Damit der Choleriker nichts mehr zum Ausflippen hat: 3 Tipps inklusive Bonustipp für eine angstfreie Fehlerkultur



Choleriker als Vorgesetzte sind Gift für Unternehmen. Sie können noch so begabt und klug sein – weil sie bei jeder möglichen oder unmöglichen Gelegenheit ausflippen und jemanden anschreien, etablieren sie schnell eine Angstkultur im Unternehmen.

Doch damit ein Unternehmen gedeiht und dauerhaft am Markt bestehen kann, muss es sich ständig verbessern können. Aber der Umgang mit Fehlern verhindert das oft – egal, ob es Fehler der Angestellten oder des cholerischen Chefs selbst sind. Zu groß ist die Angst der Angestellten, mit Ideen und Vorschlägen nicht nur brüsk abgewiesen, sondern womöglich sogar auf die Straße gesetzt zu werden.

Choleriker können nicht offen reden
Einen Chef, mit dem man offen reden kann – auch über Fehler –, ohne dass der gleich ausflippt. Das wünschen sich viele.

Was ist das Problem

Wenn ein Choleriker im Unternehmen das Sagen hat, dann sind die Angestellten nicht zu beneiden. Aber auch das Unternehmen leidet darunter, dass Angestellte jederzeit Angst vor einem plötzlichen Wutausbruch ihres Vorgesetzten haben müssen. Denn jeder noch so kleine Fehler kann einen solchen Ausbruch hervorrufen. Nichts wird mehr gelöst oder verbessert, sondern nur unter den Teppich gekehrt. Bis am Ende nicht nur die Effizienz im Unternehmen leidet, sondern auch der Ruf und die Bilanzen. Und nicht zuletzt die Gesundheit der Angestellten.

So funktioniert es

Selbst wenn in Ihrem Unternehmen kein Choleriker zu finden ist, kann es an einer sinnvollen Fehlerkultur hapern. Klar, wir alle machen irgendwann einmal Fehler. Die Kunst ist aber, richtig und sinnvoll mit diesen Fehlern umzugehen. Und „richtig“ und „sinnvoll“ heißt: Lösungen zu finden, die Sie alle darin unterstützen, Fehler zu vermeiden oder zumindest aus den Fehlern zu lernen und eine nachhaltige, mitarbeiterfreundliche Arbeitskultur umzusetzen.

1. Tipp: Keine Schuldzuweisungen und Konfrontationen

Der erste Schritt zur Besserung ist, ein altes, schädliches System zu beenden: das der Schuldzuweisung und Konfrontation. Gerade von Cholerikern kennt man das: der erste Gedanke ist „Wer ist schuld?“, und der zweite kann gar nicht mehr zuende gedacht werden, weil der Choleriker schon ausrastet. Dass das noch kein Unternehmen je zum Positiven verändert hat, schon gar nicht in der heutigen Zeit, ist klar.

Wer einen Fehler gemacht hat, weiß das selbst. Es nützt niemandem, dieser Person nun – womöglich vor versammelter Belegschaft – die Schuld zu geben, sie unter Druck zu setzen, ihren Fehler zu beheben. Am allerwenigsten nützt das dem Unternehmen, das sich auf diese Weise nur noch mehr ängstliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heranzieht, die sich nie trauen werden, etwas Neues auszuprobieren. Aus Angst davor, Fehler zu machen und genauso bloßgestellt oder sogar gedemütigt zu werden.

2. Tipp: Trennen Sie das Problem von der Person

An einem Fehler ist selten nur eine einzige Person beteiligt. Häufig haben mehrere Faktoren im Unternehmen versagt, sodass es am Ende zu diesem Fehler kommen konnte. Deshalb ist es wichtig, bei jedem Fehler die Hintergründe herauszufinden und sie von der Person zu trennen, bei der der Fehler auftrat.

Fragen Sie deshalb nicht mehr „Wer ist schuld?“, sondern „Was ist schuld?“ Suchen Sie gemeinsam nach der Ursache, finden Sie heraus, wie es zu diesem Fehler kommen konnte. Wenn Sie das erkannt haben, können Sie die Strukturen und Arbeitsabläufe im Unternehmen entsprechend anpassen, um zukünftige Fehler zu vermeiden.

Choleriker Dasein gemeinsam angehen
Suchen Sie gemeinsam nach den Fehlerursachen und passen Sie dann Strukturen und Abläufe an, um weitere Fehler zu vermeiden.

3. Tipp: Sehen Sie Fehler als wertvolle Hinweise an

Fehler sind für viele stark negativ belegt. Schon in der Kindheit hat es bei Fehlern Strafen gegeben, und in der Schule gab es schlechte Noten dafür. Blaue Briefe, Sitzenbleiben und Schulverweise hingen als drohende Wolke über vielen.

Als Erwachsene haben wir aber die Möglichkeit, dieses alte System so zu verändern, dass wir Fehler nicht mehr als zu bestrafen ansehen.

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Denn Fehler weisen auf Lücken im System hin, auf Schwachstellen, die man stärken sollte, anstatt – wie Choleriker das tun würden – dafür zu strafen. Stattdessen können wir lernen, Fehler als wertvolle Hinweise zu verstehen. Als Hilfestellung, um uns und unser Unternehmen zu verbessern. Um die Arbeitsabläufe, die Kommunikation und die Effizienz zu verbessern, um die Fehlerquote klein zu halten und um die Zufriedenheit aller Beteiligten zu erhöhen. Und nicht zuletzt, um den Angestellten die Angst zu nehmen, die Fehler immer begleitet.

Darauf kommt es an

Wichtig ist, dass Sie eine neue Fehlerkultur im gesamten Unternehmen einführen. Es bringt wenig, wenn Sie in der Geschäftsführung so vorgehen, aber an der Basis herrscht noch immer das alte „Du bist schuld“-System. Geben Sie mit dieser neuen Fehlerkultur allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Chance, ihr Bestes zu geben, ihre Ideen mit einzubringen, offen auf Lücken oder Fehler hinzuweisen. Tipps für Ihre neue Fehlerkultur finden Sie hier in meinem Blog: Praxisbeispiele finden Sie hier (https://www.buero-kaizen.de/auf-dem-weg-zu-einer-neuen-fehlerkultur-praxisbeispiele-wie-sich-fehler-vermeiden-lassen/), Tipps zur Verbesserung der Effizienz hier (https://www.buero-kaizen.de/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-mehr-effizienz-durch-eine-neue-fehlerkultur/) und Tipps für etwas mehr Gelassenheit auch hier (https://www.buero-kaizen.de/gelassenheit-lernen/).

Choleriker stören Stimmung und Effizienz
Eine positive Fehlerkultur sorgt für mehr Effizienz und bessere Stimmung in der Belegschaft.

Was der Tipp bewirkt

Zum einen sorgt eine positive Fehlerkultur für Entspannung in der Belegschaft, denn niemand muss mehr Angst haben, die oder der Nächste zu sein, die von einem Choleriker oder jemand anderem an den Pranger gestellt werden.

Zum anderen aber können Sie auf diese Weise auch von den vielen bislang ungenutzten Talenten und dem Wissen Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren, wenn Sie diese anregen, sich mit Hinweisen und Vorschlägen einzubringen.

Extra-Tipp

Eine solche angstfreie, positive Fehlerkultur einzuführen, wird wahrscheinlich nicht von einer Sekunde auf die andere reibungslos klappen. Zu sehr sind die Schuldzuweisungen und schlechten Noten in uns verankert.

Was können Sie tun, wenn es Rückschläge gibt? Weitermachen! Haben Sie keine Angst vor der Umsetzung, keine Angst, neue Fehler zu begehen.

Solange Sie Fehler als wichtige Hinweise auf Schwachstellen ansehen statt als Hindernisse, solange Sie gemeinsam mit allen Beteiligten nach den Gründen suchen, und solange Sie konsequent auf Schuldzuweisungen verzichten, haben Sie sehr gute Chancen, auch auf diese Weise die Effizienz in Ihrem Unternehmen auf positive Weise zu erhöhen.

So machen wir das übrigens auch sehr erfolgreich in unseren Beratungen (https://www.buero-kaizen.de/leistungen/beratung/). Wir unterstützen die Firmen dabei, sich von den alten Vorgehensweisen wegzubewegen. Dann fragen wir uns, wie die Arbeitsprozesse und Tätigkeiten im Idealfall ablaufen sollten und erarbeiten schließlich gemeinsam individuelle, praxisorientierte Strategien zur Umsetzung.

Choleriker müssen ebenfalls Teamfähigkeit lernen
Zusammenhalten, auf Schuldzuweisungen verzichten, gemeinsam an den Fehlern arbeiten: und schon haben Choleriker keine Chance mehr.

Und Sie?

Fehler entstehen oft aus unsicheren, lückenhaften Systemen heraus, die niemand im Detail überblickt. Um einen guten Durchblick im Büro zu bekommen, hilft es, einmal gründlich aufzuräumen und die neuen Wege dauerhaft weiter zu beschreiten. Schauen Sie doch mal in unser Download-Center (https://www.buero-kaizen.de/download-center/)- hinein.





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