Simple Living – Zu Hause entrümpeln wie im Büro? So geht`s!



Als der Amerikaner Karl Kissner 2012 das Haus seines Großvaters in Ohio entrümpelte, fand er Baseball-Sammelkarten, die über 100 Jahre alt waren. Er verkaufte sie und bekam dafür – Sie werden es nicht glauben – umgerechnet etwa 500.000 Euro!
Nun ist es leider eher unwahrscheinlich, dass Sie beim Entrümpeln zu Hause ebenfalls so einen Schatz finden. Aber ich kann Ihnen versprechen, dass Sie dabei etwas entdecken werden, das Sie auch schon ganz schön glücklich machen kann! Sie kennen das vielleicht auch schon aus dem Büro.

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Entrümpeln Sie Ihr Zuhause genauso wie Sie Ihr Büro von überflüssigem Zeug befreien würden.

In 7 Schritten ist Ihr Zuhause endlich entrümpelt

1. Entrümpeln Sie Ihr Zuhause wie Ihr Büro!

Fangen Sie in ganz kleinen Schritten an, damit Sie sich nicht schon gleich zu Beginn überfordern. Es genügt, wenn die Arbeit Sie schon erschöpft (was aber auch nicht sein muss!). Eine Wohnung zu entrümpeln ist gar keine so leichte Aufgabe. Es hängen meistens Erinnerungen an den Dingen, oder man denkt, man könnte sie doch irgendwann noch einmal brauchen.
Aber genau das ist ein Trugschluss. Wenn Sie zu Hause einen ähnlichen Erfolg erzielen wollen wie beim Aufräumen im Büro, dann müssen Sie sich bei jedem Gegenstand entscheiden zwischen
1. endgültig wegwerfen
oder
2. systematisch ordnen und verstauen. 


2. Holen Sie sich viele Behälter zu Hilfe

Stellen Sie Behälter für Papiermüll, Verpackungs- und Restmüll bereit, aber natürlich auch Kartons oder Kunststoffboxen.

Was weg kann, sollten Sie sofort wegschaffen, damit es aus dem Weg ist.

3. Werfen Sie alles weg, was weg kann

Wir neigen dazu, unendlich viel aufzuheben, denn es könnte ja mal sein … Nur, meistens sind sie noch nach zwanzig Jahren da, und wir haben sie immer noch nicht benutzt. Sind Sie sich nicht sicher, legen Sie alles auf Stapel: kann definitiv weg, kann vielleicht weg, kann gar nicht weg.

4. Packen Sie unbenutzte Sachen weg

Haben Sie Kleidung, die Ihnen nicht mehr gefällt, nicht mehr passt oder die Sie aus unerfindlichen Gründen noch nie getragen haben, dann packen Sie sie in einen Karton. Einzige Ausnahme: festliche Kleidung oder Dinge, die man nur zu bestimmten Anlässen mal trägt.
Dasselbe gilt für Deko, Haushaltsgegenstände, Maschinen und alles andere, das Sie irgendwann einmal gekauft, aber nie benutzt haben. Diese Kartons stellen Sie in einen Schrank, auf den Boden oder in den Keller, wo auch immer Sie Platz dafür haben und die Kisten nicht im Weg oder dauernd in Ihrem Blickfeld stehen.

Ähnlich wie im Büro sollten alle Sachen, die Sie nicht dauernd und sofort brauchen, einen Platz außer finden.

5. Beschriften Sie die Kartons

Für den Fall, dass Sie doch einmal etwas vermissen, das Sie beim Aufräumen in eine dieser Boxen verpackt haben, beschriften Sie sie gut. Am besten beschriften Sie sie direkt auf den Kisten (nicht nur vorne, auch an den Seiten!) und legen sich außerdem ein Excel-Dokument mit den Inhalten an. Wenn Sie visuell veranlagt sind oder Kinder im Haushalt haben, die nicht lesen können, machen Sie Fotos von den Inhalten und kleben sie an die Kartons. So verschwenden Sie später nicht noch ewige Zeit mit Suchen.

6. Die 3-Jahres-Regel

Holen Sie drei Jahre lang nichts aus den Kartons heraus, sollten Sie sich endgültig entscheiden, ob Sie sie verschenken, verkaufen oder wegwerfen.
Eine Alternative hierzu ist das Wegwerfen auf Probe, das sich auch schon im Geschäftsalltag sehr bewährt hat. Dafür packen Sie die Dinge, die Sie eventuell doch noch einmal benötigen, in eine Kiste und beschriften Sie sie mit einem Datum, ab dem Sie die Kiste ungeöffnet entsorgen werden. Dafür müssen Sie sich aber sicher sein, dass da Dinge drin sind, die wirklich weg können.

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7. Spezialtipp: Machen Sie ein Foto davon!

Wenn Sie sich von etwas gar nicht trennen möchten, aber den Platz benötigen, machen Sie doch einfach ein Foto von dem Gegenstand – so können Sie sich noch lange daran erinnern, ohne dass er unnötig Platz wegnimmt.

Aber die ganzen schönen Erinnerungen … schluchz!

Unser Herz hängt manchmal aus teils ganz komischen Gründen an bestimmten Dingen. Dann fällt es besonders schwer sie zu entsorgen. Aber fragen Sie sich doch einmal, ob Sie nicht durch das Wegwerfen auch etwas gewinnen. Zum Beispiel mehr Raum für die Familie. Mehr Platz für etwas, das Ihnen gegenwärtig sehr wertvoll ist. Oder auch sehr viel mehr Freiraum, der Ihnen sicher auch schon im Büro zu mehr Entspannung und Seelenruhe verholfen hat.
Fragen Sie sich: Wie viel wertvolle Erinnerung ist das ganz ehrlich – und was bringt mir im Vergleich die Gegenwart, die neue Leichtigkeit, das Simple Living?

In jedem Fall werden Sie eins entdecken: All das Gerede vom schönen Simple Living, von den Wohnungen, die nicht voll mit Gerümpel stehen – es stimmt. Denn eine entrümpelte, aufgeräumte Wohnung wirkt befreiend, entspannend und lässt mehr Raum zum Atmen und zum Leben.



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