Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Burnout vermeiden mit 3 bewährten Tricks



Burnout – die totale körperliche, geistige und emotionale Erschöpfung - hat schon fast den Charakter einer „Volkskrankheit“. Jährlich erkranken 2,6 Millionen Deutsche an einem oder mehreren der 130 Burnout-Symptome. Zu den Auslösern im Arbeitsumfeld zählen zum Beispiel Überforderung, mangelnde Anerkennung und fehlende Gestaltungsmöglichkeiten. Ich habe mich diesem wichtigen Thema schon öfter zuwandt, zum Beispiel in diesem Artikel: Erste Anzeichen für Burnout: Den Schwelbrand rechtzeitig löschen.

Denn immer wieder stellen Unternehmer und Mitarbeiter sich die Frage: Lässt sich Burnout überhaupt vermeiden? Die Erfahrung in unserem Unternehmen und die Entwicklung bei meinen Kunden zeigt: Ja, das ist auf jeden Fall möglich. Dazu gehören einerseits Änderungen, die ich als Unternehmer veranlasse, andererseits kann auch der Einzelne viel tun, um Burnout zu vermeiden. Ich zeige Ihnen heute 4 bewährte Möglichkeiten, wie Sie Burnout vermeiden können.

1. Ein aufgeräumter Schreibtisch: Wie Sie mit einfachen Ordnungstricks ein Burnout vermeiden

Keiner hat Zeit zum Aufräumen, doch alle haben Zeit zum Suchen. Diesen Eindruck kann man leicht gewinnen, doch das stimmt so nicht: Denn Suchzeiten gehören zu den häufigsten Effizienzkillern und damit zu den Stressfaktoren im täglichen Arbeitsablauf.

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Ein dauerhaft aufgeräumter Schreibtisch hilft beim Burnout vermeiden. In diesem Video zeige ich, worauf es ankommt.

Räumen Sie deshalb als Erstes Ihren Schreibtisch auf. Sie werden staunen, um wie viel effizienter und entspannter Sie Ihre tägliche Arbeit erledigen. Und so geht’s:

2. Schluss mit Stapeln von Post: Wie Sie mit einer einfachen Posteingangsschale Burnout vermeiden

Wenn sich auf Ihrem Schreibtisch die Ablageschalen stapeln, ist es Zeit, Ihre Eingangspost neu zu organisieren:

1. Arbeiten Sie mit nur einer Posteingangsschale. Ein Namensschild zeigt Ihren Kollegen: Hier ist die Schnittstelle für alles, was hereinkommt.

2. Leeren Sie täglich Ihre Posteingangsschale:

  • Was Sie nicht benötigen: Wegwerfen.
  • Was Sie nicht bearbeiten: Weiterleiten.
  • Was in die Ablage gehört: Ablegen.
  • Was Sie innerhalb von fünf Minuten erledigen können: Erledigen.
  • Alle anderen Unterlagen: Terminieren und in die Wiedervorlage legen.

Das war's schon. Ich kann Ihnen jetzt viel darüber erzählen, wie praktisch dieses vielfach erprobte Vorgehen ist. Stattdessen empfehle ich Ihnen: Probieren Sie es einfach aus. Sie werden schnell merken, dass der Stress, den die Stapel von Ablageschalen verursachten, sich aufgelöst hat.

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Burnout vermeiden: Den Posteingang mit nur einer Schale organisieren.

Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag Einfach in Schale werfen. Hier gebe ich Ihnen 6 einfache Tipps, wie Sie die Posteingangsschale intelligent nutzen.

Tipp: Wie Sie eine Wiedervorlage einrichten und führen, beschreibe ich Ihnen in meinem Beitrag Wiedervorlage sei Dank. Mit diesen Tipps behalten Sie künftig garantiert den Überblick und können aktiv einem Burnout vorbeugen.

3. Zettelwirtschaft abschaffen, Burnout vermeiden

Was hat Burnout vermeiden mit Zettelwirtschaft zu tun? Ganz einfach: Die hastig auf Post-its notierten Termine, Telefonnummern und To-dos sind ein Stressfaktor. Ständige Angst ist ihr Begleiter: Habe ich irgendwas vergessen? Wo habe ich nur diese eine wichtige Notiz? Davon abgesehen bietet die Post-it-Sammlung am Monitor oder auf der Schreibtischunterlage nicht gerade ein Bild der Ruhe und Ordnung.

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Burnout vermeiden: Notizen nicht systemlos anheften, sondern clever organisieren.

Es ist gar nicht schwer, Ihre Notizen zu verwalten. Ich schlage Ihnen dafür vier Möglichkeiten vor.

1. Microsoft Office Outlook: Nutzen Sie die Notizfunktion von Outlook. Sie ermöglicht es Ihnen, einfachen Text sowie Links aus dem Internet abzuspeichern. Auch bei den Aufgaben ist eine Notizfunktion enthalten. Praktisch, wenn Sie aktiver Nutzer von Outlook sind.

2. OneNote: Dieses kostenlose Tool von Microsoft Windows nimmt Ihre Notizen auf, dazu Bilder und Screenshots. Sogar Sprachnotizen können Sie eingeben und speichern.
Auf diese Notizen können Sie von jedem mobilen Gerät aus zugreifen. Oder sie mit anderen Nutzern teilen.

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Burnout mit einem OneNote-Notizbuch vermeiden: So geht’s.

3. Kurznotizen auf Ihrem Desktop: Die kleinen Schreibflächen auf dem Desktop sehen aus wie Post-its, nur haben sie natürlich keine Klebefläche. Wenn Sie Windows 10 nutzen, drücken Sie die Windows-Taste. Geben Sie in die Suchfunktion „Sticky Notes“ ein. Sofort erscheint auf der Taskleiste ein kleines gelbes Symbol. Wenn Sie es anklicken, haben Sie die Fläche für Ihre Notizen. Sie können die Schreibfläche vergrößern. Ein Klick auf das Papierkorb-Symbol löscht die Notizen.

Für einen zusätzlichen Notizzettel legen Sie einfach ein weiteres Sticky Note an.

Tipp: Als Nutzer von Windows Vista, Windows 7 oder 8 gehen Sie so vor wie in meinem Artikel Kurznotizen – Notizen ohne Haftung beschrieben.

4. Die bewährten Notizen mit Stift und Zettel sind natürlich nun nicht passé. Mein Tipp lautet: Arbeiten Sie mit einem Ideen-Ordner. Sammeln Sie an diesem Platz alle Notizen, Zeitungsausschnitte und sonstiges Material, das sich bestimmten Ideen zuordnen lässt. Ordnen Sie handschriftliche Notizen zeitnah hier ein.

Tipp: Lesen Sie in meinem Artikel, wie Sie mit dem Ideen-Ordner Ihre Einfälle sichern.

Effizienzkiller killen - mit weiteren kostenlosen Tipps

Sie sehen, es sind oft nur kleine Veränderungen, die aber wirksam Burnout vermeiden können. In diesem Artikel habe ich Ihnen nur einige Anregungen gegeben. Es gibt jedoch noch viel mehr Möglichkeiten, wie Sie effizient und entspannt arbeiten können, ohne dass ein Burnout Sie bedroht.

Weiter unten finden Sie weitere Artikel, die Ihnen zeigen, wie Sie Ihr Zeitmanagement verbessern können, die Ablenkungen durch E-Mails eindämmen oder sich wiederkehrende Abläufe mit Checklisten erleichtern.

Darüber hinaus empfehle ich Ihnen meinen kostenlosen 12-teiligen E-Mail-Kurs Endlich frei. Melden Sie sich gleich an und profitieren Sie von 12 Strategien, mit denen Sie erfolgreich und gelassen arbeiten.

Und Sie?

Mit welchen Strategien schaffen Sie es, Burnout zu vermeiden? Was hat sich für Sie besonders bewährt? Schreiben Sie mir oder hinterlassen Sie einen Kommentar unter diesem Artikel, ich freue mich darauf.

Zum Weiterlesen:

  • Mehr zum Thema Burnout-Symptome und wie Sie Burnout rechtzeitig stoppen: Burnout Symptome: Was tun, bevor Sie krank machen?
  • Ablenkungen gehören zu den größten Effizienzkillern. Lesen Sie hier, wie Sie sich wirksam schützen: Achtung, Kurzschluss! So schützen Profis ihr Arbeitsgedächtnis vor Ablenkung
  • Mach mal Pause! Warum dieser Rat so nützlich ist, lesen Sie hier: Morgens halb 10 in Deutschland - Mit Pausen bleiben Sie konzentriert




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