Arbeitssicherheit im Büro – 3 erstaunlich einfache Tipps



Arbeitssicherheit im Büro – 3 erstaunlich einfache Tipps

Jeder Arbeitsunfall ist bedauerlich. Noch mehr als die betrieblichen Konsequenzen bedrücken die persönlichen Folgen für den verletzten Mitarbeiter. Und nicht nur bei einer größeren Verletzung  besteht die bohrende Frage: Wäre der Unfall vermeidbar gewesen? So manches Mal muss diese Frage mit „ja“ beantwortet werden.
Büro-Arbeiter sind gefährdet
Arbeitssicherheit im Büro gerät noch zu oft ins Hintertreffen; meist aus vermeintlichem Zeitmangel. Das spiegelt sich auch in der Statistik wider: Wussten Sie zum Beispiel, dass vom Fußboden die größte Unfallgefahr ausgeht? Stürzen, Stolpern, Ausrutschen stehen mit über 20 Prozent an zweiter Stelle der Unfallursachen-Statistik. Die häufigsten „Stolperer“ passieren in Verwaltungen.
Die Methoden von Büro-Kaizen tragen zu einem dauerhaft sicheren   Büro bei – ein kleiner Zeitaufwand mit messbarer Wirkung. Lassen Sie sich zu sicheren Veränderungen anregen.
Tipp Nr. 1 für mehr Arbeitssicherheit im Büro: Platz schaffen
Sind Sie schon einmal auf einem Blatt Papier ausgerutscht oder beim Balancieren über Papierstapel gestürzt? Hoffentlich haben Sie sich dabei nicht ernsthaft verletzt, denn das kann schnell passieren, wenn der Fußboden zur Ablagefläche wird.
Was als kurzfristige „Erweiterung der Schreibtischfläche“ gedacht war, wird durch Platzmangel oft ein Dauerzustand.

Arbeitssicherheit im Büro durch Ordnung
Arbeitssicherheit im Büro: Den Fußboden freimachen.

Spätestens jetzt ist es Zeit, Ordnung herzustellen. Falls Sie nicht recht wissen, wo Sie anfangen sollen, richten Sie sich einfach nach den folgenden Tipps:

Den Arbeitsplatz aufräumen – so gehen Sie vor:

  1. Stellen Sie vier Kartons bereit:
  • Für Unterlagen, Prospekte, Dokumente, die Sie entsorgen wollen.
  • Für defekte Bürowerkzeuge, leere Kugelschreiberminen und andere Utensilien, die Sie entsorgen wollen.
  • Für Bürowerkzeuge, die Sie weitergeben wollen.
  • Für Unterlagen und Bürowerkzeuge, die Sie behalten wollen.

Tipp: Beginnen Sie auf der Schreibtischfläche in der linken oberen Ecke und arbeiten Sie sich bis rechts unten durch. Wenden Sie sich dann den Schubfächern zu. Nehmen Sie sich danach den Fußboden vor. Als Letztes folgen die Schränke.

Extra-Tipp: Alle Gegenstände, bei denen Sie unsicher sind, wandern in einen Karton „Wegwerfen auf Probe“. Wie Sie mit diesem Karton verfahren, lesen Sie hier: „Die Ablage P – Wie Sie Dinge entsorgen und dennoch behalten können“.

  1. Geben Sie den Dingen eine Heimat

Beim Platzieren der Unterlagen, Stifte und Bürowerkzeuge gilt: Je öfter Sie die Dinge brauchen, umso näher werden an Ihrem Arbeitsplatz werden sie untergebracht. Je seltener Sie die Dinge benötigen, umso weiter entfernt erhalten sie ihren Platz.

Tipp: Wie Sie dauerhaft Ordnung in Ihren Schubladen halten, lesen Sie hier: „Schubladendenken? Na klar!“

Extra-Tipp: Für laufenden Projekte hat sich die Wiedervorlage bewährt. Dafür eignen sich eine Hängeregistratur oder ein Pultordner. Lesen Sie hier, wie Sie sich ein praktisches System installieren: „Wiedersehen macht Freude“.

Stolpern vermeiden: Wer Ordnung hält, schafft Sicherheit. Klick um zu Tweeten

Tipp Nr. 2 für mehr Arbeitssicherheit im Büro: Ein Platz für Lesestapel

Zeitschriften, Kataloge und Prospekte bilden oft einen wackeligen Stapel, der bei der kleinsten Berührung auf dem Fußboden landet. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich – denn alles, was auf dem Fußboden liegt, kann zur Stolperfalle werden. Nun fragen Sie zu Recht: Wohin mit all den interessanten Informationen? Richten Sie sich einen Lesestapel ein. In ihm findet interessantes Material einen Platz, ohne dass Sie die Übersicht verlieren. Der Trick: Sie schaffen ein „sich selbst begrenzendes System“.

Lesestapel verwalten – so gehen Sie vor:

  1. Wählen Sie ein Fach im Schrank oder im Regal, das nach oben hin geschlossen ist.
  2. Hier bewahren Sie Ihr Lesematerial auf, zum Beispiel Zeitschriften, Prospekte, Kataloge.
  3. Wenn der Stapel an seiner oberen Begrenzung angekommen ist, geht es ans Entsorgen: Ziehen Sie am unteren Ende einige Lesematerialien heraus und entsorgen Sie diese.

Tipp: Seien Sie mutig – was Sie zwei Monate lang nicht gelesen haben, ist nicht wichtig genug, um aufbewahrt zu werden.

Arbeitssicherheit im Büro durch aufräumen
Der Lesestapel trägt zur Arbeitssicherheit bei.

Wichtig: Dieser Tipp funktioniert nur, wenn Sie keinen zweiten Stapel anlegen. Seien Sie konsequent!

Extra-Tipp: Auch auf dem Computer sammeln sich Lesematerial an. Wie Sie mit NewsletternPDF-Dateien sinnvolle Lesestapel bilden, erfahren Sie in meinem kostenlosen Download: „Informationsflut mit dem Lesestapel bändigen“.

Tipp Nr. 3 für mehr Arbeitssicherheit im Büro: Kabel entwirren

Kein Büro ohne Kabelsalat: Telefon und Computer benötigen gleich mehrere Kabel, Ladegeräte für Smartphone und Diktiergerät kommen mit einem aus. Nicht zu vergessen Schreibtischlampe und der Tischrechner, die ebenfalls mit Strom funktionieren. Schnell hat sich ein Kabelsalat gebildet, der sich womöglich noch – mangels Steckdosen – durch das halbe Büro zieht. Schnell kommt ein Mitarbeiter oder eine Besucherin ins Stolpern und kann sich dabei ernsthaft verletzen. Deshalb sind gut sortierte Kabel ein wichtiger Teil der Arbeitssicherheit im Büro.

Kabelsalat beseitigen – so gehen Sie vor:

  1. Kabel beschriften:

Bringen Sie Etiketten oder farbige Gummirirnge an jedem Kabel an, so sehen Sie auf einen Blick, wohin das Kabel von der Steckdose aus führt. In diesem Arbeitsschritt finden Sie auch die überflüssigen Kabel und legen diese gleich zur Seite.

  1. Kabel fixieren:

Kabel sind oft länger als nötig. So entsteht ein Durcheinander aus überflüssigen Kabellängen. Diese werden leicht zur Stolperfalle. Außerdem kosten sie viel Zeit, wenn Sie zum Beispiel ein Gerät überprüfen oder austauschen wollen.

Arbeitssicherheit im Büro durch Säuberlichkeit
Zur Arbeitssicherheit im Büro gehört auch, Elektrokabel zu fixieren.

Rollen Sie die nicht benötigte Kabellänge zusammen und umwickelnd Sie diese mit einem Kabelbinder, den Sie verschließen. Das überstehende Stück schneiden Sie ab – und schon ist das Kabel sicher fixiert. Denken Sie daran, dies auch unter Ihrem Schreibtisch zu tun.

Mehr Tipps, wie Sie Kabelsalat in den Griff bekommen, lesen Sie in meinem Artikel „Hilfe, ich seh nichts mehr“.

Und Sie? Ist bei Ihnen alles sicher?

Wie schaffen Sie es, Arbeitssicherheit im Büro herzustellen und dauerhaft zu erhalten? Schreiben Sie mir von Ihren Erfahrungen, ich freue mich darauf!



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