Was würden Sie tun, wenn Sie jeden Tag eine halbe Stunde Zeit geschenkt bekommen würden?



Was würden Sie tun, wenn Sie jeden Tag eine halbe Stunde Zeit geschenkt bekommen würden?

Eine junge Kollegin von mir hat mir vor ein paar Tagen ein Bild weitergeleitet.
Dieses Bild hat mich nicht mehr losgelassen, darauf stand:

Zeit zum glücklich werden

Genau, richtig: Ständig geht es darum toller, besser, leichter, sexier oder fitter zu werden. Doch letztlich wollen wir doch eigentlich alle nur eins: Ein glückliches Leben führen!

Aber warum machen wir das nicht? Ich glaube, dass wir eigentlich alle selbst wissen, was wir tun müssten, um ein glücklicheres Leben zu führen. Doch oft fehlt uns einfach nur die Zeit.

Alle wollen uns leicht, sexy, oder fit machen. Wann kommt mal jemand der uns glücklich macht.

Was würden Sie tun, wenn ich Ihnen von heute an jeden Tag eine halbe Stunde Zeit schenken würde? Überlegen Sie mal. Wie könnten Sie Ihr Leben besser, glücklicher, entspannter, effizienter gestalten?

Aber denken Sie dabei nicht nur an sich, sondern denken Sie auch an Ihre Kollegen, Ihre Familie, das Unternehmen, in dem Sie arbeiten, Ihr soziales Umfeld, …

Schneller weil besser
Denn bei Büro-Kaizen® geht es nicht darum, dass ich einfach früher aus dem Büro renne, pünktlich 5 Minuten vor Arbeitsschluss den Stift fallen lasse, weil ich alles husch-husch gemacht habe und es mir egal ist, wie die Arbeit erledigt wurde. Das fällt am Ende nur wieder auf einen selbst zurück. Damit verärgern Sie die Kollegen und der Chef wird so sicherlich nicht Ihr Freund …
… und glücklich wird man so auf Dauer ganz bestimmt auch nicht.

Aber stellen Sie sich einmal vor: Sie würden jeden Tag eine halbe Stunde Zeit geschenkt bekommen, einfach, weil Sie so genial, toll, besser arbeiten, weil Sie Profi sind, unnütze Arbeitsschritte eliminieren, weil Sie wissen, worauf es wirklich ankommt, weil Sie die Dinge im Griff haben und ständig den Überblick behalten, ohne dabei generalstabsmäßig Ihre Kollegen zu überwachen.

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in einem Team, in dem Sie Ihren Kollegen trauen und vertrauen können. Sie halten sich gegenseitig den Rücken frei und der Chef ist nicht nur genervt und verärgert, weil die Dinge nie rechtzeitig fertig sind, sondern anerkennend überrascht von Ihrer tollen Arbeit, wie Sie Dinge sogar vor der erwarteten Zeit fertig habe oder Sie in Windeseile und ohne Extra-Mühe, aktuelle Zwischenstände durchgeben können …

Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, fragen Sie auch Ihre Freunde, Ihre Familie. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern, Ihrem Partner, den Kollegen und Ihrem Chef: Was würden Sie tun, wenn Sie täglich eine halbe Stunde Zeit geschenkt bekommen würden?

Wie wäre es beispielsweise mit:

  • Einmal die Woche den Kleinen überraschen, sein strahlendes Gesicht sehen, weil ich ihn früher aus der Kita abhole.
  • Die Dinge, die den Chef wirklich interessieren, erledigt haben, lange bevor er’s erwartet.
  • Die Zeit nutzen, für eine Weiterbildung, die mir dabei hilft, meine Karriereleiter weiter nach oben zu steigen.
  • Endlich mal die Ideenliste angehen oder die Website optimieren
  • Oder warum eigentlich nicht die überlastete Kollegin und junge Mutti damit überraschen, dass ich eine ihrer Stressaufgaben einfach übernehme und ihr erledigt überreiche, damit sie einmal nicht aus dem Büro hetzen muss

Als ich meinen Kollegen, der mir schräg gegenüber sitzt, gefragt habe, hat er spontan geantwortet:
Na ist doch klar: Die Welt retten …

Also los: Was würden Sie tun in Ihrer halben Stunde geschenkter Zeit?



14 Kommentare
  • Hallo,

    ich habe einige ihrer Tipps bereits für mich umgesetzt und arbeite daran etwas davon in “meiner” Firma zu etablieren.

    Freue mich jetzt darauf 30 min. zusätzliche Zeit zu “schaffen”.
    Diese werde ich nutzen um mir meine Ziele zu verinnerlichen. Nur dann werde ich sie erreichen!

    Ich habe mir übrigens angewöhnt zusammen mit meiner Frau 30 min früher aufzustehen: In dieser Zeit werden vor der Arbeit Sachen erledigt, auf die ich Abends nie richtig Bock hatten.
    Aufräumen, Akten sortieren,Überweisungen usw. sind jetzt erledigt wenn wir von der Arbeit kommen. Das ist ein echter Feierabend und macht dadurch glücklicher!

  • Ich würde gerne die frei gewonnene 1/2 Stunde zum Schreibtischaufräumen, für die Planung und Priorisierung nutzen. Danach werde ich meditieren und Bilder malen, etwas Kreatives entwickeln.
    Später würde ich die “Löffelliste” erstellen und das Leben danach planen. :-)

  • Wenn ich jeden Tag eine halbe Stunde Zeit geschenkt bekommen würde, dann bitte morgens – ich würde dann einfach länger schlafen (ich bin ein Abendmensch), hach, wäre das herrlich!
    Würde mir die halbe Stunde im Laufe des Tages geschenkt, würde ich sie nutzen, um länger als bisher rauszugehen und die Natur zu genießen. Am liebsten mit einem guten Buch in der Hand auf der Wiese hinter dem Haus. Oder einfach so, mit offenen Sinnen.

  • Mit einer halben Stunde mehr Zeit würde ich jeden Tag meine sozialen Kontakte pflegen. Es tut so gut, sich mit lieben Menschen auszutauschen, zu sprechen und Zeit mit Ihnen zu verbringen. Auch wenn es nur mal der Plausch am Zaun oder das gemeinsame Tässchen Kaffee auf der Terrasse mit einer Nachbarin ist. Das kommt bei mir im Alltag immer viel zu kurz und ich habe oft ein schlechtes Gewissen, weil ich mich bei meinen Freunden oder meiner Mutter, die weiter weg wohnt, schon ein Weilchen nicht mehr gemeldet habe. Oder auch meine früheren Freundinnen, die auch immer zu kurz kommen, obwohl wir uns nach wie vor so gut verstehen.
    Ja, das wäre toll, sich öfters ohne schlechtes Gewissen, weil dann andere Dinge liegen bleiben würden, mit anderen sprechen, telefonieren oder zu treffen. Eine halbe Stunde würde da oft schon reichen.

  • Ich arbeite Vollzeit als Officemanagerin in einem großen Konzern und nebenberuflich als Resilienztrainerin. Früher habe ich auch immer alles hoppla-hopp gemacht und war stolz auf meine Multitasking-Fähigkeiten. Heute mache ich alles mit Gelassenheit und viel Achtsamer. Multitasking gibt es nicht mehr. Feedback meiner Kollegen: Bei dir im Büro ist so eine harmonische Stimmung. Das tut so gut. Und oh Wunder: Ich schaffe sogar mehr als früher, kann fast alles in Ruhe erledigen und sogar meinen (zugegebenenermaßen nun etwas reduzierten) Perfektionsanspruch noch befriedigen. Und ich habe trotzdem jeden Tag mindestens 1/2 (heilige) Stunde, in der ich Dinge tue, die mir wichtig sind oder ich einfach nur bin. Probiert es aus – es ist am Anfang nur eine Entscheidung, die jeder verbindlich für sich trifft und einhält, wie einen Termin für den Chef. Auch wenn es anfangs für das Umfeld gewöhnungsbedürftig ist – das Ergebnis überzeugt auch diese Kritiker. :-)

  • Ich würde die Zeit als “Anti-Stress-Puffer” nutzen um abends mal in Ruhe zu kochen. ;)
    Oder allgemeines “über den Tellerrand schauen” … das kommt im Tagesgeschäft meisten zu kurz.

  • Ich würde nichts oben drauf packen, keine Mails, keine Anrufe, keine Arbeit. Ich würde jeden Tag die halbe Stunde nutzen, um Dinge zu optimieren, um aus der halben Stunde am nächsten Tag 40 Minuten zu machen, am nächsten 50, am nächsten 60, usw.

  • Würde ich 30 Minuten am Tag geschenkt bekommen, könnte ich endlich den langersehnten Schal meiner Schwester zu Ende stricken….
    Oder einfach nur mal ganz gemütlich ne Cola im Liegestuhl auf der Terasse trinken….
    Oder mit meinem Sohn spielen, ohne auf die Uhr schauen zu müssen, weil schon der nächste Tagespunkt ansteht….
    Alles mit mehr Genuss und weniger Hektik!

  • Wenn ich jeden Tag eine halbe Stunde geschenkt bekommen würde, würde ich endlich mal meine Ideenliste angehen! Dafür ist sonst erfahrungsgemäß nie oder viel zu wenig Zeit …

  • Für mich wäre diese halbe Stunde der Puffer, der darüber entscheidet, ob es stressig ist, oder ob ich die Dinge gut und entspannt erledigen kann.

    Ich würde die Zeit nutzen, um den Stress aus dem Arbeitsztag zu nehmen. Oft stürtze ich bisher aus dem Büro, weil ich mal wieder noch schnell … was zu Ende machen wollte.

    Eine halbe Stunde Puffer aber würde es mir erlauben, in Ruhe den Arbeitstag abzuschließen, mich zu sammeln, den nächsten Tag zu planen und dann trotzdem pünktlich loszugehen.

    Wenn ich aber pünktlich los gehe, könnte ich auch auf dem Heimweg über den Markt fahren und frisches Obst für uns einkaufen.

    Oder meinen Jungen in der Kita überraschen, weil ich eine halbe Stunde eher da stehe und wir könnten zusammen auf den Spielplatz oder etwas anderes schönes machen …

    … und das Schönste dabei: Ich wäre nicht gestresst, hätte in offenes Ohr und Zeit, die ich ganz meinem Jungen schenken kann, ohne im Hinterkopf an das, was noch liegengeblieben ist, zu denken.

    Die halbe Stunde würde mir die Chance geben, meine Dinge achtsam und bewusst zu machen …


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