Erfolgsmotor Wirtschaft – So tunen Sie den Motor im eigenen Unternehmen!



Deutschlands Erfolgsmotor sind die mittelständischen Betriebe – sie schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft. Doch es gibt viele Betriebe im Mittelstand, die sich seit Jahren abrackern und trotzdem das Gefühl haben, dass das mit dem Erfolg immer nur auf andere zutrifft. Dass bei ihnen zu viel stagniert. Wie also können Sie den Erfolgsmotor auch im eigenen Betrieb tunen?

Was ist das Problem

Der Alltag lässt in Unternehmen oft gerade genug Zeit, schnell auf Entwicklungen zu reagieren. Für das große Ganze, die Visionen für die Zukunft, ist nur selten Zeit. Und noch seltener kümmert sich jemand um die kleinen Stellschrauben, obwohl gerade die dazu führen könnten, ein Unternehmen deutlich von den anderen (denen es meist ja gar nicht anders geht) abzusetzen.

Diese Zeit sollten Sie sich deshalb unbedingt nehmen, wenn Sie Ihren Erfolgsmotor mal wieder ein bisschen tunen wollen.

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Auch eine Firma auf Erfolgskurs muss sich immer Zeit nehmen, um den Erfolgsmotor zu tunen.

So funktioniert es

Ich habe Ihnen drei grundlegende Stellen herausgesucht, an denen Sie entscheidend schrauben können, um Ihren Erfolgsmotor wieder in Gang zu bringen oder ihn für noch bessere Leistungen zu tunen. Je stärker Sie sich ihnen widmen, desto eher haben Sie Chanchen, sich auf den hart umkämpften Märkten von der Konkurrenz abzusetzen. Und zwar nicht nur heute, sondern nachhaltig.

1. Tipp:

In meinem ersten Tipp geht es um die Arbeitsplatzqualität. Denn der wichtigste Faktor für Ihren Erfolg ist Ihr Team. Von Ihren Angestellten hängt es entscheidend ab, ob Sie der Konkurrenz bald voraus sein werden oder nicht.

Investieren Sie daher in eine hervorragende Arbeitsplatzqualität. Dazu braucht es gar nicht unbedingt Geld, das Sie vielleicht gerade nicht haben – es braucht strategisches Denken und Zeit.

Wie gehen Sie, zum Beispiel, mit Fehlern in Ihrem Unternehmen um? Alltag ist heute immer noch, der Person, bei der der Fehler sichtbar wurde, die Schuld zu geben, sie zurechtzuweisen und mal mehr, mal weniger freundlich unter Druck zu setzen, um zukünftig bessere Arbeit abzuliefern.

Mit einem solchen Handeln schaden Sie sich aber nur selbst, denn negativ motivierte Mitarbeiter arbeiten weniger effizient und seltener fehlerfrei als positiv bestärkte, unterstützte Mitarbeiter, die sich ernst genommen fühlen. Sorgen Sie daher für eine positive Fehlerkultur, die ohne Schuldzuweisungen auskommt und in erster Linie darauf abzielt, die wahren Gründe für die Fehler dauerhaft zu beseitigen. Mehr dazu finden Sie in meinem Artikel „Damit der Choleriker nichts mehr zum Ausflippen hat: 3 Tipps inklusive Bonustipp für eine angstfreie Fehlerkultur“.

Und wann haben Sie Ihren Angestellten zuletzt Zeit für Fortbildungen gegeben? Oder ihnen das Gefühl gegeben, dass eine Fortbildung kein von Ihnen finanzierter vermeintlicher „Urlaub“, sondern etwas für beide Seiten sehr Wünschenswertes und Nützliches ist? Gut informierte und regelmäßig fortgebildete Mitarbeiter sind Garanten für einen stärkeren Erfolgsmotor in jedem Unternehmen. Einige sinnvolle Seminare zu Büro- und Unternehmenserfolg finden Sie zum Beispiel hier und in der tempus.Akademie.

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Motivierte Mitarbeiter arbeiten effizienter.

2. Tipp:

Wussten Sie, dass sich ungefähr 90 Prozent Ihrer Kundschaft niemals beschwert? Sie mögen glauben, dass das an Ihrer prima Arbeit liegt, und vielleicht stimmt das auch. Wahrscheinlicher ist aber, dass diese 90 Prozent sich in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis über Ärgernisse mit Ihrem Unternehmen, Ihren Dienstleistungen und Ihrem Personal auslassen. Möglicherweise sogar im Internet, ohne dass Sie es mitbekommen. So verbreitet sich ein schlechter Ruf, ohne dass Sie die Chance haben, frühzeitig einzugreifen.

Optimieren und standardisieren Sie daher den Umgang mit Reklamationen und Beschwerden. Schulen Sie Ihr Team für den Umgang mit Ihrer Kundschaft und Ihren Zulieferfirmen. Machen Sie es Ihren Kundinnen und Kunden möglichst einfach, sich auch mal negativ über etwas zu äußern. Gehen Sie nicht sofort in Verteidigungsstellung, sondern freuen Sie sich über jede Beschwerde (ja, ich weiß, das klingt im ersten Moment ziemlich merkwürdig). Aber jede Beschwerde zeigt Ihnen aus dem Blickwinkel Ihrer Kundschaft, was bei Ihnen falsch läuft. Sie gibt Ihnen die Chance, Ihr Vorgehen zu optimieren und sich so wieder von der Konkurrenz abzusetzen. Überlegen Sie daher in Ruhe, wie Sie für jede Reklamationen eine nachhaltige Lösung finden und sie in etwas Positives umwandeln können – sowohl für Ihr Unternehmen als auch für Ihre Kundschaft (die ja immer wiederkommen soll).

Ihr #Erfolgsmotor stottert? Ich habe drei Tipps, wie Sie ihn wieder tunen können! #BüroKaizen Klick um zu Tweeten

Kommunizieren Sie mit Ihren Kundinnen und Kunden – bei Beschwerden immer telefonisch oder persönlich. Denn in einem Gespräch lassen sich Missverständnisse und Ärgernisse viel schneller klären als per E-Mail oder Post. Dort kann eine Formulierung ungewollt ruppig oder kaltschnäuzig klingen, selbst wenn Sie das gar nicht so gemeint haben. Und lassen Sie diejenigen, die sich beschwert haben, grundsätzlich mit einem positiven Gefühl gehen – positiv aus deren Sicht. Es genügt nicht, dass Sie glauben, Sie hätten alles getan. Wichtig ist, dass Ihre Kunden das Gefühl haben, dass Sie sich wirklich Mühe gegeben haben, sie zufriedenzustellen oder Ihren Fehler auszubügeln. Nur solche Kunden werden Ihre Kunden bleiben und Sie weiterempfehlen.

Mehr zu diesem Kundenservice finden Sie auch in meinem Artikel „Der Kunde ruft um Hilfe: Die Reklamation als Kommunikationsmittel“.

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Kommunizieren Sie mit Ihrer Kundschaft direkt und persönlich.

3. Tipp:

Der Erfolgsmotor eines Unternehmens hängt aber nicht nur von seinen Angestellten und seinem Umgang mit der Kundschaft ab. Der dritte Grundpfeiler sind die Unternehmensziele. Die werden häufig aus den Augen verloren, weil der Alltag schon so stressig und kräftezehrend ist, dass man das mit der Zukunft lieber noch ein bisschen aufschiebt.

„Doch was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“ – Sie kennen dieses Sprichwort sicher. Es hat bis heute nichts an seiner Relevanz verloren. Denn wer die Unternehmensziele aus dem Auge verliert oder auf veraltete Ziele hinsteuert, darf sich nicht wundern, wenn der Erfolgsmotor dann plötzlich stottert. Die regelmäßige Überprüfung und Neujustierung der Unternehmensziele ist nicht weniger wichtig als das Alltagsgeschäft.

Legen Sie deshalb schon in der Jahresvorbereitung regelmäßige Termine fest, an denen Sie sich den Unternehmenszielen widmen. Und nehmen Sie sich Zeit für die Überprüfung der Ziele – Sind sie noch aktuell? Was war zielführend, was nicht? Wo liegen unsere Stärken? Wie können wir sie ausbauen? Was streben wir an? Weitere Tipps, um diesen Teil Ihres Erfolgsmotors am Laufen zu halten, finden Sie im Artikel „Erfolg oder Triumphzug – 5 effektive Tipps für Ihre Unternehmensziele“ und „Ein Ziel muss vor Augen sein! Wie Prozessvisualisierung bei der Erreichung der Unternehmensziele hilft“.

Darauf kommt es an

Der Alltag in einem Unternehmen ist immer wieder eine große, kräftezehrende Herausforderung. Insbesondere, wenn es das eigene Unternehmen ist und die ganze Verantwortung allein auf Ihren Schultern lastet.

Doch es ist wichtig, dass Sie sich für die oben erwähnten Dinge grundsätzlich Zeit nehmen, sie in Ruhe überdenken und regelmäßig überprüfen und optimieren. Denn Fehler oder Nachlässigkeit in diesen Bereichen führen ja erst dazu, dass der Erfolgsmotor stottert. Wenn Sie wieder durchstarten und Ihre Konkurrenz überholen möchten, dann brauchen Sie dafür Zeit und Ruhe.

Was der Tipp bewirkt

Die drei genannten Stellschrauben – Arbeitsplatzqualität, gutes Beschwerdemanagement, an den Unternehmenszielen dranbleiben – sind drei der am leichtesten übersehenen, aber wichtigsten Grundsteine jedes Unternehmens. Sie sorgen für Effizienz, Verlässlichkeit und dafür, dass Sie sich von der Konkurrenz abheben können. Nur wenn Sie sie regelmäßig überprüfen und optimieren, haben Sie ein nachhaltiges Fundament, das Ihr Unternehmen auch in Krisenzeiten zukunftsfähig macht und Ihren Erfolgsmotor brummen lässt.

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Die Unternehmensziele sollten auch die Angestellten immer im Blick haben.

Extra-Tipp

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter auch eigene Ziele entwickeln – Wo wollen sie hin? Was möchten sie in den kommenden 12 Monaten optimieren? Was möchten sie noch lernen? An welchen Stellschrauben möchten sie selbst gerne drehen können?

Wenn Sie Ihrem Team die Möglichkeit geben, sich regelmäßig eigene Ziele im Unternehmen zu setzen, bringen Sie ihnen nicht nur Vertrauen entgegen. Sie lassen sie damit auch aktiver am Unternehmenserfolg teilhaben und zeigen ihnen, dass Sie sie ernst nehmen und als wichtigste Säule Ihres Unternehmens wertschätzen und unterstützen.

Lesen Sie dazu mehr in „Die Zielvereinbarung: Endlich vorbei mit dem Leipziger Allerlei“, „Einer für alle, alle für einen: Identifikation im Büro“ und „Motivationserhöhung per Einbindung – selbst ist der Mitarbeiter“.

Und Sie?

In jedem Unternehmen sind die Gründe für den stotternden Erfolgsmotor anders gewichtet. Wenn Sie sich unsicher sind, was Ihren Motor wieder ankurbeln und effizienter machen könnte, dann beraten wir Sie gerne. Viele Tipps dazu finden Sie schon in meinen Büchern „Für immer aufgeräumt. Zwanzig Prozent mehr Effizienz im Büro“ und „Für immer aufgeräumt – auch digital. So meistern Sie E-Mail-Flut und Datenchaos“. Aber wir kommen auch gerne in Ihr Unternehmen und beraten Sie ganz individuell.





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