Bloß keine halben Sachen – so erhöhen Sie Ihren Krankenstand!



Wie unterscheiden sich ein französischer, ein englischer und ein deutscher Rentner? Der Franzose steht morgens auf, trinkt seinen Calvados und geht zu seiner Geliebten. Der Engländer steht auf, trinkt seinen Brandy und geht in den Club. Was macht der deutsche Rentner? Er nimmt seine Herztabletten und geht auf Arbeit! Wie Sie sich nachhaltig verrückt machen und schließlich als Nummer in der Statistik zum Krankenstand landen, erfahren Sie hier. Ein Anti-Ratgeber - Vorsicht, der Beitrag kann Spuren von Ironie und Satire enthalten!

Was ist das Problem

Ein hoher Krankenstand ist nicht einfach das Ergebnis äußerer Umstände. Häufig sind Stress und Burn-Out das Ergebnis einer ungesunden Unternehmenskultur. Zu solch einer krankmachenden Kultur können auch Sie beitragen. Die folgenden fünf Tipps werden Ihnen dabei helfen, den Krankenstand kontinuierlich nach oben zu korrigieren!

So funktioniert es

Anti-Ratgeber-Tipp zum Krankenstand Nr. 1: Nutzen Sie die Sitzungen, um parallel möglichst viel abzuarbeiten!

Endlich wieder eine Besprechung! Nun können Sie zeigen, wie beschäftigt und wichtig Sie sind: Also Laptop auf und den E-Mail-Eingang checken. Den Luxus, sich auf eine Sache zu konzentrieren, können Sie sich in Ihrer Position unmöglich gönnen!

Ihre Mitarbeiter werden mitbekommen, wie gestresst sie sind. Sie werden selber jede Minute nutzen, um parallel zu arbeiten! Freuen Sie sich: so erhöhen Sie ganz sicher Ihren Krankenstand!

Anti-Ratgeber-Tipp zum Krankenstand Nr. 2: Nutzen Sie Sitzungspausen bloß nicht, um durchzuatmen!

Nehmen Sie das Handy und telefonieren Sie, was das Zeug hält - am besten so, dass Sie die Pause ein wenig überziehen und zu spät kommen. Mit einem lächelnden: „Das war London! Ich musste noch die Freigabe beauftragen!” haben Sie alle von Ihrer Bedeutsamkeit überzeugt.

Schnell werden auch die anderen Mitarbeiter merken: Pausen sind Alibiveranstaltungen, in denen alles gemacht werden darf, außer Luft zu holen! Bei manchem dauert es zwar länger: aber langfristig landet so auch der Letzte in der Statistik zum Krankenstand.

Extra-Anti-Tipp:

Übrigens: Das Mittagessen – wenn Sie schon unbedingt eins brauchen – lässt sich perfekt vor dem Computer einnehmen. So können Sie wenigsten Facebook, XING und den E-Mail-Eingang im Blick behalten! Magengeschwüre sind Garant für lange Ausfälle und einen hohen Krankenstand!

Anti-Ratgeber-Tipp zum Krankenstand Nr. 3: Perfektionieren Sie Ihre Art, auf Probleme hinzuweisen!

Sie sind Perfektionist! Sie sind der mit dem klaren Verstand! Sie wissen, warum diese Sache nicht klappen kann. Achten Sie bei neuen Ideen auf die blinden Flecken! Geben Sie sich nie mit 80% zufrieden, fordern Sie stets 120%. Zeigen Sie den Dilettanten in Ihrem Team, was sie alles nicht bedacht haben. Seien Sie dagegen!

Konzentrieren Sie sich auf Probleme, so lassen sich Ihre Kolleginnen und Kollegen langfristig demotivieren. Haben Sie Geduld, demotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhen irgendwann ganz sicher den Krankenstand!

Anti-Ratgeber-Tipp zum Krankenstand Nr. 4: Arbeiten Sie möglichst mit unklaren Erwartungen!

Ein guter Mitarbeiter weiß, was zu tun ist, ohne dass man es ihm sagen muss! Der große Vorteil: Geht etwas schief, haben Sie wenigstens einen Sündenbock! Werfen Sie aber unbedingt ein paar Nebelkerzen! Sagen Sie: „Das muss schnell fertig werden!” - nennen Sie aber bloß keinen konkreten Termin. Vermeiden Sie am besten auch konkrete Angaben zum Budget oder zu den Zuständigkeiten.

Schneien Sie dann immer wieder unerwartet ins Büro und fragen Sie: „Herr Müller, wie weit sind Sie mit dem Projekt?” Warten Sie ruhig die Antwort ab, aber sagen dann: „Oh, das muss schneller gehen! Ich dachte, wir wären schon viiiiell weiter!” Noch zwölf Monate und auch dieser Mitarbeiter erhöht den Krankenstand!

Anti-Ratgeber-Tipp zum Krankenstand Nr. 5: Bestrafen Sie Fehler konsequent!

Fehler sind furchtbar. Sie kosten Geld und vor allem Zeit! Aus diesem Grund sollten Sie Fehler bestrafen. Als Maßnahmen eignen sich: Kritisieren Sie den Mitarbeiter im Beisein von anderen Personen! Werden Sie dabei ruhig laut und unsachlich! Machen Sie deutlich, dass es im Umgang mit Fehlern vor allem darum geht, schnell einen Schuldigen zu finden. Stellen Sie sich konsequent als Opfer der Unfähigkeiten anderer da. Mit einem besseren Team würde es auf jedem Fall auch besser laufen. Lassen Sie keinen Zweifel daran, dass Sie für das Chaos keine Verantwortung tragen.

Auch Mangel an Wertschätzung erhöht den Krankenstand!

Darauf kommt es an

Wollen Sie den Krankenstand konstant hochhalten, sollten Sie eine gute Mischung aus Überforderung und Mangel an Wertschätzung finden. Als Chef sind Sie natürlich in einer Position, in denen Ihnen das besser gelingen dürfte. Aber auch als Mitarbeiter und Mitarbeiterin haben Sie ausreichend Möglichkeiten, die Atmosphäre nachhaltig zu vergiften und so zu einem erhöhten Krankenstand beizutragen.

Was der Tipp bewirkt

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die Menschen heute weniger belastbar sind. Zu allen Zeiten gab es Stress und Überforderung. Etwas Großes entsteht nur dort, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen zu einem gemeinsamen Team geformt werden, in dem sich gegenseitig unterstützt und geholfen und an einem gemeinsamen Ziel gearbeitet wird. Die Tipps oben helfen Ihnen, das zu vermeiden. Nur so lässt sich der Krankenstand hoch halten.

Die Mischung aus Überforderung und Mangel an Wertschätzung garantiert einen höheren Krankenstand. Klick um zu Tweeten

Alternativ-Idee

Ein hoher Krankenstand scheint Ihnen langfristig keine gute Idee zu sein? Na dann lesen Sie meinen Beitrag mit dem Titel „Gelassenheit trainieren!”, der in fünf Tagen an dieser Stelle erscheint.



Auf der Suche nach mehr Tipps zum Themenschwerpunkt: Arbeitsplatz? Wir haben die wichtigsten Erfolgsstrategien zum Thema “persönlicher Arbeitsplatz” aufbereitet. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!


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