Entrümpeln für zu Hause: so nutzen Sie die besten Office-Strategien auch für Ihr Privates…



„Kommen, wir finden einen Schatz” tituliert Janosch eines seiner berühmtesten Kinderbücher – und auch viele Erwachsene sind dem Traum vom Schatz noch nicht entwachsen. Ob auch Karl Kissner auf Schatzsuche war, wer weiß? Auf jeden Fall fand der Mann aus Ohio beim Entrümpeln über 100 Jahre alte Baseball-Sammelkarten. Und die brachten ihm – Sie werden es nicht glauben – ungefähr 400.000 Euro ein. Oder: Im Jahr 2006 fand ein Rentner ein Bild auf einem Speicher, ein echter Nolde mit einem Wert von über 2 Millionen Euro.

Das zeigt uns doch, wie gewinnbringend entrümpeln und aufräumen sein kann, selbst wenn Sie – so der Normalfall – leider keinen so wertvollen Schatz finden. Aber Sie werden etwas anderes finden: eine gewisse Seelen-Ruhe – in Ordnung und Struktur. Denn meine so oft proklamierte Ordnung der Dinge ohne ständige oder wiederholte Aufräumaktionen funktioniert nicht nur im Büroalltag – sondern genauso gut zu Hause.

Der wichtigste Schritt fürs Entrümpeln als Weg zu dauerhafter Ordnung:

Sie müssen alles entsorgen, was Sie nicht mehr benötigen. Dafür müssen Sie sich bei jedem Gegenstand entscheiden zwischen

    1. Endgültig wegwerfen oder
    2. systematisch ordnen und verstauen.

Mehr Möglichkeiten haben Sie nicht. Stellen Sie dafür Behälter bereit – solche für den Müll sowie Kartons oder Kunststoffboxen. 3 Tipps werden Ihnen dabei sicher helfen, wenn es um Ihren Kleiderschrank, Kartons oder um die Tatsache geht, dass Sie sich grundsätzlich schwer von Dingen trennen können.

Tipp 1 – für alle, die sich nur schwer von Kleidungsstücken trennen können – nach dem Motto „Hilfe, mein Kleider-Schrank quillt über…”

Verpacken Sie Kleidung, die Ihnen nicht mehr gefällt in einen Karton und stellen sie diesen unten in den Schrank. Schauen Sie ein Jahr lang nicht hinein und holen schon gar nichts mehr zum Anziehen wieder heraus, ist alles klar: entsorgen oder verschenken Sie den gesamten Karton. Diese Kleidung werden Sie nicht vermissen.

Tipp 2 – für alle, die zwar wegräumen, aber dann nicht mehr wissen, wo sie was verpackt haben – nach dem Motto „Was war denn da noch mal drin?”

Ob im Keller, Abstellraum oder in Aufbewahrungsmöbeln wie Schränken und Regale: Wenn Sie nicht wissen, was drin ist, nützen die verstauten Dinge Ihnen nicht viel und kosten Sie im schlechtesten Fall enorme Suchzeiten. Wenn Sie nämlich für eine Sache zig Kisten oder Schubladen durchschauen müssen. Deshalb beschriften Sie beim Entrümpeln Kartons, Plastikboxen und Co sorgfältig. Gerne auch mit einem Bild vom Inhalt, wenn Sie visuell veranlagt sind oder Kinder im Haushalt haben, die nicht lesen können.

Zusatz-Tipp: nicht nur oben beschriften, sondern auch an der Seite. So erkennen Sie mit einem Blick den Inhalt, selbst wenn die Kisten gestapelt sind.

Tipp 3 – für alle, die sich schlecht von Dingen trennen können – nach dem Motto „Kann das wirklich weg, das hat mal viel gekostet” oder „Nein, da hängen Erinnerungen dran.”

Ich habe im Laufe meines Arbeitslebens und im Privatleben eine Faustregel entwickelt: Bei Dingen, die wir länger nicht benutzen (max. 3 Jahre), sollten wir uns fragen, ob wir sie verschenken oder wegwerfen können. Eine Alternative hierzu ist im Zuge des Entrümpelns das Wegwerfen auf Probe, das sich im Geschäftsalltag bewährt hat – und das geht so: Packen Sie die Dinge, die Sie eventuell doch noch einmal benötigen, in eine Kiste und beschriften Sie sie mit einem Datum, ab dem die Kiste ungeöffnet entsorgt werden kann. Wie das genau funktioniert, zeige ich Ihnen hier.

Entruempeln mit Juergen Kurz
Jürgen Kurz hilf Ihnen beim Entrümpeln mit seinen Büchern: "Für immer aufgeräumt" und "Für immer aufgeräumt - auch digital"

Es fällt Ihnen trotzdem immer noch schwer, Dinge zu entrümpeln und zu entsorgen? Dann stellen Sie sich jetzt einfach mal die Frage, ob Sie nicht durch Platz für etwas Neues oder mehr Raum für die Familie auch etwas gewinnen? Etwas, das gegenwärtig wertvoll ist? Vielleicht sogar wertvoller als ein Erinnerungsstück. Das soll nicht heißen, dass Sie sich komplett von Erinnerungsstücken trennen wollen, aber fragen Sie sich, wie viel wertvolle Erinnerung ist das – und was bringt mir im Vergleich die Gegenwart?

Ich kann Ihnen nur versprechen: Es ist extrem befreiend, sich auch mal von dem ganzen Ballast zu befreien, der einen umgibt.

Was ist Ihnen beim Entrümpeln überraschend in die Hände gefallen – oder wie haben Sie solche Aktionen erlebt? Befreiend? Erzählen Sie mal …



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