„Office, übernehmen Sie!“ Wie man ein Inhaltsverzeichnis in Word erstellt



In Microsofts Textverarbeitungsprogramm Word kann man ein Inhaltsverzeichnis auch ganz einfach automatisch erstellen lassen. Dann generiert Word auf Knopfdruck aus all den Überschriften im Dokumententext ein passgenaues Inhaltsverzeichnis – mit bündigem Einzug und passender Nummerierung je nach Gliederungs- und Überschriftenebene sowie der dazugehörigen Seitenzahl.

Gegenüber der manuellen Eingabe hat das automatische Erzeugen des Registers einige zentrale Vorteile: So kann Word beispielsweise die Nummerierungen und Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis auch bei nachträglichen Änderungen im Dokumententext automatisch aktualisieren. Das ist nicht nur für wissenschaftliche Studienarbeiten interessant (z.B. Bachelorarbeit, Masterarbeit, Abschlussarbeit), sondern erspart einem auch im Businessumfeld wertvolle Zeit – und sorgt gleichzeitig für ein stets einheitliches und professionelles Layout.

Das Inhaltsverzeichnis in Word einfach automatisch erstellen lassen! So bleibt das Register auch bei Änderungen immer auf dem aktuellen Stand. Klick um zu Tweeten

Was ist das Problem?

Damit Word ein Inhaltsverzeichnis automatisch erstellen kann, müssen Sie in Ihrem Dokumententext konsequent mit der Formatierungsfunktion „Überschriften“ arbeiten. Denn nur so kann Word eine Überschrift überhaupt erst als solche erkennen und damit auch die verschiedenen Überschriftenebenen für das Inhaltsverzeichnis voneinander unterscheiden. Das heißt, Sie müssen den Überschriften in Ihren einzelnen Kapiteln, Teilkapiteln und Absätzen zunächst immer die jeweils passende Formatierung zuweisen.

  • Überschrift 1: Dies ist die höchste Gliederungsebene und wird beispielsweise für Kapitelüberschriften verwendet (z.B. I., II., III.).
  • Überschrift 2: Dies ist die nächstfolgende Gliederungsebene und wird üblicherweise für Teilkapitel innerhalb eines Kapitels vergeben (z.B. 1.1., 1.2., 1.3.).
  • Überschrift 3: Wenn Sie auch die Teilkapitel in einzelne Abschnitte untergliedern wollen, markieren Sie die entsprechenden Zwischenüberschriften einfach immer mit der nächst kleineren Überschrift (z.B. für 1.1.1., 1.1.2., 1.1.3.).

So funktioniert das Erstellen eines Inhaltsverzeichnisses in Word:

Schritt 1: Den Überschriften die passende Formatierung zuweisen

Das Textverarbeitungsprogramm Word verfügt über zahlreiche Formatvorlagen. Diese können bei Bedarf auch noch optional benutzerdefiniert angepasst werden (z.B. Zeichengröße, Schriftart, Abstand davor und danach, kursiv etc.).

  • Markieren Sie zunächst eine Überschrift mit Ihrem Cursor.
  • Klicken Sie dann im Menüband oben unter der Registerkarte → Start im Bereich → Formatvorlagen auf die jeweils passende Überschriftenebene (Überschrift 1, Überschrift 2 etc.).
  • Klicken Sie notfalls auf das kleine Vergrößerungsfenster unten rechts, damit Ihnen alle Funktionen in dem Bereich Formatvorlagen angezeigt werden.

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Den Überschriften die passende Formatierung zuweisen

Schritt 2: Die Formatvorlagen für die Überschriften individuell ändern

Sollte Ihnen das Layout einer Überschriftenformatvorlage nicht gefallen (z.B. Zeichengröße, Schriftart etc.), klicken Sie die entsprechende Formatvorlage einfach mit einem rechten Mausklick an. Klicken Sie dann in dem sich öffnenden Drop-Down-Menü auf den Menüpunkt → Ändern und geben Sie die entsprechenden Parameter ein.

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Formatvorlagen für die Überschriften individuell ändern

Schritt 3: Wie man das Inhaltsverzeichnis von Word automatisch erzeugen lässt

  • Klicken Sie zunächst an die Stelle in Ihrem Dokument, an der Word das Inhaltsverzeichnis einfügen soll.
  • Wählen Sie dann im Menüband oben die Registerkarte → Referenzen (in älteren Office Versionen den Registerpunkt → Verweise).
  • Öffnen Sie nun ganz links das Drop-Down-Menü neben → Inhaltsverzeichnis und wählen Sie sich eines der in Word vorinstallierten automatischen Verzeichnisse aus. Alternativ können Sie sich unter dem Menüpunkt → Benutzerdefiniertes Inhaltsverzeichnis weiter unten ein eigenes Layout kreieren.

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Wie man das Inhaltsverzeichnis von Word automatisch erzeugen lässt

Extra-Tipp: Abbildungsverzeichnis von Word erstellen lassen

Analog zum Inhaltsverzeichnis kann Word auch ein Abbildungsverzeichnis erstellen. Dann erstellt Ihnen das Office-Programm automatisch ein Register mit all den im Dokument verwendeten Grafiken, Bildern oder auch Tabellen. Das ist besonders in Hinblick auf die Urheberrechtsbestimmungen bei Veröffentlichungen wichtig.

  • Weisen Sie jedem Bild oder Objekt, das Word in dem Abbildungsverzeichnis aufführen soll, eine entsprechende Formatierung zu.
  • Klicken Sie dafür einfach mit einem rechten Mausklick auf das Objekt und wählen Sie in dem sich öffnenden Fenster den Befehl → Beschriftung einfügen.
  • Wenn alle Bilder entsprechend beschriftet wurden, klicken Sie in dem Menüband oben auf die Registerkarte → Referenzen (Verweise) und dann rechts innerhalb des Bereichs → Beschriftungen auf den Menüpunkt → Abbildungsverzeichnis einfügen. Fertig.

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Abbildungsverzeichnis von Word erstellen lassen

Und Sie?

Ohne Inhalt kein Inhaltsverzeichnis – das gilt auch für Word. Mit zahlreichen nützlichen Funktionen erleichtert Microsofts beliebtes Textverarbeitungsprogramm allerdings das Schreiben enorm. Ganz besonders praktisch ist dabei auch das gute Zusammenspiel der gesamten Office-Programmfamilie, bestehend aus Outlook, Excel, PowerPoint, OneNote und Word. So können Sie die Inhalte des einen Programms problemlos auch für ein anderes verwenden.

Als Basis für alle Notizen, Gedanken und Überlegungen sollte dabei jedoch OneNote verwendet werden. Wie vielseitig dieses digitale Notizbuchprogramm ist, erfahren Sie am besten in unseren beiden Blogbeiträgen „OneNote for Business - Warum Sie auf OneNote im Büro nicht verzichten können “ und „Alle OneNote-Tutorials im Überblick “. Eine grundlegende Einführung erhalten Sie auch in unseren beiden Youtube-Videos „OneNote für Einsteiger“ und „OneNote für Fortgeschrittene“.

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