Die Macht der Gewohnheit – und wie Sie ihr ein Schnippchen schlagen können …



Ein deutsches Sprichwort sagt: „Am anhänglichsten sind schlechte Gewohnheiten.” Stimmt. Und genau so sicher gibt es zahlreiche Lebenshilfe-Bücher oder journalistische Artikel, die diesen Aspekt thematisieren. Mit Titeln wie: „Wie Sie unliebsame Gewohnheiten loswerden” oder „15 Tipps, um Gewohnheiten wirklich zu ändern” oder „Das Schwierigste fürs Gehirn: Gewohnheiten ablegen”.

Dabei sind Gewohnheiten etwas sehr Gutes, denn es sind Handlungen, bei denen wir nicht lange überlegen müssen, sie zu tun. Sie laufen automatisch, unbewusst haben. Es gibt sogar ein bestimmtes Hirnareal, die Basalganglien, wo sie gespeichert sind – allerdings sind die kleinen Kerlchen deshalb auch so schwierig wieder abzulegen.

Neue statt alte Gewohnheiten etablieren
Jeder/jede kann schlechte Gewohnheiten loswerden und durch gute ersetzen.

Gewöhnen Sie sich an neue Gewohnheiten

Alte Gewohnheiten werden wir z. B. los, indem wir neue Gewohnheiten etablieren, denn auch diese laufen irgendwann unbewusst und wie automatisch ab und können die alten ersetzen. Auch im Büro haben wir es oft mit einer Reihe schlechter Gewohnheiten zu tun, die wir gerne ablegen möchten, weil sie uns eigentlich schaden.

Deshalb schlage ich Ihnen nun neue Alternativen zu den häufigsten Angewohnheiten im Büro vor – der Trick ist, dass Sie sich den positiven Effekt der neuen zukünftigen Gewohnheit ganz bewusst machen und sie somit direkt als zukünftige „Erfolge” abspeichern.

Der beste Zeitpunkt, schlechte Gewohnheiten abzulegen, ist jetzt. Klick um zu Tweeten

Beispiel 1:

Woche für Woche hinken Sie Ihren To-dos hinterher, weil sie sich immer zu viel vornehmen.
Alternative: Setzen Sie einen funktionierenden Wochenplan auf, mit Prioritäten und gewöhnen Sie sich an, den nächsten Tag schon am Vorabend zu planen. So starten Sie bestens strukturiert in den neuen Tag. Mehr zum Thema Wochenplanung lesen Sie hier.

Beispiel 2:

Von der Flut Ihrer täglichen E-Mails regelmäßig überfordert, bleibt Vieles liegen, unbeantwortet, ungelesen und macht Ihnen ein schlechtes Gewissen.
Alternative: Verarbeiten Sie E-Mails direkt, nicht erst nur sichten. Dabei ist folgende Regel Pflicht: Dauert die Antwort auf eine E-Mail weniger als 5 Minuten – dann tun Sie es direkt. Übrige E-Mails machen Sie zu Aufgaben oder zu Terminen. Der Effekt zeigt sich sofort: ein aufgeräumtes, erledigtes Postfach. Wenn Sie mehr über diese Methode wissen möchten, lesen Sie hier weiter.

Beispiel 3:

Sie schreiben Aufgaben, wichtige Telefonnummern und To-dos auf Post-its und kleben Sie auf den Monitorrand und auf die Schreibtischplatte.
Alternative: Legen Sie ein Sichtbuch an mit wichtigen Telefonnummern, Infos zu Projekten, Zuständigkeiten etc. – das ist übersichtlich, schnell zur Hand und bewahrt Sie vor der unliebsamen Zettelwirtschaft, die Sie nur ablenkt und Sie weniger effizient arbeiten lässt. Wie Sie ein Sichtbuch erstellen, zeige ich Ihnen hier.

Und Sie?

Sie meinen, Ihr innerer Schweinehund lässt sich nicht so einfach überlisten? Bei vielen Menschen hilft es, sich für eine neue Gewohnheit zu belohnen oder eine Checkliste anzulegen, bei der Sie die neuen Gewohnheiten immer wieder abhaken. Probieren Sie es aus – und wenn Sie für mich noch einen Tipp haben, Gewohnheiten loszuwerden: nur zu, ich freue mich auf Ihren Kommentar!





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