Kollege Kleinkariert: 3 Tipps für mehr Erfolg



In jedem Team gibt es ihn: Herrn Kleinkariert, der bei einer neuen Idee sofort ein „Ja, aber” auf den Lippen hat, für den Fehler brandgefährlich sind und der glaubt, dass einmal geschaffene Standards für alle Zeit so bleiben müssen.

Herr Kleinkariert fühlt sich dem Unternehmenserfolg verpflichtet. Seine ernsthafte, genaue Art kann ein Gewinn für alle sein – wenn er es wagt, seine Perspektive etwas zu verändern. Wie er das erreichen kann, zeige ich Herrn Kleinkariert und gerne auch Ihnen in dem folgenden Beitrag.

Ideen: Kleinkariert bremsen oder munter sprudeln lassen

Wir alle haben einen „Herrn Kleinkariert” in uns. Einen, der jede Idee sofort auf Machbarkeit prüft und allzu schnell verwirft. Einen, der schon Aufwand und Ertrag berechnet, ehe die Idee ganz ausgesprochen ist. Das ist verständlich, denn niemand will Zeit und Mühe in ein Projekt investieren, das sich kurz vor dem Abschluss als unrealisierbar herausstellt.

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Kreativ statt kleinkariert: Ideen sammeln und erst später prüfen.

Doch wenn „Herr Kleinkariert” stets sofort Einspruch erhebt, bremst er unseren Gedankenstrom und verhindert so, dass aus gewagten Ideen großartige Projekte werden.
Deshalb empfehle ich Ihnen eine Kreativmethode, die nach dem genialen Filmemacher Walt Disney benannt wurde. Sie lässt sich allein oder in der Gruppe durchführen. Hier die drei Schritte der Disney-Methode:

  • 1. Ungehemmt träumen: Was wäre, wenn…? Formulieren Sie die Idee, lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf.
  • 2. Kleinkariert kritisieren: Welche Hindernisse sehen Sie? Was spricht gegen die Umsetzung? Hier benennen Sie alle Einwände, die Sie gegen die Idee finden.
  • 3. Realistisch einschätzen: Wo machen Sie Abstriche an der Idee, wo sehen Sie Wege, um die Hindernisse zu überwinden? Hier bringen Sie die Idee und alle Einwände miteinander in Verbindung.

Das Schöne an dieser Methode ist, dass alle Stimmen – die visionäre, die kritische und die realistische – zu Wort kommen.

Die Methode eignet sich, um allein oder im Team Ideen zu sammeln und zu prüfen.

Im Team übernimmt jeder für eine gewisse Zeit eine der drei Positionen. Allein schlüpfen Sie selbst für eine festgelegte Zeit in jeweils eine der drei Rollen.

Lese-Tipp: Mehr interessante und wirksame Kreativmethoden stelle ich Ihnen in diesem Artikel vor: Ich hab da ’ne Idee.

Fehler: Kleinkariert kritisieren oder fröhlich begrüßen

Dem Kollegen Kleinkariert sind Fehler ein Gräuel. Er will sie ausmerzen und die Schuldigen nachdrücklich zur Besserung auffordern. Die Reaktionen sind ernüchternd: Gesenkte Köpfe in Meetings, betretenes Schweigen bei der Frage nach neuen Ideen und allzu oft auch zunehmende Ausfälle wegen Burnout. Alles nur, weil Kollege Kleinkariert die falsche Frage stellt. Anstatt „Wer ist schuldig?” sollte er fragen: „Woran lag es?”

Dann können wir Fehler als Hinweise zur Verbesserung sehen und angstfrei und kreativ damit umgehen. Schauen Sie dazu meinen
Kurz-Film-Tipp: So werden Fehler zu Ihren Freunden.

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Fehlerkultur: Nicht kleinkariert kritisieren, sondern kreativ nutzen.

Lese-Tipp: In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber, warum Perfektionismus Stillstand bedeutet und wie Fehler zu Ihren Freunden werden: Perfektionismus adeLese-Tipp: In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber, warum Perfektionismus Stillstand bedeutet und wie Fehler zu Ihren Freunden werden: Perfektionismus ade

E-Mails: Kleinkariert klicken oder organisiert bearbeiten

Kollege Kleinkariert ist immer auf dem Laufenden. Sobald sein E-Mail-Fach ein „Bling” hören lässt, öffnet er die E-Mail, sichtet sie und nimmt sich sofort der Sache an. Egal, ob es eine kurze Anfrage oder ein längeres Anliegen ist – Kollege Kleinkariert steht sofort bereit. Kein Wunder, dass er sich am Ende des Arbeitstages erschöpft und ausgelaugt fühlt. Die ständigen Unterbrechungen hatten zur Folge, dass er wertvolle Zeit verlor und so hat er trotz aller Anstrengung nur einen Teil seiner Aufgaben erledigt.

Für Herrn Kleinkariert und alle, die ihre E-Mails effizient und effektiv bearbeiten wollen, habe ich drei einfache Tipps und eine leicht umsetzbare Anleitung zum Download:

1. Ablenkung abschalten: Deaktivieren Sie die die Signale Ihres Postfachs, so dass nichts mehr blinkt und klingelt.
2. Zeiten festlegen: Bearbeiten Sie die E-Mails zu festen Zeiten, zum Beispiel: Morgens, vor der Mittagspause, vor dem Feierabend.
3. Bearbeiten statt sichten: Verfahren Sie mit den E-Mails wie folgt:

  • Unwichtiges: Löschen.
  • Fremde Aufgaben: Weiterleiten.
  • Ablage: Sofort archivieren.
  • In höchstens fünf Minuten zu erledigen: Sofort bearbeiten.
  • Alle anderen Mails: Terminieren.

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Effizient statt kleinkariert: E-Mails bearbeiten leicht gemacht. Effizient statt kleinkariert: E-Mails bearbeiten leicht gemacht.

Das ist nur eine kleine Auswahl an Möglichkeiten, die E-Mail-Flut zu bändigen. Mehr dazu erfahren Sie in meinem
Download-Tipp: In meinen gefragten E-Book E-Mail-Stress ade verrate ich Ihnen viele bewährte Tipps, mit denen Sie Ihre E-Mails entspannt bearbeiten. Hier geht’s zum kostenlosen Download.

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Alles andere als kleinkariert: Die besten Tipps zum effizienten Umgang mit E-Mails.

Und Sie?

Wie halten Sie es mit dem Kollegen Kleinkariert? Haben Sie mehr Ideen, um seine Strenge zu mildern? Ich freue mich auf Ihre Nachricht oder Ihren Kommentar.



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