In der Ruhe liegt die Kraft – Minimieren Sie die Lautstärke im Büro in 5 Schritten




In der Ruhe liegt die Kraft, aber im Büro herrscht immer nur Krach. Da donnert der Verkehr am Fenster vorbei, auf dem Flur tratschen Kollegen und ständig rattert ein Drucker. Es ist zum Verrückt werden, denn gerade jetzt brauchen Sie Ihre Konzentration, um einen wichtige Arbeit zu erledigen. Aber kaum bemerken Sie die Störquellen um Sie herum, fällt es Ihnen sogar noch schwerer, sich zu konzentrieren. In der heutigen schnelllebigen Zeit ist es wichtiger denn je, die Lautstärke im Büro zu reduzieren. Diese 5 Schritte zeigen Ihnen den richtigen Weg zu mehr äußeren und damit auch inneren Ruhe.

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Drei Mitarbeiter im Raum erhöhen dreifach die Lautstärke im Büro.

Was ist das Problem

Je höher der Lärmpegel, desto größer ist der Stress. Denn unser Gehirn braucht Ruhe, um sich zu regenerieren. Eine hohe Lautstärke im Büro wirkt sich nicht nur negativ auf die Leistungsfähigkeit aus sondern beeinträchtigt auch die Gesundheit. Aber auch leiser Lärm macht unruhig und krank. Besonders wenn Sie konzentriert arbeiten möchten, kann selbst ein leises Telefongespräch des Kollegen negative Stressreaktionen hervorrufen. Sie werden fahrig, und die erhöhte Anstrengung führt zu Kopfschmerzen und Müdigkeit. Aber nicht nur im Großraumbüro ist es schwierig, die Geräuschkulisse zu bändigen. Sie können ja schlecht Ihren Schreibtisch unter einer schallhemmenden Käseglocke verbergen. Ich habe Ihnen fünf praxiserprobte Ratschläge zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Situation entscheidend verbessern, indem Sie gegen den Dauerstress durch eine starke Geräuschkulisse minimieren.

So funktioniert es

Tipp Nr. 1: Cleverer Einsatz der Möbel bändigt die Lautstärke im Büro

Je größer der Raum, desto sinnvoller ist der Einsatz vom Raumteilern. Es gibt zum Beispiel speziell beschichtete Stellwände. Sie dämmen den Schall und reduzieren den Geräuschpegel im Großraumbüro. Stellen Sie außerdem Regale oder Schränke zwischen den Arbeitsplätzen auf. Sie schlucken nicht nur den Lärm sondern schaffen auch etwas mehr Privatsphäre. Vorhänge an den Fenstern und Teppiche auf dem Boden schlucken zusätzlich Lärm und helfen für mehr Ruhe im Büro zu sorgen.

Extra-Tipp:

Viele Mitarbeiter fremdeln nicht nur aufgrund der Lautstärke mit dem Großraumbüro. Der Blick auf die Kollegen lenkt ab und mancher ärgert sich über den unaufgeräumten Schreibtisch seines Nachbarn. Wenn jeder macht, was er für richtig hält, dann sind Chaos und Stress vorprogrammiert. Klare Absprachen und gemeinsam beschlossene Spielregeln sind deshalb unerlässlich. Wie Sie die Tücken im Großraumbüro zähmen, verrate ich Ihnen in diesem Blog-Beitrag.

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Klug platzierte Möbel und klare Spielregeln zaubern Wohlfühl-Atmosphäre im Großraumbüro.

Tipp Nr. 2: Verteilen Sie Grünpflanzen im Büro

Zimmerpflanzen sind mehr als schöne Raumdekoration. Große Pflanzen zwischen den Schreibtischen sind perfekte Geräuschdämmer im Büro. Gleichzeitig beeinflussen sie auch das Raumklima, denn sie filtern Schadstoffe, spenden Sauerstoff und verbessern die Luftfeuchtigkeit. Viele Mitarbeiter verzichten aber auf Pflanzen, weil sie wenig Zeit haben, sich darum zu kümmern. Aber es gibt sehr genügsame Pflanzen, die die Atmosphäre im Büro angenehm verschönern. Die Klassiker sind der Gummibaum oder die Grünlilie, wer es exotischer mag stellt einen Drachenbaum oder eine Zwergdattelpalme auf.

Tipp Nr. 3: Verbannen Sie Kopierer, Drucker und Co

Es ist praktisch, wenn der Drucker in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes steht. Aber diese lautstarken Geräte nerven und außerdem verteilen Sie auch noch ungesunden Feinstaub. Am besten verbannen Sie Krachmacher in einem separaten Raum. Der Gang zum Gerät ist gleichzeitig auch eine gesunde Abwechslung zum ständigen Sitzen. Wenn diese Lösung bei Ihnen nicht möglich ist, dann ersetzen Sie veraltete, laute Geräte durch modernes Equipment. Übrigens kann auch der Computer lautstark brummen. Oft reicht es schon aus, den Lüfter vom Staub zu befreien. Eventuell braucht das Gerät aber auch einen größeren Lüfter. Wenn allerdings auch das Laufwerk rattert, ist der PC veraltet und es lohnt sich ein Neukauf. Wer sehr empfindlich ist, sollte die Anschaffung eines Netbooks oder Laptops in Erwägung ziehen. Diese Geräte sind viel leiser.

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Im separaten Raum stört der Multifunktionsdrucker niemanden.

Tipp Nr. 4: Gehen Sie auf Abstand zur Lautstärke im Büro

Ein nicht zu unterschätzender Störfaktor sind die Gespräche der Kollegen untereinander. Dabei spielt die Lautstärke gar keine große Rolle. Schon ein leiser Geräuschpegel beeinträchtigt die Konzentration. Das gilt auch für Telefonate, denn unser Gehirn versucht automatisch aufgeschnappte Satzfetzen logisch zu ergänzen. Selbst wer sich nicht gestört fühlt, ist unterbewusst in seiner Konzentration gestört. Besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Team, wie Sie für mehr Ruhe im Büro sorgen. So können Sie vereinbaren, Gespräche im Besprechungsraum oder im Pausenraum zu führen. Zum Telefonieren eignet sich besonders gut ein separates Telefonzimmer. Diesen Raum nutzen alle Mitarbeiter gemeinsam nach Absprache. So wird niemand durch die Telefonate gestört und auch der Kollege kann in Ruhe mit seinen Gesprächspartnern reden.

Extra-Tipp:

Manchmal ist die Lautstärke im Büro aufgrund von Baumaßnahmen oder anderen nicht beeinflussbaren Ereignissen nicht zu vermeiden. In diesem Fall hilft nur die Flucht ins Home-Office. Dieses Bürokonzept ist eine ergänzende Alternative zum klassischen Büro. Wie Sie den Arbeitsalltag im Home-Office effizient gestalten, verrate ich Ihnen in diesem Blog-Beitrag: Heut bleibe ich daheim – so arbeiten Sie erfolgreich im Home-Office.

Tipp Nr. 5: Blenden Sie Geräusche einfach aus

Oft stört weniger die Lautstärke im Büro sondern das stete unterschwellige Rauschkonzert unterschiedlichster Quellen. Von Tastaturgeklapper über Gespräche bis hin zum Summen der Klimaanlage reicht oft ein kleiner Ton, um die Konzentration zu unterbrechen. Gerade wer an einem wichtigen Projekt arbeitet, ist besonders anfällig für Störungen. Bei uns im Büro haben sich schallisolierende Kopfhörer bewährt. Sie blenden die störenden Lärmquellen aus und der betroffene Mitarbeiter kann fokussiert weiterarbeiten. Für die anderen im Team ist der Kopfhörer gleichzeitig ein deutliches Zeichen, dass hier jemand konzentriert arbeitet und nur bei akuten Problemen gestört werden möchte.

Extra-Tipp:

Wenn Sie extrem aggressiv auf eine verhältnismäßig leise Geräuschkulisse reagieren, ist es Zeit für eine kleine Auszeit. Pausen sind im Arbeitsalltag unerlässlich, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Machen Sie möglichst jede Stunde eine Minipause. Unterbrechen Sie die Arbeit, öffnen Sie ein Fenster und genießen Sie die frische Luft. Oder Sie kochen sich einen Tee oder gehen eine Runde um den Block. Die Bewegung hilft Ihnen, Stress abzubauen und auf andere Gedanken zu kommen. Lesen Sie, wie Sie erholsame Entspannungszeiten einplanen.

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Eine Pause erfrischt Sie wie ein Spaziergang im Park.

Darauf kommt es an

Manchmal verselbstständigt sich die Lautstärke im Büro wenn zum Beispiel Renovierungsarbeiten stattfinden oder ein Kollege Geburtstag feiert. Statt sich darüber aufzuregen, suchen Sie lieber eine konstruktive Lösung. Probieren Sie die Tipps auf und finden Sie Ihren persönlichen Weg zu mehr Ruhe.

Was der Tipp bewirkt

Wenn Sie sich wohl fühlen, arbeiten Sie viel konzentrierter und effizienter. Sie haben den Kopf frei und sind nicht in Ihrer Kreativität gestört.

Und Sie?

Welche Erfahrungen haben Sie mit störender Lautstärke im Büro? Schreiben Sie mir, ich freue mich über Ihre Kommentare.



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