und beeinflusst positiv die Arbeitsleistung und die Motivation. Ein gut ausgeleuchteter Arbeitsplatz hilft gleichzeitig, Verspannungen und Rückenschmerzen vorzubeugen. So reduzieren Sie die Krankheitstage in Ihrem Unternehmen.

So funktioniert es

Tipp Nr. 1: Gute Laune mit Tageslicht

Natürliches Tageslicht wirkt ausgesprochen belebend auf unseren Körper. Wenn zusätzlich die Sonne scheint, sprühen die Glückshormone. Deshalb ist schon in der Arbeitsstättenverordnung für einen Büro-Arbeitsplatz ausreichend Tageslicht und eine Sichtverbindung nach außen vorgeschrieben. In der Praxis stellen Mitarbeiter aber oft Unterlagenstapel auf die Fensterbänke, die düstere Schatten in das Büro werfen. Auch ein Zuviel an Pflanzen oder Deko sperrt das Sonnenlicht aus. Machen Sie Schluss mit diesen Staubfängern und räumen Sie gründlich auf. Wie Sie Ihren Arbeitsplatz dauerhaft aufräumen, erkläre erzähle ich Ihnen in einem anschaulichen Video auf YouTube.

Tipp Nr. 2: Setzen Sie beim Lichtkonzept auf direkte und indirekte Beleuchtung

In der Regel ist in vielen Büroräumen das natürliche Tageslicht nicht ausreichend, vor allem an grauen Regentagen. Dann brauchen Sie eine zusätzliche Beleuchtungsquelle. Die meisten Menschen empfinden eine Kombination aus direktem und indirektem Licht als sehr angenehm. Bei indirekter Beleuchtung reflektieren Decken oder Wände das Licht wie zum Beispiel bei einem Deckenfluter. Indirekte Leuchtkörper geben dem Büro eine gleichmäßige, angenehme Grundhelligkeit, sind aber alleine nicht ausreichend für einen gut ausgeleuchteten Arbeitsplatz. Alle Lampen und Leuchtkörper, die ihr Licht unmittelbar an den Raum abgeben, sind direkte Lichtquellen wie die Decken- oder Schreibtischlampe. Sie leuchten die Arbeitsfläche aus, werfen allerdings auch Schatten. Wenn Sie bei der Lichtplanung beide Beleuchtungsarten miteinander kombinieren, gestalten Sie einen hellen und komfortabel ausgeleuchteten Arbeitsbereich. Der Mitarbeiter fühlt sich wohl und kann auch in den frühen Morgen- und späten Abendstunden immer noch entspannt und effizient arbeiten.

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Eine schlechte Beleuchtung strengt an und macht müde.

Tipp Nr. 3: Sparen Sie Kosten mit einem modernen Lichtkonzept

In den meisten Büros brennen den ganzen Tag über Lampen. Um Kosten zu sparen, ersetzen Sie veraltete Leuchtkörper möglichst durch moderne Energiesparlampen. Sie verbrauchen rund 80 Prozent weniger Strom und sind inzwischen so weit entwickelt, dass sie angenehmes Licht verbreiten. Wenn Sie in eine neue Beleuchtung investieren, entscheiden Sie sich für Lampen mit Bewegungsmelder. Diese schalten sich ein, wenn jemand den Raum betritt. Findet keine Bewegung statt, erlischt das Licht ebenfalls automatisch. Noch perfekter ist die dynamische Bürobeleuchtung. Sie passt sich dem natürlichen Verlauf des Sonnenlichts an und variiert die Beleuchtungsstärke, Lichtfarbe und Lichtrichtung. Auf den Biorhythmus der Mitarbeiter abgestimmt, fördert dieses innovative Lichtkonzept die Gesundheit und die Leitungsfähigkeit.

Tipp Nr. 4: Das Ambiente unterstützt das perfekte Lichtkonzept

Um das Tageslicht perfekt ausnützen zu können, stellen Sie den Schreibtisch möglichst nah zum Fenster auf. Ideal ist die Ausrichtung quer zum Fenster, damit Sie Schattenwürfe auf der Arbeitsfläche vermeiden. Ideal sind Möbel aus Holz oder mit matten Oberflächen, weil sich hier nicht die Sonnenstrahlen spiegeln und die Mitarbeiter blenden. Auch die Wand- und Deckenfarbe beeinflusst den Raum. Je dunkler der Raum, desto mehr künstliches Licht wird für die Beleuchtung benötigt.

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Stehen die Schreibtische quer zum Fenster, minimieren Sie den Schattenwurf.

Extra-Tipp:

Vielleicht sind Sie gerade in der glücklichen Lage und können Ihr Büro neu einrichten. Dann haben Sie viel zu bedenken, denn schon Kleinigkeiten wie die Farben oder die Beschaffenheit der Möbel beeinflusst die Wirkung des Raumes auf den Mitarbeiter. Mit diesen fünf Tipps finden Sie die richtige Ausstattung für Ihr Büro.

Tipp Nr. 5: Sagen Sie Ja zum Wohlfühl-Arbeitsplatz

Wenn Sie schon dabei sind, dann schauen Sie sich kritisch Ihren Arbeitsplatz an. Sie verbringen mehr als acht Stunden an Ihrem Schreibtisch, aber fühlen Sie sich wirklich wohl? Alte Büromöbel, eine bekritzelte Schreibtischunterlage und vergilbte Bilder an den Wänden stellen sich nach einigen Jahren automatisch ein. Sie sehen diese Makel schon gar nicht mehr, aber Ihre Kunden oder Geschäftspartner schon! Sie verbinden diese alte Einrichtung mit einer rückständigen, altmodischen Arbeitsweise. Und dieser schlechte erste Eindruck bleibt oft haften. Investieren Sie regelmäßig in Ihre Büroausstattung. Sie beeindrucken nicht nur Ihre Besucher sondern fühlen sich auch gleich viel wohler an Ihrem Arbeitsplatz. Und diese angenehme Atmosphäre beeinflusst positiv Ihre Kreativität und Ihre Leistungsfähigkeit. Lesen Sie mehr Tipps zum Thema Wohlfühl-Schreibtisch.

Wieso der erste Eindruck so wichtig ist, erkläre ich Ihnen ausführlich in meinem Podcast auf YouTube. Schauen Sie sich den Einspieler an.

Darauf kommt es an

Eine Vielzahl von Normen und Verordnungen befassen sich mit dem Licht am Arbeitsplatz. Das ist schon sehr kompliziert. Wenn Sie keine Lust und Zeit haben, sich mit der Materie zu beschäftigen, dann wenden Sie sich an einen Fachmann. Er entwickelt ein maßgeschneidertes Beleuchtungskonzept für Ihr Unternehmen.

Was der Tipp bewirkt

Das Licht beeinflusst den Biorhythmus der Mitarbeiter. Ein ausgewogenes Lichtkonzept verbessert das Wohlbefinden und fördert die Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig sparen Sie mit modernen Maßnahmen sogar Geld.

Und Sie?

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