Die lieben Kollegen: Reden ist Silber, Schweigen kostet Geld



15 % der deutschen Arbeitnehmer sind motiviert – und 15 % haben innerlich gekündigt. Die restlichen 70 % haben eine geringe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber. Im Klartext: Sie machen Dienst nach Vorschrift. Das kostet deutsche Unternehmen jährlich Milliarden. Ein Instrument, um herauszufinden, wie es um die Befindlichkeit unter Kollegen & Co. bei Ihnen besteht, ist die Mitarbeiterbefragung. Denn hier liegen Umsatzpotenziale von enormer Größe.

Meeting mit dem Kollegen
Bei Befragungen der Kollegen und Mitarbeiter benötigen Sie einen schriftlichen oder digitalen Fragebogen.

Setzt Ihr Unternehmen bereits eine Mitarbeiterbefragung ein? Wenn nicht, wird es höchste Zeit. Denn über Ihre Mitarbeiter nicht genug zu wissen, kostet Sie jeden Tag Geld.

Voraussetzungen: Ihre erfolgreiche Mitarbeiterbefragung

Um wirksame Veränderungen in Ihrem Unternehmen durchzusetzen, benötigen Sie Führungsverantwortung sowie den Einbezug der Geschäftsleitung. Gemeinsam müssen Sie die langfristigen Ziele Ihres Unternehmens in den Fokus nehmen – und definieren, wo Optimierungen zu deren Erreichung vorgenommen werden müssen.

So gehen Sie vor

Für die Abfrage der Zufriedenheit unter den Kollegen und Mitarbeitern benötigen Sie auf jeden Fall einen schriftlichen Fragebogen. Dieser Fragebogen wird im stillen Kämmerlein beantwortet und findet anschließend anonym zu Ihnen zurück.

Beachten Sie zur Durchführung die folgenden Punkte:

  • Planen Sie für Ihre Fragen verschiedene Kriterien ein wie Bewertung des Arbeitsumfelds, des Betriebsklimas oder die Entlohnung.
  • Für Ihre Kennzahlen-Planung eigenen sich auch Indikatoren wie Fehlzeiten oder Fluktuationsrate.
  • Lassen Sie nach Möglichkeit die Befragung Ihrer Kollegen durch einen externen Dienstleister durchführen – das stärkt das Vertrauen in diese Maßnahme und führt zu ehrlicheren Antworten.
  • Verwenden Sie immer den gleichen Fragebogen für zukünftige Befragungen – so stellen Sie die Möglichkeit des Vergleichens sicher.

Extra-Tipp 1:

Machen Sie an zentralen Stellen im Unternehmen auf jeden Fall definierte Kennzahlen in visualisierter Form einsehbar. Damit geben Sie Mitarbeitern die Chance, eigenverantwortlich zu beurteilen, welche Verbesserungsbemühungen sinnvoll sind.

Weiterführende Fragen: Erfolg für Ihre Mitarbeiterbefragung

Wenn Ihr unternehmerischer Weg ein klares Ziel hat, können Sie Kollegen und Mitarbeitern dieses Ziel am besten näherbringen – und alle an einem Strang ziehen. Für den eigenen Durchblick sollten Sie sich deshalb die folgenden Fragen ehrlich beantworten – und je mehr Sie davon mit Ja beanworten, desto besser:

    1. Haben Sie die strategische Ausrichtung Ihres Unternehmens klar vor Augen?
    2. Haben Sie aus Ihren Strategien Ziele abgeleitet?
    3. Haben Sie diese Ziele heruntergebrochen – bis auf die Mitarbeiter in den einzelnen Units und Abteilungen?
    4. Hängen diese Ziele am jeweiligen Arbeitsort aus?
    5. Verfügen Sie über definierte Kennzahlen, die an diese Ziele gekoppelt sind?
    6. Messen Sie diese Kennzahlen regelmäßig?
    7. Visualisieren Sie die Messergebnisse – und setzen Sie diese zu den Kennzahlen in Bezug?
    8. Hängen Sie diese Visualisierungen offen einsehbar für alle aus?

Das bringt Ihnen eine Mitarbeiterbefragung

Gute Arbeit im Unternehmen leisten die Mitarbeiter – und dass ihre Motivation und ihr Ehrgeiz ihren Einsatz und damit Ihren Umsatz bestimmen, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Über die Mitarbeiterbefragung bringen Sie in Erfahrung, wie gut Sie diese dafür motivieren können – und das hat viele Vorteile, wie:

  • Sie haben einen direkten Indikator, wie die Stimmung bei den Kollegen in der Firma ist.
  • Sie können mit zuvor durchgeführten Befragungen vergleichen und sehen, ob neu eingeführte Maßnahmen greifen.
  • Sie können Ihre unternehmerische Leistung kontrolliert ausbauen.
  • Sie haben ein zuverlässiges Instrument dafür, den Einsatz Ihrer Mitarbeiter zu „messen”.
  • Sie beugen dem Weggang wertvollen Know-hows vor, das verloren geht, wenn unzufriedene Mitarbeiter Ihr Unternehmen verlassen – und womöglich andere Mitarbeiter dazu noch „inspirieren”.

Extra-Tipp 2:

Zahlreiche Tipps und Tricks, wie Sie die besten Mitarbeiter finden und halten finden Sie hier – darunter z. B. 10 Tipps zum Umgang mit Mitarbeitern oder Mitarbeitermotivation.

Und Sie?

Was hält Sie noch davon ab, eine Mitarbeiterbefragung ins Werk zu setzen? Lassen Sie mich Ihre Gründe wissen – ich bin sicher, dass meine Gegenargumente Sie überzeugen werden. Hinterlassen Sie einen Kommentar – oder schreiben Sie eine E-Mail an blog@büro-kaizen.de.



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