Klassische Burnout Anzeichen: Diese drei kennen gegen das Ausbrennen


Fast schon zum Modewort verkommen, stellt ein Burnout nach wie vor eine ernste Bedrohung für die körperliche und psychische Gesundheit dar. Dabei werden die Burnout Anzeichen oft mit Stresssymptomen verwechselt und nicht rechtzeitig erkannt. Drei ganz typische Anzeichen sind davon besonders betroffen.

Was ist das Problem

Burnout ist so weitverbreitet, dass es oft schon belächelt wird. Dabei käme niemand auf die Idee, die Krankheit eines Diabetikers runterzuspielen, nur weil die Anzahl der Menschen mit Diabetes Jahr für Jahr ansteigt. Burnout, das wahrhaftige Ausgebranntsein, gehört zu den Stiefkindern der Erkrankungen. Dabei ist es psychisch enorm belastend und kann auch körperliche Symptome auslösen. Gerade unter Menschen mit Bürojobs ist Burnout auf dem Vormarsch. Höchste Zeit also, dass wir die bekanntesten Burnout Anzeichen kennen, um nicht völlig unbemerkt auszubrennen. Aber auch, dass wir andere Auslöser möglichst im Keim ersticken.

So funktioniert es

Burnout reicht von kleinen bis massiven Anzeichen. Gerade erstere sind dabei oft die gefährlichen, weil sie so leicht übersehen werden können. Drei Klassiker der Burnout Anzeichen, die im Alltag leider viel zu oft nicht erkannt werden, möchte ich Ihnen gerne vorstellen.

Burnout Anzeichen Nr. 1: chronische Müdigkeit

Nein, ich spreche hier nicht von der gelegentlichen Antriebslosigkeit am Montagmorgen. Und auch nicht von der manchmal nachlassenden Leistungsfähigkeit, wenn es in großen Schritten aufs Wochenende zugeht. Eine chronische Müdigkeit ist weit mehr als das. Wenn Sie selbst nach drei Stunden im Büro noch nicht den Einstieg geschafft haben, weil sie schlichtweg nur müde und erschöpft sind, kann das an einer schlechten Nacht liegen. Tritt dieses Phänomen aber häufiger, an mehreren Tagen oder gar Wochen hintereinander auf, sollten Sie wachsam werden. Zwar muss nicht jede Form der chronischen Erschöpfung und dauerhaften Müdigkeit auf einen Burnout hinweisen – auch ein Nährstoffmangel kommt zum Beispiel durchaus in Betracht – aber es ist eben auch nicht auszuschließen, dass Sie in diesem Fall ein erstes leises Burnout Anzeichen bemerken. In der Praxis stelle ich immer wieder fest, dass dauerhafte Erschöpfung eine Art Aufschrei des Körpers gegen unangenehme Zustände ist. Möglicherweise liegt die Ursache hier aber auch woanders? Vielleicht ganz simpel in der Struktur Ihres Arbeitsplatzes? Fortwährendes Chaos kann irgendwann zur Resignation führen, dieses ohnehin nicht mehr in den Griff zu bekommen. Und aus dieser anfänglichen Resignation folgt schließlich die dauerhafte Müdigkeit. Ein erster Kniff wäre es hier, eine hilfreiche Struktur zu schaffen, die Ihnen aus der Müdigkeit heraus und in die Aktivität hinein hilft. Ein Tagesplan wäre so eine erste neue Struktur. Hier listen Sie übersichtlich auf, was am Tag alles ansteht und können den Tag direkt aktiv beginnen. Der Ausbruch aus der Müdigkeit fällt wesentlich leichter, wenn der Weg schon ein wenig geebnet wurde. Hilfreiche Praxistipps für Ihren Tagesplan finden Sie auch direkt im Blog. Oder starten Sie mit dem 7-Schritte-Programm für den immer aufgeräumten Schreibtisch in ein strukturierteres Arbeitsleben.

Burnout Anzeichen durch Termine unterbinden
Wenn Sie sehen, was ansteht, kann dies Erschöpfung reduzieren. Wenn nicht, sollten Sie dieses mutmaßliche Burnout Anzeichen ärztlich abklären lassen.

Burnout Anzeichen Nr. 2: Distanzierung von der Arbeit

Wenn die eigene Arbeit gar keinen Spaß mehr macht, kann das auf einen notwendigen Jobwechsel hinweisen. Es kann aber auch ein erstes Burnout Anzeichen sein. Denn wenn Sie Ihre Aufgaben vermehrt als unangenehm empfinden und sich mehr und mehr von Ihrer Arbeit distanzieren, sig-nalisiert Ihr Körper Ihnen, dass es ihm zu viel wird. Um genauer herausfinden zu können, wo die Ursache der Antriebs- und Lustlosigkeit liegt, habe ich einen einfachen Praxistipp für Sie. Hören Sie einmal in sich hinein, ob Ihnen die Aufgaben nicht mehr zusagen, unklare Abläufe Sie stören, oder es andere ungeklärte Dinge gibt, die Ihnen die Freude an der Arbeit nehmen. Oftmals liegt hier bereits die Wurzel allen Übels und Sie können sich den Jobwechsel sparen. Neue Aufgaben, eine neue Leitlinie für Projekte, bessere Absprachen – all das kann Sie wieder näher an Ihre Arbeit brin-gen und die entstandene Distanz verringern.

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Warum es wichtig ist, die eigenen Talente richtig zu erkennen und wie Chefs ein ordentliches Talentmanagement betreiben, um die Goldgruben unter den Mit-arbeitern aufzuspüren, schrieb ich hier im Blog bereits. Ein lesenswerter Artikel, wenn Sie prüfen möchten, ob Ihre eigene Distanzierung von der Arbeit vielleicht eine ganz einfache Erklärung hat. Oder ob es sich möglicherweise doch um ein ernstzunehmendes Burnout Anzeichen handelt.

Burnout Anzeichen bekämpfen durch Identifikation
Burnout Anzeichen Nr. 2 bekämpfen: Jeder identifiziert sich mit seinen Aufgaben.

Burnout Anzeichen Nr. 3: Gefühl der Sinnlosigkeit

Die Verschärfung des zweiten Burnout Anzeichens ist es, wenn Sie Ihre eigene Arbeit zunehmend als sinnlos empfinden. Woran liegt das? Oft sind starke Hierarchien und wenig eigenverantwortli-ches Arbeiten der Mitarbeiter die Ursache. Dann hat das kleinste Rädchen im Getriebe schnell das Gefühl, dass es alleine unwichtig ist und nichts ausrichten kann. Hier helfen gemeinsame Ziele, die im Team besprochen und im Team bearbeitet werden. Wenn Mitarbeiter Mit-Unternehmer sind und den Sinn der Unternehmensziele verinnerlichen, arbeiten sie nachweislich effizienter. Und wirken dem Gefühl der Sinnlosigkeit aktiv entgegen, indem Sie der Arbeit einen klar definierten Sinn geben. Weitere Informationen zum Sinn der Eigenverantwortung für mehr Unternehmenserfolg, steht auch hier.. Und wie Sie bessere Besprechungen abhalten, um die gemeinsamen Ziele zu vereinbaren, verrät Ihnen der kostenlose Download „16 Empfehlungen für effektivere Besprechungen“. Hilft all das nicht und das Gefühl der Sinnlosigkeit bleibt bestehen? Dann müssen Sie weiterforschen und ärztlich ausschlie-ßen lassen, ob es sich in Ihrem Fall um ein erstes Burnout Anzeichen handelt.

Burnout Anzeichen durch Ziele eliminieren
Burnout Anzeichen oder mangelnde Mitverantwortung? Definieren Sie gemeinsame Ziele!

Darauf kommt es an

Wir bewegen uns vom Kleinen ins Große. Mir ist wichtig zu sagen, dass nicht jede Müdigkeit und jeder Selbstzweifel auf ein Burnout hinweisen. Um es Ihnen aber leichter zu machen, solche Burn-out Anzeichen zu erkennen, sollten Sie die Arbeitsbedingungen von Anfang an optimal gestalten. Eine sinnvolle Struktur, gute Absprachen und ein gesundes Maß an Eigenverantwortung sind gute Arbeitsbedingungen. Treten unter diesen verbesserten Umständen trotzdem klassische Burnout Anzeichen auf, empfehle ich Ihnen in jedem Fall, sich ärztlich beraten zu lassen. Denn dann endet die Unterstützung, die ein gutes System Ihnen bieten kann und ein fachlicher Rat vom Mediziner wird unerlässlich. Die Praxis zeigt aber, dass klare Strukturen zwar einen bestehenden Burnout nicht heilen, aber im besten Fall zumindest der Entstehung vorbeugen können.

Was der Tipp bewirkt

Meine Tipps sind im Grunde eine Art Einschätzungshilfe. Indem Sie gute Arbeitsbedingungen schaffen, räumen Sie chaotische Zustände als mögliche Burnout-Auslöser aus. Sie befreien Ihr Blickfeld und haben es dadurch leichter, erste Anzeichen schneller zu erkennen oder gar den Aus-bruch erster Anzeichen zu verhindern.

Und Sie?

Möchten Sie weitere Informationen, wie Sie Burnout Anzeichen im Alltag aufspüren können? Dann machen Sie meinen Büro-Kaizen® Burnout-Test und gehen Sie der Ursache Ihrer Probleme oder potenzieller Prob-lemauslöser auf den Grund. Ich hoffe, dieser Test hilft Ihnen dabei, persönliche Risikofaktoren bes-ser zu erkennen.

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