Da stelle mehr uns ma’ janz dumm…! So entstehen Innovationen!



Kennen Sie den Erfinder der Dampfmaschine? Sie glauben, es war James Watt? Oder Sie meinen, es war Thomas Newcomen? Der Erfinder heißt Heron von Alexandria. Er lebte in Griechenland und starb im Jahr 60 n. Christus. Unfassbar, oder? Es dauerte 1700 Jahre, bis die Erfindung sich durchsetzte! Echte Innovationen sind halt mehr als gute Ideen. Echte Innovationen leben von einigen entscheidenden Faktoren. Lesen Sie, welche genau das sind!

Warum Heron von Alexandria sich nicht durchsetzte!

Heron war der Erste, der die Wirkung von Wasserdampf erkannte. Er erfand den Heronsball, eine Maschine, die durch Wasserdampf Bewegung erzeugte.

Doch zu seiner Zeit war das nichts anderes als eine Jahrmarktsattraktion. Warum war das so?  Herons Idee war definitiv neu, doch es gab mindestens zwei Probleme mit seiner Idee: es gab kaum einen konkreten Nutzen und seine Idee fand keine Akzeptanz. Heron lebte in einer Gesellschaft, in der Arbeitskraft fast unbegrenzt vorhanden war. Für jede Aufgabe, bei der es Kraft brauchte, gab es Sklaven in ausreichendem Maße. Sklaven arbeiteten in den Steinbrüchen, öffneten Tempeltore und bewegten Gegenstände über weite Strecken. Wozu sollte ich eine Maschine anschaffen, die gefährlich aussah und in der Dinge geschahen, die sich die Menschen nicht erklären konnten. Und damit sind wir bei dem Akzeptanzproblem. Heron lebte in einer Epoche, in der alles Unsichtbare den Göttern zugeordnet wurde. Wenn Wasserdampf etwas bewegte, war das suspekt. Man betrat den Bereich des Übernatürlichen und da war Vorsicht geboten!

Inzwischen hat sich die Dampfmaschine durchgesetzt! Das geschah zu einem Zeitpunkt, zu dem die Aufklärung dafür sorgte, dass das Unsichtbare nicht mehr magisch war, sondern interessant wurde und in der Arbeitskraft in den Fabriken und Kohlegruben Englands nicht mehr ausreichend vorhanden war. Plötzlich war der Nutzen und die Akzeptanz vorhanden, so dass sich die Innovation durchsetzen konnte. Die Dampfmaschine gilt heute als überholt, aber die Prinzipien von Innovation gelten bis heute.

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Das harte Arbeiten wird belohnt.

Kennzeichen einer echten Innovation sind:

  • Die Idee ist neu
  • Die Idee hat einen konkreten Nutzen
  • Die Idee ist in der Praxis anwendbar
  • Die Idee findet Akzeptanz.

Auch auf unserer Reise ins Silicon-Valley habe ich echte Innovationen gesehen. Das Silicon Valley ist Ort, von dem in den letzten Jahren mehr Innovationen ausgegangen sind, als von jedem anderen Platz dieser Welt. Lassen Sie mich kurz davon erzählen, wie die Kennzeichen von Innovation im Valley funktionieren.

Innovationen müssen neu und überraschend sein

Auf unserer Reise durch das Silicon-Valley überraschte mich vor allem die Leidenschaft für große Ideen. Think Big - diese Einstellung begegnete uns überall. Ich hatte den Eindruck, eine neue Idee muss wenigstens so groß sein, dass dadurch die Welt gerettet wird. Darunter geht es nicht.

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Gruppenbild der letzten Silicon Valley Tour

Das führt dazu, dass Unternehmen Probleme von Kunden vor allem als Chancen begreifen. Jedes Problem, jede Herausforderung vor der wir als Menschen stehen, ist eine Möglichkeit, sich einen neuen Markt zu erschließen, eine Lösung zu finden, die noch niemand hat und beim nächsten ganz großen Ding mit dabei zu sein. Probleme werden konsequent als Nährboden für neue Chancen, Ideen und Innovationen gesehen! Genial! Auf unserer Reise machten wir die Erfahrung, dass jeder Taxifahrer mit einer Startup-Idee im Kopf herumfährt oder zumindest nach der Idee sucht, die ihn sein eigenes Unternehmen schaffen und die Welt verändern helfen wird.

Innovationen lösen die Probleme des Anwenders

Wir müssen in die Schuhe unserer Anwender. Die Gründer, die wir auf unserer Reise getroffen haben, fragen sich: "Wie kann ich etwas besser machen?" oder "Wie kann ich ein Problem lösen!" Diese Kultur, die fragt, was brauchen meine Kunden, hat mich begeistert.

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Da müssen wir rein!

Jede Anwendung, jede App, jedes neue und innovative Produkt braucht ein klares Nutzungsversprechen an die Kundinnen und Kunden. Ist dieses Nutzungsversprechen nicht klar und vielversprechend genug, wird die Idee Schwierigkeiten haben, sich durchzusetzen. Werden aber echte Probleme gelöst, die eine Anwenderin oder ein Anwender haben, wird sich die Idee auf dem Markt wahrscheinlich durchsetzen.

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Innovation bedeutet, Erfindungen in die Praxis umsetzbar zu machen

Echte Innovation kann nur dort entstehen, wo Erfindungen nutzbar gemacht werden. Alle Geschäftsmodelle, die mir im Silicon Valley begegneten gründeten auf eine einfache Idee. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die Idee nun umzusetzen. Die Idee, über das Internet Produkte zu verkaufen, waberte in den Neunzigern weltweit durch die Köpfe, doch es waren die Köpfe von Amazon, die als Erste die Logistik erschufen, um die Ideen erfolgreich umzusetzen. Dabei konzentrierte sich Amazon zunächst auf den Buchmarkt. Alles andere wäre zu groß, zu schwer umzusetzen und zu viel gewesen. Doch genau das war der Schlüssel zum Erfolg der Unternehmen, die wir besucht haben: sie investierten in die Lernerfahrungen, die man macht, wenn man früh mit der Umsetzung startet.

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Früh starten, um aus Fehlern zu lernen.

Starten Sie mit 80 Prozent Lösungen und warten Sie nicht auf 150 Prozent. Die Erfahrungen, die Sie am Anfang machen, sind die Goldnuggets, die es aufzusammeln gibt. Dabei ist das Scheitern von vornherein eingeplant. Scheitern wird als Erfolg gesehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ermutigt, einfach anzupacken, ohne zu lange nachzudenken, was schiefgehen kann. Wenn etwas Nutzen bringt und neu ist, ist es gut, schnell mit der Umsetzung anzufangen. Denn auch wenn zunächst nur kleine Verbesserungen entstehen, so bedeuten diese doch einen Mehrwert für den Kunden und aus den gesammelten Erfahrungen in der Umsetzung wird der entscheidende Vorsprung für die Weiterentwicklung einer Idee. Während der zögerliche Mitbewerber noch nach der 150 Prozent Lösung sucht, machen Sie wertvolle Praxiserfahrungen in der konkreten Umsetzung! Das ist unbezahlbar!

Innovationen brauchen die Akzeptanz der Anwender

Mel Brooks und Woody Allen waren an der Entwicklung unzähliger Drehbücher, Sitcoms und Gags beteiligt. Sie trafen sich regelmäßig mit dem Komiker Sid Caesar, um sich Witze zu erzählen. Sie testeten stundenlang, ob ein Gag funktionieren würde und sortierten alles aus, was nicht witzig war.

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Not funny, Mel!

Eine Innovation ist erst dann gut, wenn sie Akzeptanz bei den Kunden findet. Dabei geht es um Einfachheit: Es braucht wenige aber dafür aber sehr starke Beweise, dass etwas eine wirkliche Verbesserung bedeutet. Diese Akzeptanz entsteht durch einfache Anwendungsbeispiele und ein ganz klares Nutzungsversprechen. Das wird den Erfolg von Sprachassistenten wie Alexa Echo ausmachen: Ich brauche nicht mehr Nachrichten im Internet zu suchen und zu lesen, sondern ich bitte Alexa: "Sag mir die aktuellsten Nachrichten!" und Alexa erzählt mir die 100 Sekunden Tagesschau.

Best Practice

Bei Facebook werden regelmäßige „Hackatons“ veranstaltet. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versammeln sich bei einem "Hackaton" auf dem Campus. Es wird eine Ansprache gehalten. Zur Verpflegung der Mitarbeiter rollen Foodtrucks an. Dann hauen alle bis nachts in die Tasten und programmieren. Die besten „Hacks“ werden dann dem Facebookchef Mark Zuckerberg vorgestellt. Zeit spielt bei all dem keine Rolle. Die Leute arbeiten und programmieren bis spät in die Nacht. Weil es Spaß macht, gemeinsam innovativ zu sein. Das ist jedes Mal ein tolles Event, das den Mitarbeitern Spaß macht und tolle Ergebnisse hervorbringt.

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Facebook - so funktioniert innovation

Darauf kommt es an

Wie wäre es, wenn wir die Zukunft nicht verwalten, sondern kreativ gestalten. Wie wäre es, wenn wir Probleme als Chancen sehen, wenn wir das Spiel verändern, die Herausforderung annehmen und die Zukunft neu denken? Ich bin überzeugt, es ist Gründerzeit - gerade, weil wir in einer Welt voller großer Probleme leben. Unsere Leidenschaft ist es, mit Büro-Kaizen® das Arbeitsleben besser zu machen und dazu beizutragen, dass wir effizienter, gelassener und fokussierter arbeiten! Was ist Ihre Leidenschaft?

Übrigens...
Nach dieser ersten inspirierenden Reise war klar: 2018 gibt es eine Fortsetzung.

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Eindrücke aus der letzten Silicon Valley Tour.

Die Termine für 2018 stehen bereits:
Montag- Sonntag, 23.-29. April 2018 oder Montag-Sonntag, 1.-7. Oktober 2018
Hier können Sie sich ganz unverbindlich für die Reise 2018 vormerken lassen.





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