Effizienz-Wunder gegen Trägheit: Besprechungen im Stehen



Besprechungen haben manchmal eine seltsame Dynamik: Mit dem Platz nehmen auf dem Stuhl senkt sich die Schwerfälligkeit über die Teilnehmerrunde wie eine dunkle Wolke. Diskussionen werden langwierig, die Zeit gleitet dahin und mit jeder zusätzlichen Minute verabschiedet sich die Effizienz. Manchmal entsteht der Eindruck, auf dem Stuhl kommt nicht nur der Hintern sondern auch der Geist zum Stillstand. Eine kleine Änderung im Setting kann aber Wunder wirken: Halten Sie Ihre Besprechungen im Stehen ab.

Besprechungen im Stehen wirken Wunder
Besprechungen im Stehen verleihen neuen Schwung und werden dadurch effizienter.

Darum geht es: Die Körperhaltung beeinflusst den Geist

Dass Körper und Geist eine Einheit sind, wussten schon die alten Ägypter. Unsere Körperhaltung beeinflusst, wie wir uns fühlen. Wer aufrecht und gerade steht, fühlt sich selbstbewusst. Jemand, der in sich zusammensackt, fühlt sich klein. Wer lange auf einem Stuhl sitzt, wird träge. Eine Person, die beim Reden steht, erhält die Körperspannung und damit auch die Spannung im Kopf. Wer im Stehen redet, ist fokussierter.

Tipp Nr. 1: Stehtische und Zeitvereinbarung

Erfahrungsgemäß wird im Stehen nicht nur die Dauer der Besprechung halbiert. Für die Mitarbeiter ist es außerdem gesünder, während des Tages auch mal zu stehen. Führen Sie die Besprechungen an einem Stehtisch, auf dem die Teilnehmer ihre Unterlagen ablegen und mitschreiben können. Vereinbaren Sie mit den Teilnehmern die maximale Dauer solcher Steh-Konferenzen. Halten Sie auch einige Barhocker bereit, falls jemand doch eine Sitzmöglichkeit benötigt.

Tipp Nr. 2: Unangemeldeten Besuch effektiv versorgen

„Wer sitzt der bleibt.” Damit Ihnen ein unangemeldeter (Vertreter-)Besuch nicht die gesamte Zeitplanung des Tages durcheinander wirft, können Sie auch diese Treffen im Stehen führen. Zum Beispiel an einem Stehpult im Foyer. Dies genügt auch, um einen neuen Termin auszumachen, den Sie dementsprechend in Ihren Tagesablauf einplanen können.

Besprechungen im Stehen abhalten
Bei Besprechungen im Stehen kommen Sie nicht in Versuchung, kein Ende zu finden.

Tipp Nr. 3: Visualisieren Sie die Besprechungszeit

Zeit ist Geld, das gilt insbesondere für Besprechungen je umfangreicher sie werden. Machen Sie die Kosten einer Besprechungsminute deutlich. Hierfür gibt es verschiedene Apps, die minutengenau die Kosten errechnen. Es hilft aber auch schon, eine große Sanduhr auf den Tisch zu stellen. Diese Uhren gibt es für 15, 30 oder 60 Minuten. Solche Dinge helfen, die Teilnehmer für die Zeit, die in Besprechungen sehr schnell vergeht, zu sensibilisieren. Bestimmen Sie einen Zeitnehmer, wenn Sie hier in der Vergangenheit Probleme hatten.

Darauf kommt es an

Bei einem übersichtlichen Zeitumfang sind Besprechungen im Stehen effizienter. Die Sitzungen dauern nicht unnötig lange, weil Stehen nach einer Weile unbequem wird. Zugegeben: Der Gedanke ist nicht der netteste, aber er spart dem Unternehmen bares Geld und den Teilnehmern Lebenszeit und Energie.

Dynamik statt Trägheit: Besprechungen im Stehen sind wahre Effizienz-Wunder. Klick um zu Tweeten

Extra-Tipp: Wenn das Problem tiefer geht – Verhaltensregeln

Manchmal ist das Problem mit Besprechungen im Stehen nicht gelöst. Regelmäßig liegt es auch am Verhalten der Teilnehmer, dass Besprechungen ineffizient sind. Zum Beispiel wenn Kollegen unpünktlich sind oder nebenbei im Internet surfen. Hier können Verhaltensregeln helfen. Tipps dazu finden Sie in meinem Blog-Beitrag „Alles andere als selbstverständlich”



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