Meine geheime Inspiration: Bürosprüche




Manchmal werde ich gefragt, was mir hilft, immer wieder positiv und motiviert an meine Aufgaben zu gehen. Besonders dann, wenn mir eine Idee fehlt, sich etwas Lampenfieber vor einem neuen Projekt einstellt oder – auch das kommt vor – ein Vorhaben nicht so klappt wie gedacht. Heute teile ich mit Ihnen einige meiner liebsten Bürosprüche: Solche, die mich motivieren, ermutigen und inspirieren.

Doch keine Sorge, ich werde hier nicht aus der Serie „Stromberg“ zitieren. Stattdessen stelle ich Ihnen eine Auswahl meiner Lieblingsautoren vor und erzähle Ihnen, warum ich gerade diese Zitate besonders mag.

INHALTSVERZEICHNIS

Für Montags-Morgenmuffel

Kennen Sie das? Am Sonntagabend sinkt die Stimmung, man fühlt sich erschöpft und gereizt. Nachts wacht man öfter auf und fällt danach wieder in einen unruhigen, leichten Schlaf. Kein Wunder, dass der Start in den neuen Tag – und in die neue Woche – unmotiviert und schlecht gelaunt ausfällt.

Und falls dann noch der berühmte „Jour fixe“ ansteht – den wir als lästigen Zeitdieb empfinden – fühlt es sich an, als könnte die Stimmung sich nie wieder verbessern. Hier hilft mir dieser Gedanke:

Bürosprüche können positive Gedanken erzeugen, auch montags.
Bürosprüche können positive Gedanken erzeugen, auch montags.

Ich erinnere mich mit diesem Gedanken automatisch an eine gute, sehr gute oder äußerst erfolgreiche Woche. Und es klappt immer: Egal, wie lange diese besonders gelungene Woche zurückliegt – meine Stimmung verbessert sich und der Montag ist für mich der Start in eine Woche, die ebenfalls erfolgreich werden kann.

Und das Jour fixe? Das könnte natürlich den gelingenden Wochenstart überschatten – tut es aber nicht. Wie, das zeige ich Ihnen in meinem

Lese-Tipp für Meeting-Muffel: Wie Sie ein Jour fixe effizient gestalten, zeige ich Ihnen in diesem Artikel: Jour fixe – Ein Termin zum Abhaken?

Einfach anfangen

Das erlebe ich öfter: Mein Besuch im Unternehmen eines Kunden ergibt, dass sehr viele Veränderungen nötig sind, um die Produktivität und Effizienz des Unternehmens zu verbessern. Ablagesysteme und Checklisten fehlen, es gibt keine Vertretungsregelung und keine Telefonverzeichnisse. In vollgestopften Schränken findet sich ein Durcheinander von Archivordnern, aktuellen Dokumenten sowie Zubehör für Handys und Drucker.
Schlägt dann mein Kunde die Hände über dem Kopf zusammen und fragt sich, wo und wie hier jemals die von mir propagierte Ordnung herzustellen ist, habe ich einen ganz einfachen Mutmacher für ihn:

Bürosprüche entstehen aus Lebenserfahrungen.
Bürosprüche entstehen aus Lebenserfahrungen.

Natürlich ist das nicht meine einzige Antwort, sondern ich habe auch konkrete praktische Tipps für die ersten – und alle weiteren Schritte – parat. Gerne nehme ich ein Beispiel das fast jeder aus dem häuslichen Bereich kennt, den Keller.

Deshalb hier mein Kurz-Filmtipp für Einsteiger:

Nur noch einmal aufräumen und dann nie mehr? Ja, das geht wirklich.
Nur noch einmal aufräumen und dann nie mehr? Ja, das geht wirklich.

Im Büro-Kaizen® heißt es: Gib jedem Ding einen Platz – seinen Platz. So entsteht eine Ordnung, die sich selbst organisiert. Nur einmal noch räumen Sie auf – und dann nie wieder.

Natürlich stoße ich bei dieser Ankündigung auch auf Skepsis – manch ein Büroarbeiter hat Sorge, dass ihm ein unpassendes System aufgezwungen wird. Deshalb plädiere ich immer dafür, dass der Chef und seine Mitarbeiter gemeinsam die neue Ordnung etablieren. Spielregeln, die alle Beteiligten entwickeln, haben die beste Chance auf dauerhafte Umsetzung.

Doch womit beginnen Sie am besten? Mit dem, was am einfachsten umzusetzen ist, denn der rasche Erfolg wird Sie weiter beflügeln. Es hat sich auch bewährt, zuerst zu testen, wo man steht. Wenn auch Sie das herausfinden wollen, dann folgen Sie doch meinem

Download-Tipp für Tester: Dieser Selbsttest gibt Ihnen einen ersten Hinweis auf die Frage, wo Ihr Unternehmen steht. Beantworten Sie einfach die Fragen – und freuen Sie sich über jedes „Nein“. Denn überall dort wartet eine Chance auf Verbesserung und Wachstum. Hier geht’s zu Ihrem Test.

Ein Test, in dem jedes „Nein“ eine Chance bedeutet.
Ein Test, in dem jedes „Nein“ eine Chance bedeutet.

Mein liebster Zettel-Spruch

Wenn Sie nun Ihren Arbeitsplatz aufgeräumt und ein Ablagesystem etabliert haben, ist schon viel geschafft. Doch was machen Sie mit den vielen To-dos, die sich im Laufe eines Tages ansammeln? Schnell auf ein Post-it gekritzelt oder auf der Schreibtischunterlage notiert? Kein Wunder, wenn dann Ihr Stresslevel steigt und Sie das Gefühl haben, die Übersicht zu verlieren. Höchste Zeit, sich von den Zetteln zu trennen.

Hier einer meiner Bürosprüche für alle Zettel-Fälle:

Bürosprüche helfen beim Einführen neuer Spielregeln.
Bürosprüche helfen beim Einführen neuer Spielregeln.

Fragen Sie sich gerade, wie Sie Ihre Aufgaben festhalten sollen, wenn nicht auf Post-its und anderen Zetteln? Dann probieren Sie doch einfach meine Zettel-Tipps aus:

    1. Übertragen Sie alle Notizen von den Post-its und der Schreibtischunterlage auf ein einziges Aufgabenblatt.

    2. Gewöhnen Sie sich an, nur eine einzige Aufgabenliste zu führen. Halten Sie hier jede Aufgabe mit dem entsprechenden Termin fest. Dafür können Sie eines der TEMP-Zeitplansysteme nutzen oder – digital – Microsoft Outlook oder OneNote; ganz so, wie es am besten zu Ihnen passt.

    3. Unterscheiden Sie zwischen Terminen, Aufgaben und Ideen.
    Aufgaben haben eine Fristsetzung: Präsentation zum Thema Neuerungen im Büro: 20. Februar.
    Termine stehen fest für ein Meeting oder eine Veranstaltung: Meeting zu Neuerungen: 20. Februar, 14 Uhr.
    Idee: Bürosprüche sammeln. Kein Termin.

Es gibt noch mehr tolle Strategien für den Umgang mit Aufgaben. Deshalb habe ich hier für Sie einen

Lese-Tipp für Aufgabenfüchse:
Tu es und vergiss es, heißt es in meinem Artikel, in dem Sie erfahren, was Post-its und Pizza-Schachteln gemeinsam haben und wie die Geschichte von den 25.000 Dollar für ein To-do wirklich war.

Wenn Sie alle To-dos gut untergebracht haben, können Sie entspannt in Ihren Feierabend gehen, denn

Bürosprüche: Nicht nur über Arbeit; auch über das Ausruhen.
Bürosprüche: Nicht nur über Arbeit; auch über das Ausruhen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Wenn Sie jedes Ding an seinem Platz wissen, die To-do-Liste für den folgenden Tag steht, Termine und Telefonnummern an einem Platz gesammelt werden – dann können Sie mit gutem Gewissen Pause machen.

Pausen – und das ist vielen Büroarbeitern nicht bewusst – sind eine wichtige Voraussetzung für die Produktivität. Dazu gehören die kleinen Pausen „zwischendurch“ und die großen Pausen wie Wochenende und Urlaub.

Zum Abschluss gebe ich Ihnen noch einige Pausen-Tipps für bessere Erholung und mehr Schwung in der Arbeit:

  • Pausen planen schafft Verbindlichkeit. Nutzen Sie eine Software wie Workrave, die Sie kostenlos daran erinnert, dass jetzt wieder Pausenzeit ist. Vorschläge für lockernde Gymnastikübungen gibt’s noch dazu.
  • Essen oder trinken Sie nicht am Computer, sondern suchen Sie dafür den Pausenraum auf. Das verschafft Ihnen gleich etwas Bewegung und lockert die angespannten Muskeln.
  • Frische Luft wirkt Wunder: Am geöffneten Fenster einige tiefe Atemzüge zu nehmen, bringt Kreislauf und Gehirn in Schwung.
  • Wie wäre es mit etwas Bürogymnastik? Vielleicht gibt es jemanden in Ihrem Team mit Erfahrung in Yoga oder Gymnastik? Dehnen und strecken Sie sich einmal am Tag gemeinsam – die anfängliche Befangenheit weicht bald dem Spaß.

Mehr Tipps zur Kunst des Ausruhens habe ich hier für Sie zusammengestellt: Warum Pausen die Arbeit beflügeln. Denn schon Ovid wusste: „Was ohne Ruhepause geschieht, ist nicht von Dauer“, und diesen Ausspruch nehmen auch Sie vielleicht gerne in Ihre Sammlung von Bürosprüchen auf.

Vom Anfangen, Aufräumen, Ausruhen – #Bürosprüche sind eingedampfte #Lebenserfahrungen. Klick um zu Tweeten

Und Sie?

Sammeln auch Sie Bürosprüche oder denken sich selber welche aus? Welche lieben Sie besonders? Schreiben Sie mir oder hinterlassen Sie einen Kommentar unter diesem Artikel, ich freue mich darauf!

Zum Weiterlesen

Am Anfang dieses Artikels ging es um Montags-Motivation. Doch wir wissen alle, dass es auch an anderen Tagen wichtig ist, sich selbst und die Mitarbeiter zu motivieren. Gerade Letzteres kommt leider in vielen Unternehmen zu kurz. Zur Anregung – und natürlich gern zum Umsetzen – empfehle ich Ihnen deshalb meinen Artikel zum Thema Mitarbeitermotivation. Wenn Sie diese Anregungen umsetzen, sind Ihre Mitarbeiter nicht nur für die täglichen Aufgaben motiviert, sondern auch neue Ideen werden sprudeln.

Viele Büroarbeiter hätten schon längst aufgeräumt – wenn sie nur wüssten, wie Sie das mit dem Wegwerfen regeln können. Schon Tucholsky wusste: „Die Basis jeder Ordnung ist ein großer Papierkorb.“ Hier meine Ordnungs- und Wegwerf-Tipps für Sie: Wer die Ordnung liebt … findet, was wichtig ist.

Und hier noch einmal zum Thema Ausruhen. Bei vielen Büroarbeitern kommt das zu kurz; sie arbeiten immer mehr und können kaum noch abschalten. Bevor die Burnout-Falle zuschnappt, sollten Sie einen Stresstest machen und schauen, was sich verändern lässt.



Auf der Suche nach mehr Tipps zum Themenschwerpunkt: Arbeitsplatz? Wir haben die wichtigsten Erfolgsstrategien zum Thema “persönlicher Arbeitsplatz” aufbereitet. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!

1 Kommentar
  • Hallo Herr Kurz,

    sehr schöner Beitrag – ich hoffe das ich auch bald mal an einem Ihrer Seminare teilnehmen kann.
    Ich würde gerne Ihrem Aufruf folgen und ihnen einer meiner Lieblingssprüche zusenden:

    In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst. -Augustinus Aurelius-

    Passt auch glaube ich, sehr gut zu Ihnen!

    Viele Grüße
    Thomas Hoge


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