Erste Anzeichen für Burnout: Den Schwelbrand rechtzeitig löschen



Ich freue mich über jeden Mitarbeiter, der seine Kreativität, seine Leistungsfähigkeit und sein Engagement für unser Unternehmen einsetzt. Denn wir alle sind begeistert davon, unseren Kunden zu zeigen, wie sie ihr Büro effizienter und gleichzeitig entspannter organisieren können.

Allerdings bin ich auch aufmerksam: Wenn ein Mitarbeiter ständig Überstunden macht, früh der Erste und abends der Letzte ist und wenn er dabei unzufrieden und angespannt wirkt – dann suche ich das Gespräch mit ihm. Denn dieses Verhalten kann ein erstes Anzeichen für Burnout sein.

Burnout bedeutet: Ausgebrannt sein. Die ersten Anzeichen für Burnout sind wie ein Schwelbrand: Er entsteht versteckt, breitet sich langsam aus und kann äußerst gefährlich werden.

Heute zeige ich Ihnen, auf welche Anzeichen für Burnout Sie achten sollten; bei sich selbst und – als Vorgesetzter – bei Ihren Mitarbeitern. Denn je früher wir reagieren, umso höher ist die Chance, den „Schwelbrand“ Burnout zu stoppen.

Inhalt

Arbeit ohne Pause: Ich schaffe das sonst nicht

Überstunden treten überall auf, wenn Arbeitsspitzen zu bewältigen sind. Doch wenn Sie für das Pensum, das Sie sonst in Ihrer regulären Arbeitszeit schaffen, mehr Stunden aufwenden müssen, kann das ein Anzeichen für Burnout sein. Hinter den ständigen Überstunden kann das Gefühl stecken, die Anforderungen nicht zu erfüllen. Oft geht diese Phase mit mangelnder Entspannung zusammen: Erholung nach Feierabend? Fehlanzeige. Stattdessen kreisen die Gedanken ständig um die Arbeit. Außer der Angst zu versagen, entwickeln sich auch Ärger und Unzufriedenheit.

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Ständig arbeiten und trotzdem das Gefühl, zu versagen? Das könnte ein Anzeichen für Burnout sein.

Die Stimmung sinkt: Der Ärger nimmt zu

Oft beginnt es mit kleinen Anlässen: Verzögerungen im Arbeitsablauf durch unzweckmäßige Organisation, unklare Aufgabenverteilung und fehlende Absprachen erschweren die Effizienz der Arbeit. Vorschläge zur Verbesserung werden nicht ernst genommen und die interne Kommunikation ist dürftig bis unterkühlt. Das letzte Lob des Vorgesetzten liegt schon eine Ewigkeit zurück. Hat sich der Ärger lange angesammelt, weicht er einem Gefühl der Ohnmacht und Sinnlosigkeit.

Alles ohne Sinn: Ich weiß nicht, wozu

Das Gefühl der Sinnlosigkeit ist eines der deutlichsten Anzeichen für Burnout. Hat die Arbeit früher Freude gemacht, fehlt den Betroffenen jetzt der innere Bezug dazu. Sie distanzieren sich, erscheinen gleichgültig. Tatsächlich sind sie resigniert, fühlen sich ohnmächtig, weil ihre Vorschläge zur Veränderung nichts gefruchtet haben. Spätestens jetzt stellen sich auch körperliche Beschwerden ein.

Viele Ablenkungen, unklare Regelungen und fehlende Anerkennung führen oft zu ersten Anzeichen für Burnout.… Klick um zu Tweeten

Schlechter Schlaf und andere Körpersignale

Wer über längere Zeit Schwierigkeiten beim Einschlafen und Durchschlafen hat, fühlt sich tagsüber müde, ausgelaugt und kann sich schlecht konzentrieren. Kommen dazu unerklärliche Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Magenprobleme, sind das ernstzunehmende Anzeichen für Burnout. Spätestens jetzt suchen Betroffene ihren Hausarzt auf, um die Beschwerden abklären zu lassen.

Hier oder beim Psychologen wird ein Burnout-Test durchgeführt. Das besondere daran ist, dass er die Stressfaktoren im Berufsleben mit einbezieht, indem er gezielte Fragen nach Zufriedenheit in der Arbeit und dem Gefühl der Überforderung enthält.

Doch soweit muss es nicht kommen. Effizientere Arbeitsabläufe, klare Strukturen und andere Methoden von Büro-Kaizen können dem Burnout bei Ihnen und Ihren Mitarbeitern vorbeugen.

4 Tipps, um Anzeichen für Burnout zu stoppen

Bei jedem der beschriebenen Anzeichen für Burnout können wirksame Veränderungen den Teufelskreis aus Überforderung und Erschöpfung stoppen. Ich zeige Ihnen hier einige unserer bewährten Kaizen-Methoden für effizientes und entspannteres Arbeiten:

1. Bei Ablenkungen: Einfach abschalten
Das kennen alle Büroarbeiter: Mitten im Meeting kommt eine Nachricht auf dem Smartphone an und schon sind Ihre Gedanken von der Präsentation des Kollegen abgelenkt.
Und immer dann, wenn Sie konzentriert an Ihrem Projekt arbeiten, meldet sich das E-Mail-Postfach mit einem Klingeln, Summen oder Zirpen. Reflexartig öffnen Sie das Postfach – und schon ist Ihr Gedankengang unterbrochen.

Das ist auf Dauer anstrengend – und kann ständige Nervosität als Anzeichen für Burnout hervorrufen. Doch es ist gar nicht schwer, hier Abhilfe zu schaffen. Signaltöne abschalten und trotzdem keine Nachricht verpassen – wie das geht, lesen Sie in meinen 5 goldenen Tipps für weniger Ablenkung im Büro.

Die wachsende E-Mail-Flut lenkt ab und fördert Anzeichen für Burnout. Dieses Video zeigt, wie Sie die E-Mail-Flut stoppen.

Tipp: Sie wollen Ihre E-Mail-Flut in den Griff bekommen? Dann empfehle ich Ihnen mein kostenloses E-Book E-Mail-Stress ade mit einer Fülle bewährter Tipps für Ihren digitalen Posteingang. Damit gehört Ablenkung durch E-Mails endlich der Vergangenheit an.

2. Plädoyer für Verbesserungsvorschläge: Mitdenken, mitwirken
Bei Büro Kaizen gehen jährlich 14Verbesserungsvorschläge pro Mitarbeiter ein, Tendenz steigend. Wir honorieren jeden Vorschlag, dafür haben wir Spielregeln geschaffen, die alle kennen. Das hat zur Folge, dass den Mitarbeitern Möglichkeiten zur Verbesserung viel schneller auffallen.
Anzeichen für Burnout wegen zu geringer Gestaltungsmöglichkeiten treten deshalb bei unseren Mitarbeitern nicht auf.

Tipp: Wie das Verbesserungsvorschlagswesen gelingt, beschreibe ich Ihnen in meinem Artikel.

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Wo Verbesserungsvorschläge gewürdigt werden, treten seltener Anzeichen für Burnout auf.

3. Quartalsgespräche: Gelegenheit zum Austausch nutzen
Mitarbeitergespräche gehören zu meinen liebsten Terminen. Ich freue mich jedes Mal darauf und nehme sie sehr ernst. Denn hier ergibt sich die Möglichkeit, ungestört und ohne Ablenkungen miteinander zu reden. Wenn einer meiner Mitarbeiter unzufrieden oder ärgerlich ist, kann er mir das rechtzeitig sagen – noch ehe sich erste Anzeichen für Burnout zeigen. Ich kann Ihnen wirklich empfehlen, diese Gespräche in Ihre Unternehmensroutine zu übernehmen. Lesen Sie dazu meinen Artikel Mehr als warme Worte und freuen Sie sich auf positive und erhellende Gespräche.

Tipp: Um Burnout-Anzeichen zu vermeiden, die aus fehlender Anerkennung entstehen, schaffen Sie eine Atmosphäre der Anerkennung. Anregungen dazu finden Sie in meinem Beitrag Respekt, Alter.

4. Wer das Ziel kennt, findet den Weg: Messbare Ziele vereinbaren
Bei uns ist es selbstverständlich, dass die Mitarbeiter die Ziele unseres Unternehmens kennen. Die Zielvereinbarungen mit jedem Mitarbeiter sind darauf abgestimmt. Das stärkt die Verbundenheit des Einzelnen mit dem Unternehmen.

Tipp: Wie Sie Zielvereinbarungen messbar und machbar gestalten, habe ich in meinem Artikel Volltreffer! Mit Zielen zum Unternehmenserfolg.

Sie sehen, mit den Methoden von Büro-Kaizen können Sie bei ersten Anzeichen für Burnout wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen. Ich empfehle Ihnen, rechtzeitig damit zu beginnen.

Und Sie?

Wie gehen Sie mit Anzeichen für Burnout bei sich selbst und bei Ihren Mitarbeitern um? Was hat Ihnen geholfen, den „Schwelbrand“ rechtzeitig zu löschen? Schreiben Sie mir oder hinterlassen Sie einen Kommentar unter diesem Beitrag, ich freue mich darauf.

Zum Weiterlesen:

Versagensängste sind typische Anzeichen für Burnout. Wenn Sie die Auslöser kennen, können Sie rechtzeitig gegensteuern. Lesen Sie dafür meinen Beitrag: Wir schaffen das. Keine Chance für Versagensangst.

Ein gut funktionierendes betriebliches Vorschlagswesen motiviert die Mitarbeiter zum Mitdenken. Mit meinen Tipps haben Sie schon bald eine Fülle von kreativen Ideen gesammelt. Lesen Sie dazu:
Einmal Poka yoke mit Erfolg bitte.

Klare, erreichbare Ziele geben Orientierung und ermöglichen Erfolgserlebnisse, die wiederum motivierend wirken. Lesen Sie in meinem Beitrag Endlich vorbei mit dem Leipziger Allerlei, wie Sie motivierende Ziele entwickeln und formulieren.

Sie sehen, mit den Methoden von Büro-Kaizen können Sie bei ersten Anzeichen für Burnout wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen. Ich empfehle Ihnen, rechtzeitig damit zu beginnen.



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