Daten von Ihrem iPhone in die Cloud auslagern

23. Juni 2020

Wenngleich Apple die Speicherkapazität seines Smartphones mit der Zeit immer weiter erhöht hat, müssen Apple-User bis heute mit einer begrenzten Speicherkapazität zurechtkommen. Denn anders als Samsung, erlaubt es Apple seinen Nutzern nicht den internen Speicher mithilfe einer Micro-SD-Karte zu erweitern.

Somit ist nach Erreichen der maximalen Speicherkapazität das Ende der Fahnenstange erreicht, sodass Sie, sofern Sie zusätzlichen Speicherplatz benötigen, zu einer externen Lösung greifen müssen.

Um den Speicher des iPhones zu erweitern eignen, sich unter anderem spezielle Speichersticks, die über einen Lightning Anschluss verfügen und somit mit dem iPhone kompatibel sind.

Zudem lassen sich mithilfe von Adaptern auch handelsübliche USB-Speichersticks mit dem Lightning Anschluss des iPhone verbinden.

Deutlich komfortabler ist dagegen die Nutzung eines Cloud-Dienstes, worüber Sie jederzeit auf abgelegte Daten zugreifen können, von überall wo Sie sich gerade befinden. Das einzige was Sie dafür benötigen ist eine stabile Internetverbindung, was dank günstiger Mobilfunktarife heute jedoch kein Problem mehr darstellt.

Daher möchten wir Ihnen die besten Cloud-Dienste für Ihr iPhone in der Folge einmal ein wenig genauer vorstellen und Ihnen verraten, welcher der verfügbaren Tarife der richtige für Sie ist.

Die besten Cloud-Dienste für das iPhone

Mithilfe von einer Cloud-Lösung können Sie auf wichtige Dokumente, Videos und andere Daten von all Ihren Geräten zugreifen oder Daten von Ihrem iPhone in der Cloud speichern. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass Ihnen auf allen Ihren Geräten zu jeder Zeit dieselben Daten zur Verfügung stehen.

Um auf Daten zuzugreifen oder diese in der Cloud zu speichern können Sie sowohl einen Browser als auch die App des jeweiligen Dienstes auf Ihrem iPhone verwenden, die von den Cloud-Betreibern im App Store von Apple zum Download bereitgestellt werden.

Im App Store von haben Sie die Wahl zwischen mehreren Cloud-Diensten von verschiedenen Anbietern, zu denen neben dem Apple-Konzern selbst auch dessen größter Konkurrent Google gehört, der mit Google Drive ebenfalls einen eigenen Cloud-Dienst ins Rennen schickt.

Die Cloud-Dienste der Anbieter unterscheiden sich dabei sowohl was die Speicherkapazität betrifft, als in Bezug auf die Kosten, die für die Nutzung der Dienste monatlich anfallen.

Deshalb verraten wir Ihnen in unserer folgenden Auflistung der besten iPhone Cloud-Dienste, was Sie bei den Betreibern für Ihr Geld bekommen.
Um Zugriff auf den kostenlosen Speicherplatz der vorgestellten Cloud-Dienste zu bekommen ist bei sämtlichen Anwendern eine Anmeldung erforderlich, nach der Sie den jeweiligen Dienst in der kostenlosen Version nutzen können.

Im Anschluss daran haben Sie dann jederzeit die Möglichkeit Ihren Account auf eines der kostenpflichtigen Abonnements zu erweitern.

iCloud

iCloud nennt sich der iPhone Cloud-Dienst von Apple, welcher der im Oktober 2011 an den Start ging. Mithilfe von iCloud können Sie Daten auf bis zu zehn Geräten Synchronisieren, das gilt zudem auch für Mails, Kontakte oder Kalendereinträge und auch Fotos, Dokumente und Einstellungen können automatisch in der iCloud hochgeladen und von Ihnen auf Ihren Geräten synchronisiert und dort abgerufen werden.

Darüber hinaus werden die erstellten Backups von Ihrem iPhone ebenfalls in der iCloud gespeichert, ebenso wie Multimedia-Inhalte, die Sie zuvor im iTunes Store käuflich erworben haben.

Kostenlos stehen jedem Nutzer 5 GB kostenloser Speicherplatz zur Verfügung, wobei selbst erstellte Fotos und Inhalte, die Sie über Apple erworben haben nicht auf den Speicherplatz angerechnet werden.

Sofern Sie zusätzlichen Speicherplatz benötigen, zahlen Sie bei Apple 0,99 € für 50 GB, 2,99 € für 200 GB oder 9,99 € für 2 TB. Diese Preise gelten innerhalb des gesamten Euro-Raums und somit auch in Österreich und der Schweiz.

Ganz besonders eignet sich die Nutzung der iCloud natürlich für Apple-User, die bereits ein iPhone besitzen und in erster Linie persönliche Daten speichern möchten.

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Die iCloud ist der iPhone Cloud-Dienst von Apple

Google Drive

Google Drive nennt sich der Cloud-Dienst von Apples schärfsten Konkurrenten auf dem Smartphone Markt, der Apple mit seinem Android-Betriebssystem die Vormachtstellung streitig macht. Hierzulande beträgt der Marktanteil von Android sogar rund 78,2 % und daher schickte auch Google im Jahre 2012 einen eigenen Cloud-Dienst ins Rennen.

Hier bekommen Nutzer sogar 15 GB kostenlosen Speicherplatz, während für 100 GB 1,99 €, für 200 GB 2,99 € und für 2 TB, wie bei Apple 9,99 € im Monat fällig werden.

Dabei stellt eine Besonderheit des Dienstes das Teilen und gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten dar, die mithilfe der Google-Programme Docs, Sheets, Slides und

Forms bearbeitet werden können. Die mit Google Drive geteilten Dateien können in der Folge sogar mithilfe von einer Suchmaschine gefunden werden.

Installieren Sie sich zuerst die Google Drive App aus dem App Store auf Ihrem und registrieren Sie sich für den iPhone Cloud-Dienst, um diesen im Anschluss daran von Ihrem Smartphone zu nutzen.

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Google Drive ist Googles Antwort auf die iCloud von Apple

Dropbox

Noch bevor Google oder Apple mit dem Gedanken an die Einführung eigener Cloud-Dienste spielten, wurde im Jahre 2007 der Cloud-Storage-Dienst Dropbox gegründet. Hierbei wird ein Ordner, die Dropbox, im Anschluss an die Anmeldung bei dem Dienst auf Ihrem Gerät erstellt.

Laden Sie sich zunächst die Dropbox App auf Ihrem iPhone herunter und registrieren Sie sich bei dem Dienst, um 2 GB kostenlosen Speicherplatz zu erhalten, den Sie auf drei Geräten nutzen können und bei dem der Datenverkehr für freigegebene Daten auf 20 GB am Tag begrenzt ist.

Zudem bekommen Sie, pro empfohlenen Nutzer in der Folge jeweils 500 MB an zusätzlichem Speicherplatz gutgeschrieben, allerdings maximal 16 GB.

Sofern der Dienst Sie überzeugt, erhalten Sie 2 TB Speicherplatz zum Preis von 11,99 € und für 19,99 € bekommen Sie mit 3 TB den meisten Speicherplatz aller zuvor aufgeführten iPhone Cloud-Dienste.

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Vor Microsoft, Apple und Google erkannte Dropbox 2012 das Potenzial von Cloud-Lösungen.

Microsoft OneDrive

Noch vor Apple und Google erkannte Microsoft im Jahr 2011 die Zeichen der Zeit und brachte mit Microsoft SkyDrive einen eigenen Cloud-Dienst an den Start, der seit Februar 2014 unter dem Namen Microsoft OneDrive betrieben wird.

Auf OneDrive lassen sich Daten hochladen, die sich in der Folge auf anderen Geräten ansehen und bearbeiten lassen. Dabei erfolgt der Zugriff über einen Webbrowser oder auf dem iPhone über die App, die Sie im App Store herunterladen können.

Im Anschluss an die Registrierung bei dem iPhone Cloud-Dienst steht Ihnen 5 GB kostenloser Speicher zur Verfügung, welcher zum Preis von 2 € auf 100 GB erweitert werden kann. 1 TB Speicherplatz erhalten Sie von Microsoft dagegen lediglich bei Abschluss eines Microsoft 365 Single Abonnements, zum Preis von 69 € im Jahr, womit

Sie zudem Zugriff auf sämtliche Microsoft Office Anwendungen, wie Word, Excel, Power Point oder Outlook, haben.

Unternehmen haben, im Gegensatz zu Privatpersonen, bei OneDrive die Möglichkeit, zwei sogenannte OneDrive for Business Pläne zu nutzen. Der erste dieser Pläne kostet dabei 2,20 € pro Benutzer, wobei jeder Nutzer 1 TB Speicherplatz erhält.

Der zweite Plan, für den im Monat 8,40 € anfallen, beinhaltet einen unbegrenzten persönlichen Speicherplatz und eignet sich daher ganz besonders für Mitarbeiter in

Unternehmen, die äußerst viel Speicherplatz benötigen, um von überall und zu jeder Zeit auf ihre Dateien zugreifen zu können. Beachten Sie jedoch, dass die maximale Dateigröße auf 15 GB begrenzt ist.

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Seit 2014 trägt die Cloud-Lösung von Microsoft den Namen OneDrive und bietet Unternehmen attraktive Business-Tarife an.

Fazit

Da Sie ganz offensichtlich nach einer iPhone Cloud-Lösung suchen sollten Sie sich, sofern Sie ein iPhone nutzen, für die Nutzung des Cloud-Dienstes von Apple entscheiden.

Denn die iCloud ist genau auf die Bedürfnisse der iPhone-Usern abgestimmt, was die Bedienung zu einem echten Kinderspiel macht.

Da die Preise der einzelnen Dienste sich zudem stark ähneln, zahlen Sie bei der Nutzung von iCloud auch nicht mehr als bei anderen iPhone Cloud-Diensten. Allerdings bietet Apple seinen Nutzern anstellen eines 100 GB Tarifs, wie Microsoft oder Google, lediglich einen 50 GB Tarif an.

Der Preis für 200 GB (2,99 €) und 2 TB (9,99 €) ist dagegen komplett identisch, während Nutzer von Microsoft OneDrive für 9,99 € mit einem 1 TB auskommen müssen und Dropbox-Nutzer für 2 TB 11,99 € im Monat bezahlen müssen.

Legen Sie ausschließlich Wert auf den kostenlosen Speicherplatz, dann bekommen Sie mit 15 GB bei Google am meisten, während Apple und Microsoft den kostenlosen Speicher auf 5 GB begrenzen.

Dropbox liegt in dieser Hinsicht, mit lediglich 2 GB, an letzter Stelle, allerdings lässt sich dieser Speicherplatz, mithilfe von Empfehlungen, auf bis zu 16 GB steigern, wobei Sie pro Empfehlung 500 MB zusätzlich bekommen.

Deshalb sollten Sie sich als Apple User für die iCloud als iPhone Cloud entscheiden, denn diese Cloud-Lösung wurde von Apple perfekt auf Ihr iPhone abgestimmt.

Zudem können Sie sich bei Bedarf jederzeit dafür entscheiden zusätzlich einen weiteren iPhone Cloud-Dienst, als Ergänzung zu Ihrer iCloud, zu verwenden und sich die jeweilige App von Google, Microsoft oder Dropbox aus dem App-Store herunterladen.

Lediglich Unternehmen, die nach einer Cloud-Lösung für Ihre Mitarbeiter suchen, sollten sich die OneDrive for Business Pläne von Microsoft einmal anschauen. Denn diese sind für Unternehmen deutlich attraktiver, als die verfügbaren iPhone Cloud-Tarife, die sich an Privatpersonen richten.



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