Angst hemmt Ideen! Stärken Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter mit einer positiven Fehlerkultur



Wünschen wir uns das nicht alle? Mitarbeiter, die engagiert mitdenken, die innovativ Visionen entwickeln und sich dann couragiert an die Umsetzung machen. Wir träumen von Teams, die motiviert sind, in denen ein „Vorwärts“-Geist herrscht, in denen man nicht zu jedem Schritt antreiben muss. Motivierte Mitarbeiter sind der Motor eines Unternehmens. Nur sieht das strahlende Bild im Alltag oft ziemlich stumpf aus. Statt Motivation herrscht Stagnation, manchmal auch Frustration. Der Chef nörgelt, die Mitarbeiter ducken sich weg. Woran liegt’s? Motivation lässt sich nicht befehlen – man kann sie nur kultivieren. Und dazu braucht es unter anderem eine angstfreie Fehlerkultur.

Angstfreie Fehlerkultur hilft gegen Angst
Eine angstfreie Fehlerkultur eliminiert Überlastung und Überforderung

Das Problem

Für eine positive Motivation braucht es ein entsprechendes Unternehmensklima. Engagement, das Ausprobieren von Neuem, das Erweitern von Spielregeln oder das Sprengen von geistigen Grenzen führt nicht nur zu erfolgreichen Ergebnissen. Auch Rückschläge gehören hier dazu. Manchmal sehr viele, bevor sich der Erfolg einstellt. In vielen Unternehmen werden Fehler und Rückschläge mittlerweile als Chance gesehen. Sie zeigen Verbesserungspotenziale und liefern Erfahrungswerte. An Fehlern kann man wachsen. Aber: Immer noch wird viel zu oft auf Rückschläge mit Schuldzuweisungen reagiert. Die Konsequenz ist, dass Mitarbeiter davor zurückschrecken, sich über das Notwendige hinaus zu engagieren und etwas Neues auszuprobieren – es könnte ja schiefgehen. Sie haben Angst. Angst macht ein Unternehmen dumm.

So gehen Sie damit um

Zur Entwicklung von Motivation und einer angstfreien Fehlerkultur gilt ein wichtiger Grundsatz: Fragen Sie nicht, „wer“ Schuld hat, sondern „was“ Schuld hat. Am besten wäre es, Sie vermeiden den Begriff „Schuld“ ganz. Fragen Sie stattdessen nach der „Ursache“. Wenn Sie sagen: „Du hast Schuld!“, dann hat das automatisch zur Folge, dass sich der Angesprochene verteidigt. Er wird in die Defensive gedrängt. Ein brasilianisches Sprichwort beschreibt es so: „Fremde Fehler beurteilen wir als Staatsanwälte, die eigenen als Verteidiger“. Doch das Einzige was Sie so erreichen sind Konfrontation und Angst, sich nochmals mit einer Idee nach vorne zu wagen. Ein solches Klima schafft keine Motivation. Aber es geht auch anders.                                       

Schritt Nr. 1: Das Problem von der Person trennen.

Wenn die Motivation verloren geht und sich niemand mehr traut, Neues zu denken und zu testen, dann entsteht Stillstand. Stillstand ist der schleichende Tod. Aber: Niemand macht mit Absicht Fehler. Trennen Sie deshalb das Problem von der Person. Machen Sie sich gemeinsam auf die Suche nach der Ursache und versuchen Sie auf konstruktivem Wege, den Fehler zu verstehen. Fragen Sie danach, wie sich Strukturen und Prozesse so verändern lassen, dass der Fehler künftig nicht wieder auftreten kann.

Schritt Nr. 2: Fehler als etwas Wertvolles betrachten

Fehler und das Machen von Fehlern werden meist als etwas Negatives gesehen. Ein Blickwinkel, der wenig motivierend wirkt. Ändern Sie die Betrachtungsweise. Fehler sind nicht ausschließlich schlecht, auch wenn sie anfangs vielleicht wehtun. Aber: Fehler sind eigentlich Gold wert. Sie zeigen Schwachstellen auf und Verbesserungspotenziale. Wenn wir diese optimieren und weiterentwickeln, rücken wir jedes Mal ein Stück näher an das Ideal – die Null-Fehler-Produktion.

Schritt Nr. 3: Machen Sie Stolpersteine zu Trittsteinen

Es liegt an Ihnen, ob Fehler demotivierende Stolpersteine oder motivierende Trittsteine sind. Den Unterschied macht alleine Ihre Reaktion. Und wenn Sie hier mal ins Straucheln kommen, dann denken Sie an diesen Satz eines klugen Menschen: „Wenn Gott Dir ein Geschenk machen will, dann verpackt er es in ein Problem.“

Angstfreie Fehlerkultur zur erhöhten Motivation
Offene Kommunikation für angstfreie Fehlerkultur

Schritt Nr. 4: Machen Sie Fehler zu etwas Erlaubtem

Es gibt kein universelles Gesetz das sagt: „So sollst Du Deinen Schreibtisch organisieren und Dein Unternehmen führen“. Versuchen Sie immer wieder, neue Dinge auszuprobieren, sodass Sie die effektivsten Arbeitstechniken ermitteln können.

Wichtig ist, dass Sie dabei bedenken: Es geht um ständige und nicht um einmalige Verbesserungen. Es gibt nicht nur die eine „beste Idee“, sondern es gibt viele gute Ideen, die Ihr Team und Ihr Unternehmen voranbringen können. Schaffen Sie ein angstfreies Klima der Motivation. Motivation bringt nicht nur Schwung in Ihr Unternehmen, sie fördert auch die Kreativität – und diese ist wichtig, um immer bessere Lösungen zu finden.

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Extra-Tipp

Die Fehlerkultur ist nicht die einzige Stellschraube für die Mitarbeitermotivation. Grundsätzlich gilt: Nur zufriedene Mitarbeiter sind motivierte Mitarbeiter. Um die Zufriedenheit zu steigern braucht es übrigens gar keine großen und teuren Maßnahmen. Tatsächlich sind es kleine Dinge, die den großen Unterschied machen. Welche, das erfahren Sie zum Beispiel in meinem Blog-Beitrag  „Fünf Tipps mit denen Sie garantiert Ihre Mitarbeiterzufriedenheit steigern“.

Service

Mehr Input zu Motivation, Fehlerkultur, Mitarbeiterführung etc. finden Sie auch in meinem Buch „Für immer aufgeräumt – 20 Prozent mehr Effizienz im Büro“. Dieses können Sie als zip-Datei in unserem Download-Center herunterladen.

Und Sie?

Welche Erfahrungen haben Sie mit einer angstfreien Fehlerkultur gemacht? Gibt es eine Situation oder ein Folgeergebnis, dass Sie in Ihrem Unternehmen weiter gebracht hat? Und wie haben Sie eine motivierende Fehlerkultur implementiert? Ich würde mich freuen, von Ihren Erfahrungen zu hören. Schreiben Sie mir gerne an blog@buero-kaizen.de

 



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