Datensicherung: Liegt Abrahams Schoß in der Cloud? (Teil 1/2)



Wie bringen Sie größere Mengen Bargeld an einem stürmischen Herbsttag zur Bank? In einem abgeschlossenen Koffer und Ihrem PKW oder in einer offenen Schubkarre quer durch die Stadt, aus der in regelmäßigen Abständen die Banknoten flattern und aus der sich jeder Passant frei bedienen kann?

Was für eine blöde Frage - wenn es um Bargeld geht, weiß jeder wie man damit umgeht. Jedes Unternehmen hortet jedoch ein weit sensibleres Gut, mit dem oft weit sorgloser umgegangen wird: Es geht um die persönlichen Daten der Mitarbeiter, die Kundendaten, kurzum alles, was sich irgendwie speichern und digital verschicken lässt. Wer hier nicht auf modernste Sicherheitskonzepte setzt, ist bezogen auf seine Daten dem Schubkarrenbeispiel aus dem Beitragsanfang viel näher als er es heute wahrhaben möchte.

Dieser Artikel möchte Sie daher für eine nachhaltige und professionelle, wirksame und nach dem Stand der Technik sichere Datensicherung sensibleren. Ihre Daten sind Ihr Kapital, das täglich wächst und Früchte trägt - wenn es gut geschützt wird. Als perfekte Ergänzung empfehle ich Ihnen den Download der Checkliste digitale Welt aus unserem Downloadcenter.

Warum vor der Datensicherung das Sortieren steht

Datensicherung beginnt nicht bei der Auswahl des geeigneten Anbieters eines (teuren!) Sicherungskonzeptes, sondern auf dem eigenen Schreibtisch und den Schreibtischen Ihrer Mitarbeiter. Wo speichern diese Ihre Daten? In Unternehmen, die hierfür keine klaren Regeln aufstellen, ist dies meist der Windows-Desktop, bei Apple auch als Schreibtisch bezeichnet, und die im Rechner verbaute Festplatte. Was hier gespeichert wird, müsste auf jedem Arbeitsplatz einzeln gesichert werden - auch ein Systemadministrator mit acht Armen und drei Köpfen käme hier an seine Grenzen.

Alles eingegebene gehoert zur Datensicherung
Alles, was hier eingegeben wird, gehört zur Datensicherung.

Erste Pflicht ist es daher, die Speicherung aller Daten im Netzwerk und auf einem oder mehreren Servern zu organisieren. Hier kann jeder auf die Daten zugreifen und der Server kann stark gesichert werden; Datensicherungen können täglich oder sogar stündlich erstellt werden. Der erste Schritt zur wirksamen Datensicherung ist daher der saubere Desktop/Schreibtisch - der im Übrigen auch viel besser zu Ihrem nach meinen Tipps aufgeräumten Arbeitsplatz passt.

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Warum Sie Ihre Daten auch auf Hardwareseite sichern müssen

Sie haben einen zentralen Server, auf dem alle Daten gesichert werden? Das ist gut, aber leider nicht ausreichend. Denn was passiert, wenn eingebrochen wird, ein Feuer ausbricht oder eine Überschwemmung den Serverraum trifft? Die Daten sind weg oder müssen sehr teuer wieder hergestellt werden.

Eine mögliche Maßnahme könnte nun sein, den Server in einem Hochsicherheitsraum oder einem Tresor unterzubringen. Dies ist aber sehr teuer. Das Zauberwort heißt daher: Redundanz. Speichern Sie die Daten nicht nur an einem, sondern mehreren Orten. Im Zeitalter des Cloud Computings muss dies nicht auf dem eigenen Betriebsgelände geschehen (hierzu später mehr). Ein zweiter Server, der die Daten in einem anderen Gebäude spiegelt und so die doppelte Datensicherung ermöglicht, kann bereits helfen.

Im zweiten Teil dieses Beitrags zeige ich Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl eines Cloudspeichers achten sollten, warum Sie für die Datensicherung ein Konzept brauchen und warum es bei der Umsetzung auf jeden Einzelnen ankommt.



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