Biorhythmus: Nicht nur der frühe Vogel fängt den Wurm



Wie die Vögel haben auch wir Menschen einen individuellen Biorhythmus. Deshalb werden Morgenmenschen gern als „Lerchen” bezeichnet, Abendmenschen als „Eulen”.

„Lerchen” fällt das frühe Aufstehen leicht und sie haben schon am Morgen ein Leistungshoch. Abends gehen sie gern zeitig schlafen.
Anders die „Eulen”: Sie erreichen ihr Leistungshoch erst am Vormittag und laufen am Abend noch einmal zur Hochform auf. Die Ursache für diese Unterschiede liegt in der Organaktivität und im Stoffwechsel, dem Biorhythmus.

Der Biorhythmus ist angeboren. Umso wichtiger, dass Sie wissen, wie Sie „ticken”. Klick um zu Tweeten

Der Biorhythmus wirkt sich besonders auf die Konzentrationsfähigkeit und damit auf geistige Tätigkeiten aus. Sie können sich das Wissen um diese Zusammenhänge für Ihre tägliche Arbeit zunutze machen. Denn es ist keine Frage der Gewohnheit oder gar der „guten Erziehung”, ob Sie Frühaufsteher oder Langschläfer sind.

Wie wir ticken, ist uns angeboren

Der Begriff Biorhythmus stammt aus der Chronobiologie. Diese Wissenschaft untersucht seit vielen Jahren die innere Uhr von Tieren und Menschen. Die Chronobiologen haben herausgefunden, dass es zwei „Chronotypen” gibt, nämlich die oben beschriebenen Lerchen und Eulen. Ob wir Frühaufsteher oder Nachtmenschen sind, ist uns angeboren.

Viele Menschen wissen gar nicht, welcher Typ sie sind. Schon als Kleinkinder müssen sie sich den Notwendigkeiten anpassen und in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf geht es so weiter.
Doch im Urlaub blühen die Menschen auf. Hier können auch Sie am besten erkennen, welchem Typ Sie natürlicherweise angehören.

Lerchen: Schon morgens frisch und munter

Eine Lerche steht gern früh auf und ist recht schnell munter. Schon vor 8 Uhr kann sie kreativ denken und sich gut konzentrieren. Ab 9 Uhr löst sie mit Erfolg kniffelige Aufgaben und Probleme. Um 12 Uhr ist es Zeit für eine Mittagspause, denn nun setzt ein Leistungstief ein, das etwa 1 bis 2 Stunden anhält. Ihrem Biorhythmus folgend, erledigt sie jetzt ihren Posteingang und arbeitet Checklisten ab. Zwischen 14 und 17 Uhr ist sie wieder „voll da” und vertieft sich in anspruchsvolle Aufgaben.

Nun folgt die Phase der Inspiration. Wenn die Gedanken „spazieren gehen”, stellen sich gute Ideen ein, die auch mal etwas ausgefallen sein können. Auch das Lernen und die Aufnahme von Informationen fallen den Lerchen in der Zeit von 17 bis 21 Uhr leicht.

Biorythmus Zeit zum Lesen
Wer seinen Biorythmus kennt, der weiß, wann die beste Zeit zum Lesen ist.

Dann wird die Lerche müde. Ab 21 Uhr nimmt ihre Konzentration ab und spätestens um 22 Uhr geht sie schlafen. Falls Sie sich darin nicht wiederfinden, sind Sie vermutlich eher eine Eule.

Eulen: Morgens bitte nicht stören

Die Eule wird nur langsam wach. Klingelt um 5 Uhr der Wecker, ist das für sie eine Tortur. Ihrem Biorhythmus entsprechend möchte sie bis etwa 7 Uhr schlafen, gern auch eine halbe Stunde länger. Während die Lerche nur eine kurze Anlaufzeit braucht, ist die Eule langsamer. Sie beginnt ihren Arbeitstag mit dem Tagesgeschäft und Routineaufgaben, zum Beispiel dem Erledigen ihrer Mails und dem Vorbereiten des nächsten Meetings. Erst ab 10.30 Uhr wird aus ihr eine produktive Geistesarbeiterin. Dann ist die Eule kreativ, widmet sich Problemen und nimmt schwierige Aufgaben in Angriff.

Biorythmus ist angeboren
Der Biorythmus ist uns angeboren: Die „Eule” sammelt Ideen, wenn die „Lerche” schon müde ist.

Nach drei Stunden ist damit allerdings erstmal wieder Schluss, dann ist es Zeit für eine Pause. Das Leistungstief währt etwa von 13.30 bis 15.30 Uhr. Es ist wieder Zeit für Aufgaben, die weniger Konzentration erfordern. Danach blüht die Eule noch einmal auf. Ihre Aufnahmefähigkeit steigt bis 18.30 Uhr an, sie kann gut lernen und Ideen entwickeln. Danach hat sie wieder eine lange produktive Phase: Von 18.30 bis nach 22 Uhr nimmt sie sich anspruchsvolle Aufgaben vor. Erst nach 22 Uhr ist sie bereit für den Schlaf, der sich kurz vor Mitternacht einstellt.

Wo Lerche und Eule sich treffen

Wenn Sie eine Lerche sind, Ihr Kollege jedoch eine Eule, arbeiten Sie am besten an gemeinsamen Projekten, wenn Sie beide entsprechend Ihrem Biorhythmus „voll da” sind: Vormittags ist das zwischen 9 und 12 Uhr, am Nachmittag zwischen 15.30 und 18 Uhr. Kreativität, Konzentration und allgemeine geistige Energie treffen sich hier und bieten beste Voraussetzungen für produktives Arbeiten.
Überlassen Sie Ihrem Kollegen Eule dann gern die kreativen Aufgaben. Chronobiologen haben herausgefunden, dass diese den Eulen leichter fallen, die Lerchen tagsüber ihre Stärke im Durchhaltevermögen haben.

In Firmen mit frühem Arbeitsbeginn haben die Lerchen einen klaren Vorteil. Allerdings ist es auch für sie nützlich, ihre Hoch- und Tiefphasen zu kennen. Eulen benötigen viel Kraft, wenn sie, entgegen ihrem Biorhythmus, schon früh in den Tag starten müssen. Sie sollten sich Zeit zum „Warmlaufen” nehmen und den Arbeitstag eher mit leichten Aufgaben beginnen. Mit Büro Kaizen lassen sich viele Aufgaben vereinfachen, so dass der Aufwand sinkt und Fehler trotzdem vermieden werden.

Lerche oder Eule – Effizienter arbeiten

Egal, wie Ihr Biorhythmus tickt – Chaos auf dem Schreibtisch und im Computer oder die nicht endende E-Mail-Flut bremst Lerchen und Eulen gleichermaßen aus. Meine kostenlose 12-teilige E-Mail-Serie „Endlich frei” enthält eine Fülle von Tipps, mit denen Sie noch erfolgreicher und gelassener arbeiten.

In meinem ebenfalls kostenlosen E-Book „20 Büro Kaizen Tools” habe ich Ihnen bewährte Strategien zusammengestellt, die das Arbeiten vereinfachen und die Fehlerquote senken. Der Zeitgewinn ist garantiert, egal, ob Sie Lerche oder Eule sind. Laden Sie sich das E-Book hier herunter.

Checklisten sind eine bewährte Methode, um Routineaufgaben zu bewältigen. Untersuchen Sie Ihren Arbeitsablauf: Welche Aufgaben fallen immer wieder an? Sie werden staunen, wo überall Ihnen Checklisten die Arbeit erleichtern können, wenn Ihr Biorhythmus gerade einen Gang zurückschaltet. Zur Anregung habe ich Ihnen im Downloadcenter praxiserprobte Checklisten zusammengestellt.

Checkliste hilft trotz Biorythmus
Mit Checklisten Fehler vermeiden, auch wenn der Biorythmus die Konzentration erschwert.

Und wie sich Lerchen und Eulen auch in der Teeküche vertragen, lesen Sie in meinem Beitrag „Das schmeckt mir gar nicht. Nie mehr Ärger in der Teeküche”.

Und Sie?

Kennen Sie Ihren Biorhythmus? Sind Sie eine Lerche oder eher eine Eule? Wie stellen Sie sich auf Ihren Biorhythmus ein? Ihre Erfahrungen und Tipps interessieren mich sehr, deshalb freue ich mich auf Ihre Nachricht.



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