Mehr Erfolg als Gesprächspartner – „Surfen wir auf derselben Welle?“ –



Auch wenn wir alle ab und zu insgeheim von Meeresrauschen, kühlendem Palmenschatten und tropischen Cocktails, selbstverständlich dekoriert mit bunten Schirmchen, träumen – niemand von uns arbeitet auf einer einsamen Insel. Die Kommunikation mit den unterschiedlichsten Gesprächspartnern, entweder persönlich oder medial vermittelt, bestimmen unseren Arbeits- und Büroalltag. Neben dem faktischen, für den Arbeitsalltag relevanten Gesprächsanteil übermitteln wir zudem während eines Gesprächs immer auch zusätzliche Botschaften, die gerade bei heiklen Fragestellungen über Erfolg oder Nichterfolg entscheiden.

Heute möchte ich Ihnen helfen, Ihre Fähigkeiten als Gesprächspartner zu optimieren, so dass Sie mit Ihrem Gegenüber, sei es persönlich, am Telefon oder virtuell, noch schneller auf derselben Wellenlänge schwimmen. Los geht‘s: Lassen Sie uns über das Sprechen sprechen!

fähigkeiten als Gesprächspartner optimieren
Durch Optimierung Ihrer Fähigkeiten als Gesprächspartner schwimmen si ein zukunft mit Ihrem Gegenüber auf dersleben Wellenlänge.

Von Angesicht zu Angesicht: So werden Sie ein besserer Gesprächspartner im persönlichen Gespräch

Kennen Sie Paul Watzlawick? Der berühmte Kommunikationsforscher prägte einen sehr wichtigen Satz: „Man kann nicht nicht kommunizieren.” Für geschäftliche und auch persönliche Konversationen ist dieser Satz überaus entscheidend – insbesondere, wenn Sie bei Ihrem Gesprächspartner sympathisch wirken und/oder Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung anbieten möchten.

Machen Sie sich daher vor dem Gespräch bewusst, wie Sie Ihrem Gesprächspartner begegnen möchten. Egal ob das beabsichtigte Gespräch erfreulich oder unerfreulich sein wird – in jedem Fall sollten Sie eine offene Haltung einnehmen. Verschränken Sie die Arme nicht vor der Brust. Stehen oder sitzen Sie bequem und legen Sie Ihre Arme auf den Tisch. Suchen Sie Blickkontakt, aber starren Sie Ihren Gesprächspartner nicht an, und lächeln Sie wenn Ihnen danach ist. Bleiben Sie ruhig und gemessen im Ton, versuchen Sie nicht übertrieben kumpelhaft, jovial, streng oder angestrengt lässig zu wirken.

Nur Kommunikation auf gleicher Wellenlänge führt zum Erfolg. Klick um zu Tweeten

So vermitteln Sie Ihrem Gesprächspartner unterbewusst: Ich habe nichts zu verbergen, trete Dir ehrlich und freundlich gegenüber. Du hast nichts zu befürchten. Das anschließende Gespräch wird nach diesen Regeln in den meisten Fällen deutlich ruhiger, angenehmer und somit auch für beide Seiten erfolgreicher verlaufen.

Ihr Lächeln kann man hören: Der gute Gesprächspartner am Telefon

Am Telefon können wir diese einfachen Regeln unserem Gesprächspartner gegenüber nicht einhalten; erfolgreiche Kommunikation gestaltet sich etwas schwieriger: Ohne die nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten über Mimik, Gestik und Augenkontakt lassen sich beispielsweise nicht ganz ernstgemeinte oder ironische Bemerkungen nur schwer oder gar nicht übermitteln. Daher ist es als Gesprächspartner am Telefon umso wichtiger, die positiven Absichten über die Stimme deutlich zu machen.

Mein Praxistipp:

Bringen Sie an Ihrem Telefon einen kleinen Spiegel und einen Zettel an, auf dem steht: „Bitte lächeln! Der Gesprächspartner sieht es nicht, aber er hört es.“ Wenn Sie nun vor dem Anruf oder vor dem Abheben lächeln, überträgt sich die Freundlich- und Herzlichkeit Ihrer Mimik sofort auf Ihre Stimme.

gesprächspartner hört ihr lächeln
Lächeln Sie am Telefon, denn Ihr Gesprächspartner hört das.

Auch Ihre Telefon-Infrastruktur kann Ihre Qualitäten als Gesprächspartner am Telefon entscheidend verbessern: Schaffen Sie für sich und Ihre Mitarbeiter Headsets an, wenn Sie viel telefonieren müssen und gleichzeitig beide Hände zur freien Verfügung brauchen. Niemand macht mit eingeklemmtem Hörer, schiefem Kopf und gepresster Stimme einen besonders guten Eindruck am anderen Ende der Leitung, während er in ungelenker Haltung Tastatur und Maus zu bedienen versucht.

Das geschriebene Wort: Erfolg als Gesprächspartner via E-Mail, Chat und Brief

Anders als bei der persönlichen und fernmündlichen Kommunikation muss Ihr Gesprächspartner bei der schriftlichen Kommunikation völlig ohne mitschwingende Töne auskommen. Aus diesem Grund haben sich für die „unfallfreie“ schriftliche Kommunikation in Briefform die gängigen Umgangsformen (Betreff, Aktenzeichen, in Anlage, Mit freundlichem Gruß usw.) etabliert. Halten Sie sich an diese Formalitäten, können Sie Informationen freundlich und seriös übermitteln.

Etwas anders sieht es bei E-Mails oder Chats aus: Hier meinen auch professionelle Schreiber häufig auf Formatierung, Rechtschreibung und einen sinnvollen Satzzusammenhang verzichten zu können. Der virtuelle Gesprächspartner kann dann nur noch raten und wundert sich nicht selten, was dieses seltsame „CU“ am Ende der Nachricht eigentlich bedeuten mag.

erfolg als gesprächspartner via email
Legen Sie Wert auf eine korrekte Schreibweise und Formatierung bei E-Mails. Dann sind Sie auch digital ein guter Gesprächspartner.

Punkt für Punkt-Liste: So machen Sie Ihren virtuellen Gesprächspartner glücklich

    • Bleiben Sie höflich und korrekt: Nur weil eine Botschaft elektronisch übermittelt wird, heißt das nicht, dass man sich weniger Mühe geben sollte. Statt Abkürzungen wie „MfG” oder „CU” sollten Sie ausgeschriebene Floskeln wie „Mit freundlichen Grüßen” oder „Viele Grüße aus X” verwenden. Auch wenn dies auf den ersten Blick etwas altmodisch erscheint: Sollte Ihre E-Mail bei der Gegenseite „nach oben” weitergeleitet werden, wirken Sie mit einer allzu kumpelhaften Ansprache schnell unseriös. Außerdem erreichen Sie an der anderen Seite der Leitung immer noch einen Menschen und keinen Roboter.
    • Schreiben Sie Ihre elektronischen Briefe kurz, richtig (!) und freundlich. Pro E-Mail sollten Sie sich auf ein Thema beschränken, so dass Ihnen Ihr Gegenüber rasch antworten kann. Wenn Sie fünf Punkte zusammenfassen, bekommen Sie die Antwort auch erst wenn alle Punkte geklärt sind – und das kann manchmal dauern.
    • Eine Ausnahme von diesen Regeln möchte ich Ihnen dennoch gern nennen: Bei sehr kurzen Nachrichten können Sie auch nur die Betreffzeile nutzen: „Kollege Schmitz heute krank, Anrufe werden umgeleitet – EOM”. Das „EOM” steht dabei für „End of Message” und zeigt dem Empfänger an, dass die Mail nicht geöffnet werden muss um zusätzlichen Inhalt zu lesen.
    • Weitere Tipps und Ratschläge finden Sie in meinem Artikel zum Thema E-Mail-Netiquette.

Machen Sie sich selbst zum Kommunikationsgenie!

Bei geschäftlicher Kommunikation wie auch allen anderen Dingen des täglichen Lebens gilt: Systematische Übung macht den Meister. Überlegen Sie in Ihrem Unternehmen selbst, welche kommunikativen Ideen und Regelungen Sie einfließen lassen möchten. Jede Branche und jedes Unternehmen hat seine eigene Sprache – gestalten Sie Ihre aktiv mit und sorgen Sie dafür, dass man Sie intern wie extern immer gut versteht.

Der wichtigste „Trick” der dabei immer zieht: Freundlichkeit und respektvoller Umgang mit dem Gegenüber, egal welches Medium sie gerade nutzen. Konzentrieren Sie sich für die Dauer der Kommunikation zu 100 Prozent auf Ihren Konversationspartner.

Und Sie?

Natürlich bin ich wie immer an Ihren Ideen und Erfahrungen interessiert: Schreiben Sie mir einfach einen kleinen Kommentar mit ihren Gedanken! Ich freue mich auf einen spannenden Dialog!



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