Fit durch den Job: Betriebliche Gesundheitsförderung



In einem gesunden Körper arbeitet ein gesunder Geist – wer dies zu Turnvater-Jahn-mäßig findet, hat vermutlich kerngesunde Mitarbeiter, die ihr Sport- und Ernährungsprogramm vollständig im Griff haben. Die Realität sieht jedoch leider anders aus: Der deutsche Arbeitnehmer sitzt zu viel, bewegt sich zu wenig und futtert in der Mittagspause und zwischendurch allerlei ungesundes Zeug, das ihn den Nachmittag im Dämmerzustand verbringen lässt.

Dagegen kann man etwas tun – und zwar ohne Bevormundung und Zwang. Betriebliche Gesundheitsförderung sollte niemals schulmeisterlich daherkommen, sondern konkrete Angebote bieten, über deren Annahme die Mitarbeiter frei entscheiden können. Wie das geht? Ich habe einige Vorschläge für sie zusammengetragen - Ihnen fallen vor Ort aber bestimmt noch mehr Ideen ein.

Obst, Wasser, frische Luft: Betriebliche Gesundheitsförderung ganz einfach

In Ihrem Büro herrscht noch die Atmosphäre der 80er Jahre, und das im Wortsinn? Klima- und Belüftungsanlagen, überaltert und schlecht gewartet, tragen erheblich zu grassierenden Atemwegserkrankungen und somit hohen Krankenständen bei. Vermeintlich bei der Wartung und Neuinstallation gespartes Geld kommt so durch Krankheitsfälle doppelt und dreifach auf Sie zurück - gutes Arbeitsklima bedeutet eben auch, keimarme und sauerstoffreiche Luft atmen zu können.

Betriebliche Gesundheitsfoerderung mit frischer Luft
Betriebliche Gesundheitsförderung kann so einfach sein: Raus an die frische Luft, bewegen, Spaß haben.

Der kleine Hunger und der große Durst zwischendurch sind eine weitere Stellschraube, mit der Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter positiv beeinflussen können: Wer diesen Part mit einem Süßigkeiten- und Cola-Automat für erledigt hält, muss sich über gewisse Folgeerscheinungen nicht wundern. Wie wäre es stattdessen mir einer Obstkiste?

Nahezu flächendeckend in Deutschland bietet der Obst- und Gemüsehandel mittlerweile die Lieferung von Obstkisten für Büros an, auf Wunsch auch Bio, gegen Aufpreis sogar portioniert und geschält. Wer zudem statt des Cola-Automaten Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure vorhält, sorgt dafür, dass jeder Mitarbeiter potenziell genug Flüssigkeit für frische Ideen, Nieren und Herz-Kreislauf-System zu sich nimmt.

Betriebliche Gesundheitsförderung: Fitter, flotter, freier Arbeiten! Klick um zu Tweeten

Auch mit dem altbekannten „den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen” macht man weder dem Betriebsarzt, noch dem eigenen Körper eine Freude. Haltungsschäden und Rückenschmerzen sind vorprogrammiert, aber auch Kopf- und Nervenschmerzen und sogar hoher Blutdruck können die Folge der mangelnden Bewegung sein. Hier lohnt sich die Investition in Stehtische. Egal ob in Konferenzräumen oder Büros – stehend lassen sich ebenso gut Entscheidungen treffen wie sitzend. Oft geh es sogar schneller – und wer öfter mal aufsteht, bleibt in Bewegung. Einen ähnlichen Effekt haben übrigens auch aufblasbare Gymnastikbälle, die Sie Ihren Angestellten als temporäre Sitzgelegenheiten anbieten können.

Betriebliche Gesundheitsfoerderung mit Stehtischen
Da gibt der Betriebsarzt „Standing Ovations“: Stehtische im Konferenzraum könnten Teil Ihrer betrieblichen Gesundheitsförderung sein.

Betriebliche Gesundheitsförderung? Läuft bei Ihnen!

Betriebssport - das klingt fast so erfrischend und unverkrampft wie „Leibesübungen” oder „Bundesjugendspiele”. Dabei ist die gemeinsame körperliche Betätigung eine der besten Teambuilding-Maßnahmen, die es überhaupt gibt - es sollte allerdings mannschaftssportlich und/oder gruppenorientiert sein.

Nun kann nicht jedes Unternehmen silicon-valley-like Personal Trainer einstellen - fragen Sie daher doch einfach mal bei Ihrem Sportverein vor Ort nach. Möglicherweise können Sie sich auf gute Konditionen für einen Gruppenfitnesskurs einigen, zu denen Ihre Mitarbeiter vergünstigt Zugang erhalten.

Sie haben eine gänzlich ungenutzte Wiese vor Ihrem Betriebsgelände, Ihr Unternehmen befindet sich in der Nähe eines Parks oder sogar eines Sportplatzes? Voila, Steilvorlage für Ihre betriebliche Gesundheitsförderung: Zwei Fußballtore sind schnell gebraucht gekauft oder improvisiert, auch ein Volleyballnetz lässt sich auftreiben. Im Winter können diese Sportarten gegen kleines Geld auch in kommunalen Turnhallen oder Mietsportstätten ausgetragen werden. Ihre Mitarbeiter, oft in den Vereinen vor Ort engagiert, können Ihnen sicher bei der Auswahl und Planung helfen.

Betriebliche Gesundheitsförderung vom Schreibtisch aus

Wie wir Ihnen bereits im entsprechenden Artikel gezeigt haben, ist der Begriff Work-Life-Balance (Bitte Link einfügen, wenn der Text online ist) keine weichgespülte Generation-Y-Formel, sondern ein ernstzunehmender betrieblicher Gesundheitsfaktor. Nur wer die Möglichkeit hat, sich rechtzeitig und ausreichend von den Anstrengungen am Arbeitsplatz zu erholen, kann mit voller Kraft in den nächsten Tag durchstarten.

Wird die Work-Life-Balance hingegen zur einseitigen Rutschbahn, kommen schnell Probleme auf, die sich auch mit engagierter betrieblicher Gesundheitsförderung nur schwer eindämmen lassen. Achten Sie hingegen auf eine gleichmäßige Auslastung und geregelte Arbeitszeiten bei all Ihren Mitarbeitern, kann das Schreckgespenst Burn-out-Syndrom gar nicht erst in Ihrem Unternehmen einziehen.

Betriebliche Gesundheitsfoerderung mit angenehmen Arbeitsumfeld
Betriebliche Gesundheitsförderung fängt mit einem aufgeräumten Schreibtisch und einem angenehmen Arbeitsumfeld an.

Machen Sie sich fit - nicht nur für die Globalisierung!

Betriebliche Gesundheitsförderung ist für Ihren Betrieb ein wichtiger Bestandteil zum Erhalt der Produktivität - und beileibe kein überflüssiger Kostenfaktor. Wer an der Wartung spart, wird mir Ausfällen zu rechnen haben - was jeder Mechaniker weiß, gilt auch hier. Setzen Sie daher noch heute dieses wichtige Thema auf Ihre Agenda.

Ihre Ideen zum Thema betriebliche Gesundheitsförderung...

...interessieren mich ganz besonders, weil es wohl kaum ein Feld gibt, in dem sich so viele verschiedene Ansätze und kreative Herangehensweisen denken und verwirklichen lassen. Schreiben Sie mir einfach in die Kommentare oder per Mail, welche Ansätze Sie zu diesem Thema verfolgen oder planen, schildern Sie mir Ihre Fragen und mögliche Konflikte. Ich freue mich wie immer auf Ihren Input.





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