Die neue Arbeitsstelle – Nur nicht nervös werden


Manche Dinge ändern sich scheinbar nie. Zum Beispiel das unsichere Gefühl bei einem Neuanfang. Ob es früher der Start in einer neuen Schule war, der erste Ausbildungstag oder der erste Tag als Student: Man fühlt sich erstmal etwas unsicher und möchte sich so schnell wie möglich orientieren. Man ist froh, Ansprechpartner zu finden und jemanden, der einem hilft, sich zu orientieren.

Auch in einer neuen Arbeitsstelle ist das Gefühl ähnlich: Lampenfieber, Erwartung und ein bisschen Unsicherheit. Man möchte natürlich Fehler vermeiden und alles richtig machen. Studien sagen, dass wir etwa 2,5 Jahre auf einem Arbeitsplatz sind und dann wechseln – intern oder extern. Die folgenden Überlegungen helfen beim Neustart.

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Der erste Tag in einer neuen Arbeitsstelle: Gelegenheit zum Kennenlernen.

Lampenfieber vor einer neuen Arbeitsstelle

Lampenfieber ist ganz normal. Schauspieler haben es, Sänger und die großen Entertainer. Auch Manager und Referenten sind davon betroffen. Und natürlich jeder, der neu an einen Arbeitsplatz kommt; ob er die Abteilung oder gleich die Firma wechselt.

Lampenfieber ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf eine unbekannte Situation; sie half schon unseren Vorfahren beim Überleben: Alle Sinne sind geschärft, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden. Dafür produziert der Körper Adrenalin und Noradrenalin, die wir auch „Stresshormone“ nennen. Sie bewirken, dass der Blutdruck steigt, das Herz schneller schlägt, die Muskeln sich anspannen und die Konzentration hellwach ist.

Lampenfieber fühlt sich oft unangenehm an, doch mit der richtigen Vorbereitung können sie es reduzieren.

Die neue Arbeitsstelle positiv beginnen

Besinnen Sie sich darauf, was Sie in die neue Arbeitsstelle mitbringen: Ihre Qualifikation, Ihre Erfahrung, Ihre Motivation; und Ihren unvoreingenommenen Blick auf die neuen Aufgaben. Davon haben Sie mit Ihrer Bewerbung die Entscheider überzeugt, so dass deren Wahl auf Sie gefallen ist.

Denken Sie auch daran, dass Sie schon andere Neustarts gemeistert haben. Erinnern Sie sich an die, welche am besten gelangen. Und bedenken Sie: Auch hier bleiben Sie nicht ewig „der Neue“.

Gut vorbereitet in die neue Arbeitsstelle

Bereiten Sie sich auf Ihre neue Arbeitsstelle gut vor: Lesen Sie noch einmal die Beschreibung Ihres Arbeitsplatzes, machen Sie sich mit den Materialien und Abläufen der Firma vertraut, soweit sie Ihnen bereits zugänglich sind. Das macht nicht nur einen guten Eindruck bei Chef und Kollegen, sondern gibt vor allem Ihnen persönlich mehr Sicherheit.

Tipp: Hier ein Video zum Thema „erster Eindruck“ und darüber hinaus.

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Der erste Eindruck prägt sich ein – auch in einer neuen Arbeitsstelle.

 

Eine viel diskutierte Frage ist die nach dem Outfit für den ersten Tag. Es kommt natürlich auf die Branche an, in der Sie tätig sind; in einer Werbeagentur gelten andere Regeln als in einer Bank. Falls Sie am Tag des Vorstellungsgesprächs nicht genug Einblick in den Dresscode des Unternehmens erhalten konnten, werfen Sie einen Blick auf die Firmen-Website und hier besonders auf die Seite „Unser Team“ und studieren sie die Mitarbeiterfotos.

Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie am ersten Tag eher zurückhaltend gekleidet sind; also nicht fünf verschiedene Farben, sondern eher eine neutrale Grundfarbe wie Blau oder Schwarz wählen und sie wenigen Farbaktzenten ergänzen. Achten Sie darauf, dass Sie sich wohlfühlen in Ihrem Outfit, denn dann treten Sie automatisch sicherer auf.

Der erste Tag dient im Idealfall dem gegenseitigen Kennenlernen. Planen Sie Ihren Arbeitsweg so, dass Sie fünf bis zehn Minuten vor Arbeitsantritt anwesend sind, ohne sich abzuhetzen.

Tipp: Lesen Sie bei der Gelegenheit noch einmal meine Tipps zum Selbstmanagement: Heute ist mein Tag

Stellen Sie sich so vor, wie es auch Ihre neuen Kollegen tun, oft werden diese ihren Vor- und Zunamen nennen; dann tun Sie das auch. Keine Panik, falls Sie sich nicht gleich alle Namen merken. Gehen Sie davon aus, dass Ihre neuen Kollegen dafür Verständnis aufbringen, denn jeder von ihnen war auch einmal „der Neue“.

Zeigen Sie sich freundlich und interessiert. Falls niemand Sie „unter seine Fittiche nimmt“, fragen Sie direkt, ob Sie sich jemandem anschließen können, um sich einzuarbeiten.

Klatsch und Tratsch sollten Sie aus dem Wege gehen; egal, ob es sich um Ihre neuen oder die früheren Kollegen und Chefs handelt.

Tipp: Wenn Sie von Anfang Ihren Arbeitsplatz in Ordnung halten, finden Sie sich schneller in die neue Arbeit hinein. Das gilt besonders für alle Notizen. Dazu empfehle ich Ihnen meinen Artikel Ich schreibe mir das nur schnell auf mit Tipps für systematische Notizen.

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Die neue Arbeitsstelle ist schon bald ganz vertraut.

 

Und Sie?

Wie sind Ihre Erfahrungen mit einer neuen Arbeitsstelle? Was fanden Sie prima und was haben Sie vermisst? Schreiben Sie mir, ich freue mich darauf.

Übrigens: Mit diesen Tipps erleichtern es Teams ihren neuen Mitgliedern den Einstieg: Perfekt gestartet mit dem Einarbeitungsplan.

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