Pommes Schranke oder frischer Salat? So geht gesund essen im Büro!



Fleischesser blicken schon längst nicht mehr durch: Vegetarismus, Veganismus, Frutarismus, Ovo-Lacto-Vegetarismus, Clean Eating, Paleo – was soll da bloß der Unterschied sein? Und braucht das irgendwer?

So unterschiedlich diese Ernährungsweisen sind, sind für alle doch zwei Dinge immer wichtig: Essen muss satt machen, und es sollte gut tun, also gesund sein.

Ist ja schön, denken Sie, wenn man den ganzen Tag zu Hause ist, ist das auch kein Problem. Aber was, wenn man den Großteil des Tages im Büro verbringt? Wie kann man da gesund essen?

Was ist das Problem

In Deutschland ist es üblich, dass das Mittagessen die Hauptmahlzeit ist. Doch Sie kennen das aus den meisten Kantinen: nach dem Essen ist man so schlapp, dass man sich am liebsten hinlegen und ein ausgiebiges Nickerchen halten würde.

Natürlich ist das in der Regel nicht möglich, es sei denn, Sie haben ausreichend Liegevorrichtungen im Büro und flexible Arbeitszeiten.

So greifen viele entweder zu dem schweren Mittagessen und kämpfen sich erschlafft durch den restlichen Tag. Oder sie essen ein Butterbrot oder einen Salat am Mittag, sind aber nach acht Stunden Büro zu müde, um sich abends noch etwas Vernünftiges zu kochen. Es muss schnell gehen, und das heißt häufig auf dem Heimweg: Pommes Schranke auf die Hand. Macht satt, aber gesund ist das auf Dauer nicht. Erst am Wochenende, wenn viel Zeit ist und nur wenige Termine diese viele Zeit für sich in Anspruch nehmen, wird mal mit frischen Zutaten ausgiebig gekocht. Vielleicht.

So funktioniert es

Gesund essen ist jedoch im Lauf der letzten Jahre immer wichtiger geworden. Nicht nur für die Menschen privat, sondern auch für die Ernährung in den Unternehmen. Ob bei Besprechungen, in der Kantine oder in der Büroküche gibt es nicht mehr nur die immer gleichfarbigen Soßen auf labberigem Fleisch und Billigkekse aus dem Discounter, sondern auch Salate, Obst und Müsli. Oftmals sogar Essen aus Bioanbau.

Gesund essen mag heute im Trend liegen, doch es ist in erster Linie eins: schlau. Wenn Sie nun wissen möchten, wie Sie auch im Büro gesund essen, habe ich ein paar Tipps für Sie.

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Gesund essen in der Büroküche – mit diesen Tipps ist das möglich.

1. Tipp:

Viel mehr als die fettige Imbissbude ist die Büroküche eigentlich das Synonym für schnelles, ungesundes Essen. Da gibt’s massenweise Kaffee mit H-Milch, manchmal Kekse, häufig Schokoriegel, und mancherorts gibt’s dafür nur Automaten auf dem Flur.

Dabei könnte die Büroküche eine ideale Ergänzung zum konzentrierten, effizienten Arbeiten sein, wenn das Thema „Gesund essen im Büro“ denn dort ankommen würde. Aber wie soll das gehen?

Fangen Sie damit an, dass Sie in Ihrem Unternehmen nicht nur Kaffee und Schokoriegel, sondern auch frisches Obst in der Büroküche anbieten oder täglich einen frischen Salat für alle machen. Wenn Sie darüber hinausgehen wollen, z. B. weil bei Ihnen weit und breit kein Markt, Supermarkt und kein Imbiss in der Nähe ist, können Sie gesunde, gemüsereiche und nicht zu schwere Tiefkühlkost bestellen.

Damit dieses Bestellen aber auch gut und verlässlich funktioniert, könnten Sie mit Kanban-Karten arbeiten. Sie kennen die vielleicht schon von Ihren Büro-Vorräten. Falls nicht, schauen Sie sich mal unsere Vorlage dafür an. Diese Karte lässt sich beliebig ändern, um z. B. auch das Büroessen rechtzeitig wieder aufzufüllen.

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Auch in Kantinen ist es mittlerweile üblich, viel mehr auf gesundes Essen zu achten als früher.

2. Tipp:

Gesund essen im Büro galt lange Jahre als unmöglich, wo es Kantinen gab. Immer dieselbe Pampe auf immer demselben labberigen oder verbrannten Fleisch, dann mal eine trockene Wurst mit bereits kalten Pommes – die Klagen über miserables Kantinenessen können zahllose Ordner füllen.

Immer mehr Kantinen haben deshalb längst umgestellt. Sie bieten jetzt auch vegetarisches Essen an, je nach Anzahl der Vegetarier im Unternehmen täglich ein oder zwei Gerichte oder ein-, zweimal wöchentlich. Auch das vegane Essen hat in die Kantinen Einzug gehalten, nicht nur, weil viele Menschen z. B. gegen Lactose allergisch sind, sondern vielfach auch aus ethischen Gründen.

Gesund essen oder mit schwerem Magen ein Nickerchen im Bürostuhl halten – was ist wohl effizienter? #BüroKaizen Klick um zu Tweeten

Es gibt Kantinen, die vollständig auf Ernährung aus biologischem Landbau umgestellt haben, und es gibt solche, die nicht mehr nur geraspelte, trockene Möhren und ein paar Scheiben blasse Tomaten als trostlosen „Salat“ verkaufen, sondern sich mit ihrer großen frischen Salatbar einen Namen gemacht haben.

Die Auswirkungen in diesen Unternehmen sind meist spürbar, denn dort erwischt man heute niemanden mehr, dem im Bürosessel vor Müdigkeit nach dem Essen der Kopf auf die Brust gesunken ist.

Und damit das so bleibt, können natürlich auch Kantinen vom Kanban-System profitieren. Denn nichts ist schlimmer, als wenn die Kantine alles schön auf gesundes Essen umgestellt hat, und man dann ausgerechnet an dem einen Tag im Monat, an dem es nochmal Currywurst geben soll, feststellt, dass niemand die tolle neue Currysauce nachbestellt hat.

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Müssen es immer Bonbons und andere ungesunde Snacks sein?

3. Tipp:

Wenn Sie in der Büroküche und der Kantine schon das Essen von „irgendwas, Hauptsache macht satt“ auf „gesund essen“ umgestellt haben, dann vergessen Sie Ihre Gäste nicht. Schauen Sie, welche Möglichkeiten Sie haben, auch das Getränke- und Snack-Angebot im Konferenz- und Besprechungsraum an die neue Linie anzupassen.

Anders als noch vor zehn Jahren gibt es heute so viele Alternativen für die herkömmliche, ziemlich ungesunde Ernährung, dass es auch genügend gesunde Alternativen für Besuchersnacks gibt. Und die sind gar nicht mehr staubtrocken und ungenießbar wie früher, sondern sie sind oft sogar deutlich besser als die gewohnten Snacks.

Probieren Sie verschiedene Alternativen aus und überraschen Sie Ihre Gäste damit, dass Sie mal keine belegten Pappbrötchen und Schokoriegel anbieten, sondern süße Fruchtriegel, frisches Obst, gesunde Tees und knackige Körnerbrötchen mit veganem Aufstrich.

Damit alle, die für die Vorbereitung der Gästebewirtung zuständig sind, auch wissen, was sie von nun an besorgen und vorbereiten sollen, können Sie sich gerne hier unsere „Checkliste Besucherbewirtung“ und die „Checkliste Besprechungszimmer-Ausstattung“ herunterladen. Mehr dazu finden Sie auch in meinem Artikel „Wo bleibt der Kaffee? Die perfekte Catering-Planung für Besprechungen und Fortbildungen“.

Darauf kommt es an

Vielleicht denken Sie jetzt: Och nö, das führt echt zu weit. Essen muss satt machen, mehr nicht! Die können froh sein, wenn sie überhaupt was kriegen.

Doch ich frage Sie: Ist das zeitgemäß? Und ist es sinnvoll? Wenn gesund essen im Büro nachweislich zu besserer Gesundheit, zu mehr Konzentrationsfähigkeit und dadurch zu mehr Effizienz und Verlässlichkeit führt?

Ich denke, es ist genauso in Ihrem Sinn oder im Sinn Ihres Unternehmens wie die Anschaffung einer neuen Telefonanlage oder neuer Computer. Alles sind Investitionen, die sich bezahlt machen.

Was der Tipp bewirkt

Wer sich bei der Besprechung drei fette Mettbrötchen gönnt, denkt und macht mit diesem schweren Essen im Magen weniger aktiv mit als hätte er sich mit Obst oder einem Körnerbrötchen mit gesundem Aufstrich einen Snack gegönnt. Selbiges gilt für das Essen in der Büroküche und Kantine.

Bieten Sie aber gesundes Essen an, dann erhöht sich nicht nur – wie ich eben schon schrieb – die Konzentrationsfähigkeit und mit ihr die Effizienz und die Verlässlichkeit. Sie zeigen damit auch allen, ob Angestellten oder Gästen, eine ganz besondere Wertschätzung. Sie sagen damit: Ihr seid mir so wichtig, dass mir auch euer Wohlergehen wichtig ist, nicht nur die Arbeit, die ihr für uns leistet, oder das Geld, das ihr mitbringt.

Diese Wertschätzung ist natürlich nur ein Faktor von vielen, doch sollten Sie ihn nicht unterschätzen. Denn wir alle essen doch gerne, und wir alle essen viel lieber etwas Gutes, das schmeckt und gesund ist als tagtäglich etwas, das nur müde und satt macht und manchmal nicht einmal das.

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Warum nicht z. B. auch die Plastikflaschen gegen wiederverwendbare Glasflaschen austauschen?

Extra-Tipp

Wenn ein Unternehmen so funktioniert wie eine Uhr, dass alle Rädchen perfekt ineinander greifen müssen, um gut zu funktionieren, dann müssen Sie sich unsere Welt genauso vorstellen. Was hat das mit gesund essen im Büro zu tun, fragen Sie sich? Ich sag’s Ihnen:

Gesundes Essen kann nur aus einer gesunden Natur kommen. Wenn wir also das Bürocatering umstellen, dann ist es durchaus gut, sich auch einmal Gedanken darüber zu machen, wo es herkommt, wie es hergestellt wurde und wie es ankommt. Wir verbrauchen heute z. B. so viel unnötiges Plastik, das nur ein einziges Mal als Verpackung herhalten muss und dann weggeworfen wird. Viele trösten sich mit dem Gedanken, dass es ja recycelt wird – aber das wird es häufig gar nicht, sondern einfach nur verbrannt wie Restmüll oder landet in unseren Meeren.

Wenn Sie also im Unternehmen gesünder essen wollen, achten Sie doch auch mal auf die Verpackungen. Muss es wirklich Wasser in Einweg-Plastikflaschen sein oder gehen nicht auch Pfandflaschen aus Glas? Muss das Obst aus dem Supermarkt in Zweier- oder Viererpacks mit Plastik verpackt sein, oder könnte man nicht auch aus dem Korb loser Äpfel etwas nehmen und in einer wiederverwendbaren Tasche statt der Plastiktüte ins Büro tragen?

Und wie wäre es, wenn Sie immer mehr Plastik aus Ihrem Büro verbannen? Gäbe es da auch Möglichkeiten?

Und Sie?

Sie haben gesehen, dass gesund essen im Büro so manches in Sachen Effizienz im Arbeitsalltag beitragen kann. Wie steht es aber um die Effizienz in Ihren Arbeitsbereichen?



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