Was jeder Chef zur Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung wissen muss


Es gibt Dinge, von denen im Nachhinein niemand wusste und die man sonst ganz bestimmt besser gemacht hätte. Das kann von Kleinigkeiten bis hin zu wichtigen gesetzlichen Bestimmungen gehen. Die Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung ist so eine Vorgabe, denen Sie unbedingt Beach-tung schenken sollten, bevor Sie und Ihr Team in die Bredouille steuern. Basics und hilfreiche Tipps zum Thema möchte ich heute in meinem Artikel für Sie festhalten.

Was ist das Problem

Plötzlich war das Burnout da, Burnout Symptome hat leider niemand bemerkt. Fakt ist aber, dass Kollegin Scheuer nun für mehrere Wochen ausfällt, völlig unangekündigt für Ihre Kollegen und Vorgesetz-ten. Das ist am Ende bedauerlich für beide Seiten: Sowohl die kranke Kollegin als auch die restliche Belegschaft spüren langfristige Krankenstände deutlich. Hätte man doch bloß früher reagiert und es irgendwie kommen sehen. Oder noch besser: die völlige Erschöpfung komplett vermieden. Ge-nau für solche Fälle hat der Gesetzgeber Arbeitgeber in die Pflicht genommen und um eine Ge-fährdungsbeurteilung psychische Belastung und andere belastende Faktoren gebeten. Bereits seit 2013 ist das Pflicht, die Ausführung aber nicht streng vorgegeben. Das sieht zwar auf den ersten Blick nach freiem Handlungsspielraum aus, bringt für viele Unternehmen aber auch eine riesige Portion Unsicherheit mit sich. Diese Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung muss erstellt werden. Aber wie können Sie das in der Praxis tun? Oder die größten Risikofaktoren gleich von Beginn an ausräumen? Ich habe mir für Sie einige Gedanken gemacht und mich dem Thema genä-hert.

Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung gemeinsame Standards
Die Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung ist ein Gesetz zum Wohle Ihrer Mitarbeiter, nützt am Ende aber auch dem Unternehmen.

So funktioniert es

Sehen wir uns einmal an, was die Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung konkret leisten soll. Sie soll schlichtweg mögliche belastende Zustände aufdecken, die am Ende zu psychischen Belastungen der Mitarbeiter führen könnten. Damit Sie schließlich eben nicht vor dem unerwartet hohen Krankenstand stehen, sondern zum Wohle aller Beteiligten vorgesorgt haben. Psychisch be-lastende Faktoren sollen also möglichst gar nicht erst entstehen. Also habe ich mir die aus meiner Erfahrung größten Gefahrenquellen angesehen und für Sie nach praktischen Lösungen gesucht. Drei Wege, die Ihnen die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung erleichtern und die größten Baustellen gleich eliminieren, folgen nun.

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz schlummern in den kleinsten Dingen! Klick um zu Tweeten

Tipp 1: Konzentrationsphasen verbessern

Kopfschmerzen, Rückenweh und zu den eigentlichen Aufgaben des Tages kaum gekommen, weil Sie den ganzen Tag im Besprechungsraum verbracht haben? Das erfordert enorm viel Konzentrati-on über einen langen Zeitraum. Und genau das ist eine psychisch riesengroße Herausforderung, wenn diese Konzentrationsleistung mehrmals pro Woche abverlangt wird. Sich mehrere Stunden hochkonzentriert zu halten, ist praktisch fast nicht leistbar. Dass die klassischen Besprechungen meist viel zu langatmig sind und am Ende wenig effizient, hatte ich an dieser Stelle schon öfter angesprochen. Im Bereich der Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung wird aber umso deutlicher, dass hier ein enormer Handlungsbedarf vorliegt. Mein Rat ist klar: Verkürzen Sie Ihre Besprechungen auf ein Minimum und vertreiben Sie Ablenkungen wie Handys aus dem Besprechungszimmer. Vielleicht wäre auch eine Besprechung im Stehen etwas für Sie, um die Besprechung kurz und präzise zu halten. Meine Erfahrung zeigt mir, dass wir im Stehen eine ganz andere Dynamik entwickeln und schneller zum gedanklichen Ziel kommen. Mehr dazu habe ich für Sie in meinem Artikel zum Effizienzwunder Besprechung im Stehen zusammengefasst. Mein absoluter Lesetipp für bessere, weil kürzere, Konzentrationsphasen.

Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung gemeinsames Arbeiten
Besprechungen im Stehen sind effizienter: ein wichtiger Punkt für die Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung.

Tipp 2: Fließbandarbeit vermeiden

Es klingt schon frustrierend und ist es für die meisten Menschen auch: Fließbandarbeit. Dabei muss diese gar nicht wortwörtlich genommen werden, auch im Büro wiederholen sich zahlreiche Vorgänge wieder und wieder und wieder. Und manches Mal kann diese Akkordarbeit ohne Unter-brechung regelrecht zur psychischen Belastung werden. Wer eine Gefährdungsbeurteilung psychi-sche Belastung erstellen möchte, sollte sich daher auch diesen Punkt etwas genauer ansehen. Wie ist die Situation in Ihrem Unternehmen? Arbeiten Mitarbeiter mehrere Stunden ununterbrochen am selben Vorgang, üben dieselben Handgriffe aus und geraten in eine frustrierende Dauerschlei-fe? Dann haben Sie jetzt die Chance, diese Situation zu entzerren. Dafür brauchen Sie meist gar keine gravierenden Veränderungen – kleine Pausen und Unterbrechungen sind hier mein Tipp für einen spürbaren Effekt bei kleiner Veränderung.

Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung positives Gefühl
Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung: Schaffen Sie kurze Pausen.

Tipp 3: Verantwortung in Balance bringen

Ein ebenfalls psychisch belastender Punkt kann die Verantwortung im Job sein. Und zwar sowohl zu viel Verantwortung als auch zu wenig. Haben einzelne Mitarbeiter zu viel zu verantworten, kann dies schnell den Leistungsdruck erhöhen und zu einer psychischen Problemlage führen. Dürfen Mitarbeiter hingegen gar nichts selbstständig entscheiden, droht dauerhafte Frustration und die Motivation sinkt ins Bodenlose. Bei jeder Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung sollten Sie auch solche Faktoren berücksichtigen. Wie sind die Hierarchien im Team aufgebaut? Gibt es ge-meinsame Lösungen oder nur von oben nach unten delegierte Aufgaben? Nicht nur gemeinsam zu arbeiten, sondern auch gemeinsam Verantwortung zu tragen, ist enorm wichtig und steigert die Mitarbeiterzufriedenheit. Natürlich ist Verantwortung hierbei nicht die einzige mögliche Maßnah-me. Weitere Tipps für mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz finden Sie hier

Extra-Tipp: Gefährdungsbeurteilung psychische und körperliche Belastung in Einklang brin-gen

Auch körperliche Belastungen können psychisch schwierige Lagen auslösen. Behalten Sie daher immer den Blick für das Ganze und beziehen Sie auch Dinge wie die richtige Ergonomie am Arbeitsplatz mit in Ihre Überlegungen ein.

Was der Tipp bewirkt

Die Tipps bewirken zweierlei: Sie kommen Ihren gesetzlichen Pflichten als Arbeitgeber nach. Aber Sie zeigen auch Wertschätzung Ihren Mitarbeitern gegenüber. Dass sich dies am Ende auch positiv auf das gesamte Arbeitsklima und Ihren Unternehmenserfolg auswirkt, ist längst bekannt. Wenn Sie sich noch intensiver mit diesem Thema beschäftigen möchten, kann ich Ihnen den Ratgeber „Mitarbeitermotivation: Die 33 Rosen“ ans Herz legen, der viele wichtige Informationen dazu bereithält, warum Mitarbeiter im besten Fall immer auch Mit-Unternehmer sein sollten.

Und Sie?

Wie ist Ihr Stand zum Thema Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung? Konnten Ihnen meine Tipps weiterhelfen? Wenn Sie gleich loslegen wollen, nutzen Sie doch gerne meine kostenlose Checkliste für Ihre Abteilung und entdecken Sie die ganz persönlichen Risikofak-toren in Ihrem Unternehmen. Ergänzed empfehle ich Ihnen auch diese kurze Prüfliste zur psychischen Belastung der Unfallkasse des Bun-des, um eine erste persönliche Einschätzung vornehmen zu können.

Geführdungsbeurteilung psychische Belastung wenig Punkte

Fangen Sie gleich mit der Veränderung an, damit möglichst wenige Punkte auf der Gefährungsbe-urteilung psychische Belastung landen.

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